Bekanntlich soll der Mann in seinem Leben drei Dinge
(mindestens) in seinem Leben erledigen:
ein Sohn zeugen
ein Baum pflanzen
ein Haus bauen
Uwe Beyreuther hat diese Weisheit in einem Punkt abgeändert:
-ein Buch schreiben
Am Ende dieses Buches stellt er sich selbst die Frage, ob er statt dessen nicht
lieber ein Baum mehr hätte pflanzen sollen – nein, seine Entscheidung war
richtig!
Als einer der wenigen Piloten, die in zwei deutschen Luftwaffen flogen (und
damit ist mal ausnahmsweise NICHT die deutsche Luftwaffe vor 1945 gemeint)
beschreibt er eindrucksvoll seinen Weg als Pilot.
Abgeschlossen hat er seine fliegerische Laufbahn in der Bundeswehr, davor flog
er in der NVA das Abfangjagdflugzeug MiG-21. Seine Ausbildung erfolgte in der
NVA ebenfalls auf MiG-21und auf L-39,
davor in der GST auf der Jak-18.
Wenn man schon einige Bücher von (ehemaligen) Piloten gelesen hat, erwartet man
entweder eine heroische Vergötterung seiner Taten oder eine sehr distanzierte
Betrachtung aus der heutigen Perspektive.
Diese Erwartungen werden in diesem Buch nicht erfüllt.
Uwe schreibt in einer sehr mitreißenden Art und Weise, die mir in einigen
Fällen Deja Vu´s bescherten. Ich war und bin kein Flieger, aber die
Schilderung des eigentlich banalen Alltages ruft auch bei mir Erinnerungen vor
und zieht Parallelen zur Familie, einschließlich NVA Verpflichtung….
Als einzigen kleinen Kritikpunkt möchte ich das sehr häufige Auftreten von
Angaben zu Steuerungen der MiG-21 einschließlich Klappenstellungen nennen. An
dessen Stelle hätte ich gern ähnliches, wie den „Ausritt“ in die CSSR oder
vielleicht ein Gefechtsschießen in der UdSSR gelesen.
Also, das 140-seitige Buch sei jedem empfohlen, der sich der
Luftfahrt verschrieben hat oder auch nur die schmunzelnde Wahrheit eines
Soldaten aus der ehemaligen DDR kennen lernen möchte.
(Created Sonntag, 04 Februar 2007 by Jürgen Landt (Jürgen))
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