Die Tage des Fliegerhorstes Skrydstrup als Einheit sind gezählt: Im Rahmen einer feierlichen Parade am Dienstagnachmittag wurde stattdessen das Geschwader »Fighter Wing Skrydstrup« »auf die Beine gestellt«. Damit hat sich der Fliegerhorst nun auch formal den neuen globalen Gegebenheiten angepasst. Funktionen verwaltungstechnischer Art, wie die Verantwortung für den Betrieb, das Personal und die Finanzen, entfallen künftig für das Geschwader. Sämtliche dänischen F-16-Jäger haben künftig in Skrydstrup ihre Base. »Was kann man von einem Jahr erwarten, das mit Kopfschmerzen beginnt? – Ich glaube, diese Frage stellen sich viele«, sagte der Chef der Fighter Wing, Oberstleutnant Søren Wilhelm Andersen (WIS), in seiner Ansprache. Die Umstrukturierung auf dem Fliegerhorst hätte das vergangene Jahr geprägt, und das habe auch für Verunsicherung bei Mitarbeitern gesorgt: Sei es doch das zweite Mal binnen drei Jahren, dass in Skrydstrup organisatorische Änderungen vorgenommen werden. Auch 2006 wird ein turbulentes Jahr – mit weiteren Umstrukturierungen, Unsicherheit und Veränderungen, kündigte WIS an, der sich seit 1. Januar Garnisonskommandant nennen darf.
Zugleich zog er eine positive Bilanz. Sämtliche Aufgaben seien im Vorjahr zufriedenstellend gelöst worden. Der Oberstleutnant steckte zugleich das große Ziel ab: »Unsere Vision für die Zukunft ist klar. Wir wollen das bevorzugte Geschwader der Nato werden!« Das bedeute, dass sich Skrydstrup gleichberechtigt und kompetent an jedweder Koalition beteiligen könne, in der Dänemark Jagdflugzeuge einzusetzen wünsche. Für dieses Jahr kündigte WIS große Herausforderungen an – spannende zwar, doch derart, dass die Fighter Wing möglicherweise an den Rand dessen gebracht werden könnte, was sie zu leisten vermöge. Im März kommen 28 Kampfflugzeuge aus acht Nationen nach Skrydstrup, um dort an der der 14-tägigen Übung »Brilliant Arrow« teilzunehmen: Etwa 600 ausländische Soldaten werden dann auf der Base sein. Am 11. Juni findet erneut der Tag der offenen Tür statt. Unklar sei noch, so der Geschwaderchef, wie viele Flugzeuge von Skrydstrup nach Afghanistan entsendet werden, da das Folketing noch keinen endgültigen Beschluss über die Entsendungsstärke getroffen habe. Zwei Soldaten hob WIS besonders hervor: Stabsfeldwebel Ib Vensel Nielsen wurde wegen seines Engagements in der Soldatenausbildung zum Soldaten des Jahres ernannt. Und Obergefreiter Poul Erik Nielsen erhielt ein »Well done« für seinen hervorragenden Einsatz im Rahmen einer Übung im vergangenen Herbst.
Quelle: nordschleswiger.dk Letztes Update : 01-07-2007 23:23
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