Beschreibung:
c/n 1090 (US serial 64-13966)
In den frühen 1960er hatte die norwegische Luftwaffe
(RNoAF) die Sikorsky H-19D und die Bell 47 im Einsatz. Die H-19D war teuer im
Unterhalt und der Klarstand war niedrig. Die Bell 47 entsprach nicht mehr den
Anforderungen und die Wartung war kompliziert, aufgrund der Tatsache das
verschiedene Versionen genutzt wurden. 1962 wurde beschlossen die die Bell
UH-1B als mittleren und die Sud-Aviation Alouette II als leichten
Transporthubschrauber zu beschaffen. Die USA waren bereit günstig UH-1B zu
liefern. Die Beschaffung der Alouette II wurde gestrichen und statt dessen
sollten zu einem späteren Zeitpunkt weitere UH-1B beschafft werden. 1963-65
wurden 12 UH-1B geliefert. 1966 bis 1976 wurde die Flotte um gebrauchte UH-1B
ergänzt, womit die Gesamtzahl 25 betrug. Von den letzten acht 1976 gelieferten
Helikoptern sind zwei nie geflogen, sondern wurden als Ersatzteilspender und
Trainingsmittel genutzt. Hauptaufgaben der UH-1B war der taktische
Truppentransport und der Such- und Rettungsdienst, weshalb die meisten Maschinen
eine Rettungswinde nachgerüstet bekamen.
Drei Staffeln flogen die UH-1B:
339skv 1964-1989, Bardufoss (9 UH-1B), Detachments in
Bodø und Kirkenes
719skv 1967-1990, Bodø (4 UH-1B)
720skv 1966-1990, Gardermoen später Rygge (8 UH-1B), Detachements
in Sola und Ørland
Vom 03.April 1978 bis 28.Juli 1979 waren vier UH-1B,
sowie sechs Piloten und fünf Techniker im Libanon für die Vereinten Nationen
(UN) im Einsatz. Die Einheit trug die Bezeichnung Heliving/Unifil und war in
Naquora im Süden Libanons stationiert.
Nach der Außerdienststellung der UH-1B 1989/90 wurden
elf Maschinen an die USA zurückgegeben. Einige Exemplare sind in Norwegen
geblieben. Neben der Maschine in Gardermoen befindet sich eine im
Luftwaffenmuseum in Bodø, eine im Museum in Sola und eine Maschine steht in
Rygge vor dem Staffelgebäude der 720skv!
Die In Gardermoen ausgestellt Maschine war eine von acht
ex US Army Exemplaren die 1966 beschafft wurden. Alle durchliefen vorher eine
komplette Überholung. Die 966 traf am 13.Oktober 1966 mit 502 Flugstunden im
Logbuch in Kjeller (nahe Oslo) ein. Nach einer Inspektion durch die Werft in
Kjeller wurde die 966 am 22.März 1967 an die 720skv in Sola überstellt und
bekam die Kennung JT-B. 1972 änderte die RNoAF das Kennungssytem und die bisher
üblichen Staffelkennungen wurden ersetzt. Die JT-B wurde zur 966. Am 09.Oktober
1991 wurde die Maschine mit 7446 Flugstunden an die Sammlung in Gardermoen
übergeben.