Heute vor 6 Jahren:
Erstflug des NH90 mit hoher Kabine für die schwedischen Streitkräfte
Dieser Flug mit einer Eurocopter Testbesatzung aus Philippe Boutry (Pilot), Denis Trivier (Flugingenieur) und Jean-Claude Rabany (Flugmechaniker) dauerte 55 Minuten. Nach diesem Flug zeigte sich die Besatzung mit dem Verhalten des Hubschraubers vollkommen zufrieden.

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Die Codierung der sowjetischen/russischen Luftfahrzeuge Drucken E-Mail
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Geschrieben von Jan Koennig, am 26-08-2004 15:08

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Veröffentlicht in : Streitkräfte, Russ./Sowj. LSK


In der Militärluftfahrt ist es unerläßlich, die Luftfahrzeuge mit einem eigenen Code zu versehen, der einerseits ein in sich einheitliches System bezeichnet, andererseits nach außen nicht auf den ersten Blick eine Zuordnung zuzuläßt.

Die sowjetischen Luftfahrzeuge waren äußerlich am Hoheitszeichen, dem Roten Stern erkennbar. Dieser machte seit 1918 einige Wandlungen durch.
Ohne in die Tiefe zu gehen (das ist ein eigenes, weites Thema), eine kurze Auflistung. Nach den Wirren des Bürgerkrieges wurde Mitte der 20iger Jahre begonnen, ein einheitliches äußeres Erscheinungsbild durchzusetzen.

Militärische Luftfahrzeuge wurden auf Rumpf, dem Seitenleitwerk mit dem Roten Stern gekennzeichnet, ebenso teilweise auf, meist aber (auch) unter dem Tragflächen.
Der Fünfzackige Stern zeigte mit einer Spitze nach oben und vorn, war komplett rot gefüllt.
Umrandet wurde er anfangs meist nicht, manchmal gelb, nach dem Krieg weiss.
Im Laufe der 50iger Jahre bekamen die Sterne eine innen weisse, aussen rote Umrandung, die äußerliche Umrandung war auch anfangs teilweise unterbrochen.

Die Sterne werden heute in Russland und Weissrussland immer noch und wieder benutzt, eine anfängliche Umstellung auf die Nationalfarben am Heck hat sich nicht fortgesetzt.

Die numerische Kennzeichnung erfolgt durch große Ziffern auf dem Rumpfbug, auch teilweise auf dem Seitenleitwerk, aber kleiner.
Frachtflugzeuge tragen die Ziffern teilweise auch an den Frontscheiben, größere taktische und strategische Flugzeuge tragen meist keine Ziffern sichtbar, nur klein auf einer Bugradklappe.
Die Ziffern sind meist zweistellig. Wie kommt das?

Bei einer Durchnumerierung wäre man doch schnell bei 4-5 stelligen Zahlen?

Die sowjetische/russische Zahlenkennung ist jedoch traditionell anders. Sie bezieht sich nicht auf das Gesamtinventar, sondern auf die Bestandskennung im jeweiligen Truppenteil.
Die jeweiligen Truppenteile verfügen in der Regel unterhalb Divisionsstärke meist nicht über mehr als 99 Flugzeuge, so ist eine zweistellige Nummerierung ausreichend.
Vergeben werden die Zahlen 01 bis 99, ausgenommen die 13. Sie wird traditionell aus Volksglauben, nicht vergeben.

Beispielsweise Auflistung:
Ein Fliegerregiment hat 3 Staffeln.
Jede Staffel verfügt über 16 Maschinen.
Diese 16 Maschinen resultieren aus 4 Ketten zu je 4 Flugzeugen.
Eine Kette resultiert aus 2 Paaren zu je 2 Maschinen.

Die erste Staffel erhält also die Nummerierung von 01 bis 17. (13 fehlt, daher "dafür" die 17).
Die zweite Staffel erhält 20-35, die dritte Staffel 40-55.
Für 48 Einsatzflugzeuge wrden also die Zahlen bis 55 "verbraucht".

Innerhalb des Regiments kommen 9 weitere (2 sitzige) Schulungsflugzeuge zum Einsatz, 3 je Staffel.
Nummerierung aufwärts 60 bis 69.
Kommt eine vierte Staffel in den Regimentsbestand, werden die Nummern 70-85 vergeben.
Kommen dazu weitere Schulflugzeuge, erhalten Sie die Nummern aufwärts 90 bis 99.

Diese Auszählung ist typisch, wenn auch nicht bindend. Es gibt Ausnahmen, speziell bei den Hubschraubern, da hier höhere Bestände zu verzeichnen sind.
Die den Armeefliegerkräften unterstellen Hubschrauber werden zwar auch zweistellig nummeriert, doch erfolgt dieses durchlaufend.
Da die Staffeln meist bis höchstens 24 Hubschraubern aufgefüllt werden, ergibt sich eine Höchstnummerierung von 73. Nummern über 80 sind sehr selten.

 

Ausnahmen, Geheimnisse und Farben

Keinerlei Regeln gibt es aber für die Vergabe von selbstständigen Staffeln oder kleineren Truppenteilen, die meist direkt den Stäben unterstellt sind.
Die Transportflugzeuge sind/waren jedoch oftmals "zivil" als Aeroflot Maschinen deklariert, auch nach deren Privatisierung.
Die äußerliche Aeroflot Kennung sollte fremden Aufkärungsmaschinen die Identifizierung erschweren.
Neue russische Kennzeichnungen dieser Maschinen erfolgen jedoch rein militärisch bzw. unter Mänteln anderer offizieller Stellen und Ministerien.

Da meist auf sowjetischen/russichen Flugplätzen mehrere Truppenteile beheimatet sind, machte sich eine farbliche Unterscheidung notwendig.
Waren die Nachkriegsflugzeuge meist rot (mit schwarzen Rand) markiert, tauchten bald gelbe und andersfarbige Ziffern auf.
Weiß, schwarz, rot, gelb, orange und blau werden verwendet. Es gab und gibt keine Farbnormung in diesem Bereich! Es wurde die Farbe verwendet, die verfügbar und verwendbar war.
Meistens sind die Ziffern weiss, schwarz oder andersfarbig umrandet, auch nur Umrandungen ist/war üblich.

Die Ziffer selbst ist auch nicht normgerecht zu verzeichnen, es gibt verschiedenste Formen, eckig, rund, in Schablonenschrift, gemalt oder gespritzt. Auch Schablonenimitate sind bekannt.

Die sicher etwas "eigene" Art und Weise der russischen Nummerierung mag anfangs verwirrend erscheinen, aber das ist sicher gewollt und erklärt sich nach erneutem Hinsehen und Verstehen.


Letztes Update : 09-03-2006 16:09

   

Schlüsselworte : nachkriegsflugzeuge, schulungsflugzeuge, transportflugzeuge, schablonenimitate, schablonenschrift, chstnummerierung, durchnumerierung, einsatzflugzeuge, regimentsbestand, bestandskennung,


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FA87 F-16AM Belgian Air Component Pic1
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469 Lockheed TF-104G
469 Lockheed TF-104G
Beschreibung:

c/n 583D-5779 (US serial 63-8469)

Die ersten 13 Starfighter (F-104G) für die norwegische Luftwaffe trafen am 07.August 1963 in Bodø ein. Sie wurden Norwegen von den USA kostenlos zur Verfügung gestellt. Drei weitere F-104G und zwei TF-104G trafen Ende 1963 ein. Die 331skv in Bodø war zunächst der einzige Nutzer des Starfighters und das Abfangen sowjetischer Luftfahrzeuge wurde schon bald zur Routine. Später wurde die 334skv ebenfalls zum Nutzer des Starfighters. 1965-66 wurden drei weitere F-104G beschafft, als Ersatz für bei Abstürzen verlorengegangene Maschinen. 1975 wurden nochmal zwei TF-104G übernommen.

Die 469 wurde zusammen mit einer weiteren TF-104G  am 08.Juni 1975 an Norwegen ausgeliefert. Zuvor war der Starfighter als KF+271 (später 27+70) bei der Luftwaffe im Trainingszentrum in Luke AFB/Arizona im Einsatz. Nach Außerdienststellung war die Maschine am 26.Juli 1972 eingelagert worden, bevor sie dann an die norwegische Luftwaffe ging. Zunächst war die 469 bei der 331skv in Bodø im Einsatz, ab 08.Juli 1981 bei der 334skv am selben Standort. Ein Jahr später wurde sie außer Dienst gestellt. Am 09.Juli 1982 wurde sie für den Erhalt als Museumsstück bestimmt und vier Tage später nach Gardermoen geflogen. 13 weitere F-104 wurden an die USA zurückgegeben, welche diese wiederum an die Türkei übergab.


402 93+95 Mi-9
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