In einer gemeinsamen Sitzung des Kollegiums der
Verteidigungsministerien Russlands und Weißrusslands am Freitag in
Minsk wird die Frage der Bildung eines einheitlichen regionalen
Kommandos des Luftverteidigungssystems der beiden Länder geprüft.
"In
der Sitzung soll die endgültige Entscheidung über die Bildung eines
solchen Kommandos getroffen werden", erfuhr RIA Novosti vom
Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums.
Dem
vereinigten Luftverteidigungssystem der GUS-Mitgliedsländer gehören
Armenien, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan,
Turkmenien, Usbekistan, die Ukraine und Weißrussland an.
Georgien
ist aus dem Rat der Verteidigungsminister der GUS-Länder ausgetreten,
obwohl es nominal weiter im vereinigten GUS-Luftverteidigungssystem
bleibt. Diesem System gehören etwa 100 Kräfte und Mittel der
Luftverteidigung der GUS-Länder an.
Das Abkommen über die
Schaffung des vereinigten Luftverteidigungssystems der
GUS-Mitgliedsländer wurde von zehn GUS-Staatschefs am 10. Februar 1995
unterzeichnet.
Die Integration in den Regionen der kollektiven
Sicherheit soll zur Hauptrichtung der Entwicklung des vereinigten
Luftverteidigungssystems bis zum Jahr 2010 werden.
Dem
Oberbefehlshaber der russischen Luftstreitkräfte, Wladimir Michailow,
zufolge ist es notwendig, die Luftverteidigungssysteme der GUS-Länder
abgestimmt zu entwickeln.
Er teilte mit, dass Russland bereits Fla-Raketenkomplexe S-300PS nach Weißrussland liefert.
Der
Befehlshaber der weißrussischen Luftstreitkräfte und Luftverteidigung,
Oleg Passerow, äußerte seinerseits, dass das einheitliche
Luftverteidigungssystem Weißrusslands und Russlands durch die
Teilnehmerstaaten der Organisation des Vertrages über kollektive
Sicherheit erweitert werde.
Im russischen
Verteidigungsministerium wurde betont, dass das Luftverteidigungssystem
eines jeden Staates im Falle der Entstehung einer realen Gefahr von
Luftangriffen nicht über Nacht geschaffen werden kann.
Nach Meinung russischer Militärs ist das weißrussische Luftverteidigungssystem besonders kampffähig.
Was
den heutigen Stand des vereinigten GUS-Luftverteidigungssystems
betrifft, so ermöglichen es seine Steuer- und Nachrichtensysteme, die
Aufgaben der Luftverteidigung gemeinsam zu lösen - auch automatisch, so
die Pressemitteilung des Ministeriums. Erhalten geblieben sei der
gegenseitige Informationsaustausch zwischen den Zentralen
Kommandoständen der Luftstreitkräfte Russlands, Weißrusslands,
Kasachstans, der Ukraine und Usbekistans.
(via: ria Novosti)
Letztes Update: 02-07-2007 21:37
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