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Die Nachricht, dass das Flugzeugwerk Arsenjew nach fünf Jahren die
Erprobung des Kampfhubschraubers Ka-50 wiederaufgenommen hat, ließ die
Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang der Erprobung mit dem Zweisitzer
Ka-52 aufkommen.
(RIA Novosti). Die Nachricht, dass das Flugzeugwerk
Arsenjew (Pazifik-Region Primorje) nach fünf Jahren die Erprobung des
Kampfhubschraubers Ka-50 "Schwarzer Hai" wiederaufgenommen hat, ließ
die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang der Erprobung mit dem
zweisitzigen Kampfhubschrauber Ka-52 aufkommen, der ebenfalls aus der
Produktion des Konstruktionsbüros Kamow stammt.
Noch 1984, als die Hubschrauber W-80 (später Ka-50) und Mi-28 einem
Vergleichstest unterzogen wurden, konzipierte das Kamow-Büro ein
optisch-elektronisches Funkmesssystem für Aufklärung auf dem
Schlachtfeld. Dem Konzept nach sollte das System am neuen Hubschrauber
W-60 installiert werden. Doch die Auswirkungen der schweren Finanzkrise
von 1998 brachten das Projekt ins Wanken.
Angesichts dessen ließ Kamow-Generalkonstrukteur Sergej Michejew das
Aufklärungs- und Zielzuweisungssystem am Hubschrauber Ka-50 anbringen,
der zu jenem Zeitpunkt bereits im Werk in Arsenjew in Serie hergestellt
wurde. Dank ihrer Bewaffnung konnte dieses System nicht nur zu
Aufklärungszwecken genutzt werden, sondern auch zur selbständigen
Kampfführung, insbesondere bei Nacht und unter schweren
Wetterbedingungen. Für die Lenkung des optisch-elektronischen
Funkmesssystems war ein zweites Besatzungsmitglied notwendig. Sein Sitz
wurde nicht wie damals üblich hinter, sondern neben dem ersten Piloten
installiert, um der Crew das Zusammenwirken zu erleichtern.
Das erste Modell des zweisitzigen Aufklärungs- und
Angriffshubschraubers Ka-50 wurde im September 1994 vorgestellt. Da das
breite eckige Cockpit strömungsungünstig war und die Maschine zum
leichten Ziel für Radare machte, wies die Musterungskommission es
zurück und ließ ein neues Cockpit konstruieren. Die neue Konstruktion
wurde 1996 fertiggestellt, wonach Kamow mit der Montage der ersten
Ka-52 begann.
Als Grundlage diente der Serienhelikopter Ka-50. Bis November wurde die
Montage abgeschlossen. Die Maschine wurde gleichzeitig mit mehreren
Zielsuchsystemen ausgestattet, von denen dann das beste ausgewählt
werden sollte. In einer solchen Modifikation wurde die Ka-52, schwarz
lackiert und am 19. November 1996 erstmals der Öffentlichkeit
vorgestellt. Kurz davor hatte die Maschine den klangvollen Namen
"Alligator" erhalten.
Laut den Konstrukteuren entspricht der Ka-52 der Serienmaschine Ka-50
zu 85 Prozent. Der Hauptunterschied ist das zweisitzige Cockpit, in dem
die Piloten nebeneinander auf den Schleudersitzen sitzen. Erneuert
wurden auch die Armaturen. Die meisten mechanischen Anzeiger wurden
durch LCD-Anzeiger ersetzt. Die notwendigen Flug- und Zieldaten werden
auf der Frontscheibe angezeigt. Zur Navigation steht dem zweiten
Piloten ein optisches binokulares Periskop zur Verfügung, dessen Visier
sich in der kugelförmigen Windhaube unter dem Cockpit befindet.
Im Vergleich zum Ka-50 weist der zweisitzige Ka-52 etwa schwächere
Flugcharakteristiken auf. Nach der Ausstattung mit dem zweiten
Pilotensitz und den neuen Systemen stieg die Startmasse um 600 auf 10
400 kg, wobei die statische Gipfelhöhe von 4 000 auf 3 600 m und die
dynamische Gipfelhöhe von 5 500 auf 5 000 m sank. Künftig will das
Kamow-Büro den Alligator mit leistungsfähigeren Triebwerken WK-2500
(TW3-117WMA-SBS) aus der Gemeinschaftsproduktion des Sankt Petersburger
Werks Klimow und des ukrainischen Motor Sitsch mit einer Leistung von
bis 2 700 PS ausstatten.
Der erste Ka-52 wurde noch vor den Flugtests bei der Flugschau Aero
India 1996 in Bangalore präsentiert. Später wurde diese Maschine
mehrmals umgebaut und ist heutzutage die einzige zweisitzige
Modifikation in dieser Hubschrauberfamilie.
Die Maschine absolvierte bereits sämtliche Flugtests, nun wird seine
Ausrüstung erprobt. Das Werk Progress in Arsenjew ist jederzeit bereit,
mit Serienproduktion zu beginnen, und erwartet vom Staat den
entsprechenden Auftrag.
Letztes Update : 02-07-2007 21:39
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