| By Jan Koennig,
on 21-01-2005 21:38
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Published in : Special, Modelling |
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Avia BH-3, 1/48, Professional Models
Die Geschichte des Originals der BH-3 ist schnell erzählt: 1921 flog die erste Militärmaschine bei Avia zum ersten Male: die BH-3. Konstrukteure waren Paul Benes und Miroslaw Hajn, die Maschine eine Weiterentwicklung der Sportflugzeuge BH-1 und 2. Die Tschechische Armee bestellte 10 Exemplare davon. Angetrieben wurden Sie von anfangs einem BMW IIIa Motor, später von einem BMW IV Motor. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 224 km/h, die Reichweite bei 450 km. Bewaffnet war das Flugzeug mit 2 Vickers MG Kal. 7,7 cm.
Schwieriger wird es beim Modell. Der Hersteller Professional Models stammt aus Tschechien, neben der BH-3 gab (gibt?) es eine Ba-33 und wohl auch eine "Turbo Porter". Weiterhin gab es umfangreiche MiG-21 Updates, für die PF und MF, alles in 1/48. Alle Modelle habe ich in den USA erworben, scheinbar gibt es selbst in Tschechien keinen Vertrieb.
Die BH-3 mit der Artikelnummer 48001 ist ein Resin Komplett Modell mit einigen kleinen Ätzteilen und einer Vaku Windschutzscheibe. Der Bau selbst ist an sich recht einfach, wären da nicht die vielen Lufteinschlusse, die an der sichtbaren Oberfläche dann Löcher entstehen lassen und die naturgemäß schwierige Ausführung der Fahrwerksbeine und Tragflächenstreben. Alle Holme wurden mit reichlich Sekundenkleber "Lackiert", zum einen um die Oberfläche glatt und eben zu haben, zum anderen um etwas Stabilität zu bekommen. Ein Teil der Fahrwerksstreben wurde dennoch durch Metallteile ersetzt. Erhebliche Arbeit machte das stumpfe Ansetzen der Tragflächen. Da keinerlei Anzeichnungen, Paßlöcher oder Markierungen vorhanden sind, erstellte ich mir eine Pappschablone um die Flächen im richtigen Winkel anzukleben. Es ist mir gelungen, so passten die Streben der Tragflächen auch fast. Um eine genaue Anbringung zu ermöglichen, setzte ich in die Enden der V-Streben kleine Metallstifte ein, die Haltepunkte in Rumpf und Flächen wurden aufgebohrt. So konnten die Streben etwas Flexibel in die Löcher eingesetzt und verklebt werden.
Lackiert wurde mit Modelmaster resedagrün, sand und Metalizer Stahl. Das Modell stellt entgegen den meisten Darstellungen keine buntgefleckte Einsatzmaschine dar, sondern den Prototypen.
Leider sind die Decals ein kompletter Reinfall. Lediglich die "17" konnte benutzt werden. Bei den Hoheitszeichen zerfiel das Weiss schon beim Kontakt mit Wasser, rot und blau rissen in 100 Einzelteile. Zum Glück konnte ich die Decals umrissweise trotzdem aufbringen, rubbelte alles wieder ab, auf den sichtbaren Umrandungen konnte ich mit der Lackierung aufsetzen. Alle Hoheitszeichen sind also lackiert, der schwarze Schriftzug am Rumpf selbst gedruckt. Das Drucken ist mit Laserdrucker und entsprechenden Folien kein Problem, nur muss der Bogen irgendwie "voll" werden. Auch benötigte ich keine umständiche Vektorgrafiksoftware, eine einfache MS-Textverarbeitung und ein paar zusätzliche Schriften - fertig! Ich denke mal, der Prototyp wurde ausführlich getestet, daher bekamen die Flächen und Höhenruder ein Pre-Shading, der Motor wurde etwas gealtert, Rußspuren inclusive. Da ich gerade zu diesem Zeitpunkt den Laserdrucker zum Zurückgeben einer Papierseite überreden musste, konnte ich das "freiwerdende" Tonermaterial auch gut benutzen! Liebe Kinder - nicht nachmachen - Dieser Toner ist krebserregend!
Da steht Sie nun, nach 3 Monaten Bauzeit nebenbei, fotografiert wie immer mit EOS, 11er Blendenvorwahl und Stativ. Macht Lust auf mehr tschechisches, Legato´s Ba 21 zum Beispiel..

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