Ein vorläufiges Abkommen über den Verkauf von fünf
Passagierflugzeugen des Typs Tupolew Tu-204 an Iran hat die
Leasinggesellschaft Iljuschin Finance Co. (IFC) letzten Sonnabend
geschlossen.
Im Unterschied zu den anderen IFC-Exportgeschäften
setzt der Vertrag mit Iran keine Staatsgarantien voraus, berichtet die
Tageszeitung "Wremja Nowostej" am Montag.
Nach
IFC-Generaldirektor Alexander Rubzow soll der Vertrag bis zum 15.
Dezember geschlossen werden. Die Lieferung ist für die erste
Jahreshälfte 2008 geplant.
Angesichts des Embargos über die
Lieferung amerikanischer Luftfahrttechnik ist Iran eines der wenigen
Staaten, wo russische bzw. sowjetische Zivilflugzeuge (hauptsächlich
Tu-154) weit verbreitet sind. Seit dem vorigen Jahr verhandelten
die Iraner nun über den Erwerb der moderneren Mittelstreckenmaschinen
des Typs Tu-204-100.
Wie Rubzow weiter mitteilte, soll das
Geschäft mit der Fluggesellschaft Iran Air Tour etwa 180 Millionen
Dollar wert sein. Das Geschäft sieht keine Exportgarantien des Staates
vor.
Für alle bisherigen Exportverträge brauchte IFC nämlich
Staatsgarantien. Es handelte sich dabei um den Export von Maschinen des
Typs Il-96-300 und Tu-204 an Kuba sowie um
Flugzeuglieferungen an Syrien und Simbabwe.
Die
Leasinggesellschaft IFC wurde 1999 gegründet. Sie arbeitet
hauptsächlich mit der Flugzeugbaufabrik Woronesch, die
Il-96-Maschinen herstellt, und mit dem Betrieb Aviastar-SP in
Uljanowsk (Tu-204) zusammen.
Seit 2001 beteiligt sich
das Unternehmen an einem staatlichen Programm zur Förderung des
russischen Flugzeugbaus. Im Zuge des Programms wurde das
Kontrollaktienpaket von IFC vom Staat bzw. von der staatlichen
Vnesheconombank gekauft.
(Quelle: RIA Novosti)
Letztes Update : 02-07-2007 21:41
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