| Geschrieben von Jan Koennig,
am 26-07-2006 21:05
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Veröffentlicht in : Spezial, Modellbau |
Die sowjetischen Ingenieure Borowkow und Florow schufen 1935 Ihr erstes Flugzeugprojekt ähnlich der I-16.
Die als I-207 bezeichnete Maschine flog 1939 erstmals und wurde in 4 Exemplaren gebaut.
Traditionell nehmen sich nur Hersteller von Resinmodellen solchen Exoten an. Hier ist es nun Omega Models aus Tschechien.
Der Resin Kit im kleinen Karton besticht schon beim ersten Hinsehen nicht gerade mit Bauteilvielfalt und Detailgenauigkeit.
Sicher sind einige Gravuren vorhanden aber die Ausformung der bespannten Ruder oder die Leitwerksansätze hätten weit detailgenauer dargestellt werden können.
Im Innenraum/Cockpit sieht es trotz einigen Fotoätzteilen nicht besser aus.
Unverständlich, warum beim Gerätebrett nicht mit Folien für die Armaturen gearbeitet wird. Ein Motor ist nicht zu sehen, die Auspuffstutzen fehlen. Navigationslichter werden vergessen.
Da das Fahrwerk analog der I-153 gebaut wurde, empfiehlt es sich, auch bei diesem Bausatz auf einen I-153 Bausatz als Ergänzung zurückzugreifen. Angesichts des stolzen Preises von weit über 50 EUR eine nochmalige heftige Investition. Positiv fällt dagegen die Bauanleitung auf, es sind maßstabsgetreue Risse und Innendetailzeichnungen vorhanden. Leider ist die Verspannung der Träger des Oberflügels falsch dargestellt bzw. ganz vergessen worden.
Mit der Farbgebung dagegen kommt der Modellbauer kaum klar.
Der (zweite) Prototyp war nachweislich grau über alles lackiert, die abgebildete grüne Maschine mit der gelben 2 (keine 2 im Decalsatz!) ist m.W. als Dritter Prototyp nicht bewiesen. Aber ich lass mich gern per Bildbeweis überzeugen.
Letztes Manko: Die Vaku Haube: Absolut (in meinem Falle) unbrauchbar, sie muss neu angefertigt werden.
Die letzten 3 Prototypen sind auch mit FAB-250 Bomben und Raketenzusatzantrieben getestet worden.
Omega bietet dazu eigene Bausatzvarianten an.
Ob das schnittige Modell dann mit torpedoähnlichen Bomben unter den Flächen gut aussieht - das muss jeder selbst entscheiden.
Kleiner Tipp: Bausatz von Amodel in 1/72 (auch noch, ja...) kaufen und diverse Details incl. Beplankungsstruktur abschauen!
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Titelbild Borowkow Florow I-207/3
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Rumpf- und Motordetails. Auf die Motorfront kommen lediglich zwei Fotoätzteile
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Tragflächen, Propeller, Innendetails und Fahrwerk
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Der Decalbogen ist wohl mehrfach verwendbar, so auch mit russischen Kokarden aus der Zarenzeit
bedruckt.
Schön zu sehen, die (aus AiW? kopierte) Zeichnung und die Fotoätzteile.
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Letztes Update : 26-07-2006 21:13
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