Die Schnee- und Lawinenverhältnisse der letzten Tage erforderten wieder einmal das rasche Handeln des Österreichischen Bundesheeres. Höhepunkt dabei war die Evakuierung von rund 300 Personen von der Planneralm in der Steiermark. Neben Hubschraubern vom Typ Augusta Bell 212 und Allouette III bewährte sich dabei auch der Einsatz von vier Black Hawk Hubschraubern. Weitere Einsätze umfassten Luftunterstützungen für die Lawinenkommissionen, das Freimachen von Strassen- und Schienenwegen sowie Geräte- und Materialtransporte auf dem Luftweg.
Verteidigungsminister Günther Platter bedankte sich bei allen beteiligten Bundesheer-Angehörigen und lobte ausdrücklich das rasche Handeln.
Die Einsätze, an denen bis zu 20 Hubschrauber und 300 Soldaten beteiligt sind, werden über das Wochenende fortgesetzt.
Bundesheer-Pilot hilft bei Bergrettung Am 5. Februar 2005 konnte mit Hilfe des Österreichischen Bundesheeres ein Lawinenopfer gerettet werden. Nach einem Lawinenabgang im Hochzillertal forderte die Landeswarnzentrale Tirol Hilfe beim Hubschrauber-Stützpunkt Schwaz an. Hauptmann Gerd Luxbauer vom Fliegerregiment 2 flog mit einer Allouette III die Bergrettung, Hundeführer und Alpingendarmen zum Unglücksort. Insgesamt zweimal musste der Hubschrauber zum Unfallort fliegen. Schlussendlich konnte ein Snowboarder lebend geborgen werden.
Von 4. bis 7. Februar 2005 flog das Österreichische Bundesheer auf Grund der Schnee- und Lawinenverhältnisse in der Steiermark und in Tirol zahlreiche Hilfseinsätze.
Zehn Hubschrauber des Typs Allouette III, sechs Agusta Bell 212 und vier S-70 "Black Hawk" evakuierten in diesen Tagen 887 Personen und transportierten ca. 20 Tonnen Lasten. In den mehr als 100 Flugstunden wurde neben dem Personen- und Gerätetransport die Lawinensituation erkundet, Lawinen gesprengt sowie Lebensmittel und Wasser transportiert. 300 Soldaten beteiligten sich an den Einsätzen.
Das österreichische Bundesheer leistet aber auch Assistenz in Südosteuropa. Wegen der extremen Schneefälle und der außergewöhnlichen Witterungssituation wurde ein Transporthubschrauber mit zehn österreichischen Soldaten des Kosovo-Kontingents für drei Wochen nach Albanien entsendet. Der Hubschrauber wird gemeinsam mit anderen NATO-Soldaten die von den Schneemassen eingeschlossene Bevölkerung aus der Luft mit Lebensmittel versorgen. Der Einsatz wird drei Wochen dauern.
Quelle: bundesheer.at Letztes Update : 02-07-2007 21:30
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