In der täglichen Hektik am Flughafen wird normalerweise nur nach vorn geschaut - ab und zu lohnt es sich aber auch, kurz einmal an die Airport-Historie zu denken: Am 8. Juli sind genau sieben Jahrzehnte seit der Eröffnung dieses Drehkreuzes des Luftverkehrs am heutigen Standort vergangen.
Eine Ju 52 der Lufthansa landete im Sommer 1936 als erste Maschine auf dem neuen Flughafen von Frankfurt am Main. Der frühere Platz am Rebstock war zu klein geworden und wegen der ihn umgebenden Bahndämme auch zu gefährlich. Schon Mitte der 20-er Jahre dachte man im Frankfurter Römer darüber nach, einen neuen Flughafen im Stadtwald zu bauen. Als Baugelände wurde ein Areal direkt an einer Kreuzung der damals projektierten ersten deutschen Autobahn Hamburg-Basel ausgesucht.
Zur Umsetzung der Pläne fehlte zunächst das Geld. Ende 1933 wurde dann aber der Bau von "Rhein-Main" beschlossen. Der Flug- und Luftschiffhafen unweit des Frankfurter Kreuzes umfasste ca. 300 ha.
Startbahnen hatte der Flughafen zuerst einmal nicht, dafür aber ein weites Rasenvorfeld. Lediglich der Bereich der Flugzeug-Abstellpositionen war befestigt. Am Ende des zweistöckigen Hauptgebäudes gab es ein Restaurant mit einem sehr beliebten Kaffeegarten. Sechs Stockwerke hoch war der weiße Kontrollturm als Wahrzeichen des Flughafens. Westlich davon stand ein eingeschossiger Bau mit ganzen zwölf Garagenplätzen, daneben ein Flugzeughangar.
Die Empfangshalle für Fluggäste maß rund 120 Quadratmeter. Im ersten vollen Betriebsjahr 1937 zählte man insgesamt 70.000 Passagiere - ungefähr die Hälfte dessen, was FRA heute an einem Durchschnittstag bewältigt.