| Geschrieben von Jan Koennig,
am 19-02-2006 23:34
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Veröffentlicht in : Spezial, Modellbau |
Seite 1 von 2 Mil Mi-1, 1/48 Special Hobby.
Anfangs stand die Idee, einen Hubschrauber in 1/48 zu bauen. Da mein Thema ja die Roten Sterne sind, gibt es da wenig Möglichkeiten. Zum einen der Monogram/Revell Mi-24, der mit diversen Resinsätzen zur Version D, W oder P ausgerüstet werden kann (sollte). Aber das umgravieren und rändeln... . Dann der Ka-50, kaum besser, keine Zurüstteile für moderne, aktuelle Versionen.
Den komischen Resin Mi-8 Klotz von Navigator vergessen wir ganz schnell, ebenso das Spielzeugmodell Mi-2 von Smer.
Bliebe noch der Mi-1 von Special Hobby. Also los, Short Run Bausatz, ein wenig Resin und Ätzteile, schöne Decals mit NVA Versionen.
Arbeiten wir die Chronologie ab, und halten eines fest, die Bauanleitung gilt es NICHT zu befolgen! Das Resin Cockpit sollte zusammengesetzt werden, aber nicht sofort in die Rumpfhälften eingesetzt werden. Das Problem besteht darin, dass niemand weiss, wohin, wie hoch, wie tief, passen die Haben noch...
Ich habe daher erst die Rumpfhälften verklebt, dann Bugunterseite (Vaku) und Bugnase (Spritzguss). In die Bugnase setzte ich anfangs noch einige Kabel und Kleinigkeiten, mann kann ja nachher von unten reinsehen. Innen montierte ich das Armaturenbrett. Diese Einheit muss dann mit eingesetztem Cockpit auch noch passig geschliffen werden. Leider ist der Boden des Cockpits zu breit, die Rückwand schlägt gegen die innen vorstehenden Resinteile der Lufteinläufe...Es passte leider alles nicht so richtig. Bugunterteil und die montierte Nase wurden dann auch mittels Sekundenkleber vereint, der Neigungswinkel muss aber geschätzt werden, es gibt keinerlei Anhaltspunkte. Die allergrößten Probleme bereitete mir dann die Aufsetzen der Cockpithaube, die am unteren Rand auch gleichzeitig den Abschluß der Fenster in den Türen beinhaltet. Leider nur wieder vage Anhaltspunkte für Anfang und Ende, es muss aber passend gearbeitet werden, denn spachteln sieht man (innen), schleifen geht auch nicht bei 0,7 mm Materialstärke des Vaku Materials. Ich muss leider sagen, ganz ohne Fehler ist mein Ergebnis nicht anzusehen, aber ich habe mich bemüht die Fehlstellen nicht auffallen zu lassen. Das große Problem sind die Ecken auf der Nase und die Länge. Vorn fehlen aussen je 1 mm, hinten satte 2 mm. Daher blieb das Spachteln vorn nicht aus und um den Spalt hinten abzudecken, habe ich ein Stück Folie aufgeklebt, kaum sichtbar....
Diese Cockpitaktion hat mir fast 6 Wochen geraubt.. Der Rest des Bausatzes ist dagegen eher recht locker zu bauen, bei den Rotoren sollten natürlich ein paar Kabel und (fremde) Ätzteile verwendet werden. Das komplette Fahrwerk habe ich ebenfalls überarbeitet, mit neuen Metallteilen (statt ovalem Kunststoff) im hinteren Bereich und mit neuen Kunststoffteilen am Bug. Bitte nicht vergessen: Die Lüftungsschlitze unter dem Runmpf müssen unterbrochen werden, die Blätter des Hauptrotors sollten stark durchhängen, gerade in der Mitte.
Das Modell sollte unbedingt eine NVA Maschine werden, so konnte ich die 512 aus dem Decalbogen verwenden. Die XXXX ist leider falsch, denn unter dieser taktischen Nummer flog ein Mi-1M, der ist aber aus diesem Bausatz nicht darstellbar. Die Decals ließen sich sehr gut verarbeiten, natürlich habe ich die rot/weißen Warnmarkierungen am Heckrotor lackiert und kein Decal verwandt.
Ja, die Lackierung, im unteren Bereich Xtracolor 202, das Grün ist AMT-4 von White Ensign Models. Das Modell soll einen Mi-1 in der späten Nutzung der NVA im HG-31, Ende der 60iger Jahre darstellen. Durch eine intensive Nutzung, trotz ständiger Wartung wird auch ein Mi-1 etwas schmutziger, gerade im Bereich der Auspuffrohre. Ein AI-26W Triebwerk rußt auch ganz kräftig. Genau diese Verschmutzung habe ich mittels Alterungspigmenten (von MIG) dargestellt, ebenso weitere Alterungen am Modell. So ist denn doch trotz aller Widrigkeiten ein, denke ich, ansehnliches Modell entstanden. Es ist vor allem selten. Jedem, der es auch bauen möchte, dem wünsche ich einen langen Atem und viel Geduld. Wer allerdings das Deckelbild des Special Hobby darstellen möchte, den muss ich leider enttäuschen: Das Bild ist falsch, der (NVA) Mi-1 flog nicht über der Berliner Mauer und schon gar nicht auf westlicher Seite... ;)
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