Nach mehr als 20 Jahren wird das bekannte Tiefflugüberwachungssystem SKYGUARD außer Dienst gestellt. Auch in Zukunft werden in von Fluglärm betroffenen Gemeinden Informationsveranstaltungen der Luftwaffe angeboten.
Das Kölner Luftwaffenamt nimmt am 28. November 2006 sein neues System zur zentralen Flugüberwachung offiziell in Betrieb. Gleichzeitig wird das bisher nur lokal zur Tiefflugüberwachung verwendbare System SKYGUARD abgeschaltet.
SKYGUARD wurde 1983 auf Beschluss des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages als mobiles Tiefflugüberwachungssystem in die Bundeswehr eingeführt. Damit verbunden war der Auftrag an die Luftwaffe, die Einhaltung geltender Tiefflugbestimmungen zu überwachen und bei Verstößen Beweise zu sichern sowie durch Gespräche mit Bürgern und Politikern einen Konsens zum militärischen Flugbetrieb zu finden.
Aufgrund der bundesweiten Abdeckung mit Radarstationen ist die Erfüllung der ersten beiden Anforderungen inzwischen durch die neu geschaffene „Zentrale Flugüberwachung" von Köln-Wahn aus möglich. Um diese neuen Möglichkeiten den interessierten Bürgern und Politikern auch weiterhin vor Ort demonstrieren zu können, wird es in Zukunft das neue, nicht nur leistungsfähigere, sondern auch kostengünstigere System geben.