| Geschrieben von René Kurzenberg,
am 31-12-2006 21:55
|
Views : 4147  |
Veröffentlicht in : Airshows, 2006 |
Seite 1 von 8
Die Bundeswehr wurde zwar am 12.11.1956 gegründet, die Luftwaffe jedoch nahm ihren Dienst erst am 02.01.1956 mit 145 Freiwilligen in der Luftwaffenlehrkompanie in Nörvenich auf. Die ersten Dienststellen entstanden z.B. die Technischen Schulen der Luftwaffe 1-3, die Offiziersschule der Luftwaffe u.a.! Am 24.09.1956 übergab die US Air Force die ersten drei Trainingsflugzeuge an die Luftwaffe und Bundesverteidigungsminister Theodor Blank händigte die ersten zehn Militärflugzeugführerscheine und Tätigkeitsabzeichen. Übergeben wurden eine Piper L-18, eine North American T-6 und eine Lockheed T-33, die das eiserne Kreuz als nationales Erkennungszeichen bekommen hatten.
Mehr dazu in unserem Bericht vom Tag der offenen Tür in
Fürstenfeldbruck. Hier klicken!
Anlässlich des Jubiläums wurde auf dem Fliegerhorst Rostock-Laage am
19.08.2006 ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Der Fliegerhorst Laage
im Nordosten Deutschlands beherbergt das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“.
Der Bau des Flugplatzes begann bereits 1978 und 1984 wurde dort das
Jagdbomberfliegergeschwader 77 aufgestellt, 1985 zusätzlich das
Marinfliegergeschwader 28. Beide Geschwader setzten Flugzeuge vom Typ
Suchoi Su-22M4 ein. Mit der Wiedervereinigung am 03.10.1990 wurde der
Flugplatz an die Bundeswehr übergeben. 1992 wurde in Laage das JG75
gebildet, jedoch schon ein Jahr später wieder aufgelöst. Doch statt zu
resignieren begann der Standort sich auf seine Rolle als Heimat für das
JG73 vorzubereiten. Zunächst galt es die Infrastruktur des Platzes an
die Bedürfnisse anzupassen und auszubauen, denn schließlich sollten
hier je eine Staffel MiG-29 und F-4F Phantom aufgenommen werden. Die
MiG-29 des ehemaligen JG-3 der Luftstreitkräfte der NVA waren damals
noch in Preschen (Brandenburg) stationiert. Die Heimat der Phantoms
(JaboG35) lag in Pferdsfeld/BadSobernheim. Im letzten Quartal des
Jahres 1994 verlegten dann die MiG-29 nach Laage und bildeten dort die
1.Jagdstaffel des JG73. Die F-4F folgten im Juli 1997 und bildeten die
2.Jagdstaffel. Die Verleihung des Traditionsnamen „Steinhoff“ fand am
18.09.1997 statt. Die ebenfalls in Laage stationierte
Polizeihubschrauberstaffel Mecklenburg-Vorpommern wird inoffiziell als
3.Staffel des Verbandes bezeichnet. Der Flugplatz Laage wird darüber
hinaus von der zivilen Luftfahrt genutzt.
Die zweite Staffel wurde am 26.03.2002 außer Dienst gestellt. Am selben
Tag verließen die letzten zwei F-4F des Geschwaders den Flugplatz
Laage. Am 30.04.2004 jedoch meldete sich die zweite Jagdstaffel wieder
zurück. An diesem Tag wurde im Beisein von Dr. Peter Eickenboom,
Staatssekretär im BmVg und Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz,
Inspekteur der Luftwaffe offiziell der Flugbetrieb mit dem Eurofighter
bei der Luftwaffe aufgenommen und damit die 732 wieder zu neuem Leben
erweckt. Flogen sie für einige Monate noch mit 98er Nummern, weil nur
eine Vorläufige Verkehrszulassung (VVZ) existierte, werden seit dem
08.07.2004 die 30er Nummern getragen, nachdem die Musterzulassung
erteilt wurde.
Statt der in der Vergangenheit üblichen Einzelvorführungen der
Einsatzmuster der Luftwaffe, gab es diesmal ein Szenario zu sehen das
die Aufgaben und Leistungsfähigkeit der Luftwaffe demonstrierte. Ich
war anfangs auch skeptisch, aber die Zweifel wurden schnell zerstreut.
Due Übung trug den Titel "SNAP 06". Als Szenario wurde ein Bürgerkrieg
angenommen. Deutsche Staatsbürger sollten von einem Flugplatz evakuiert
werden. Dazu simulierten zwei Eurofighter des Jagdgeschwaders
73"Steinhoff" einen Luftkampf mit einer F-4F Phantom des JG71"R".
Tornado ECR des Jagdbombergeschwaders störten die Elektronik des
Gegners. Jagdbomber vom Typ Tornado IDS der JaboG31"B" und 33
bekämpften Bodenziele. Die Luftüberwachung übernahm eine E-3A AWACS,
weitere Aufklärungsaufgaben leisteten die RECCE Tornado des
Aufklärungsgeschwaders „Immelmann". Nach dem Absetzen von
Fallschirmjägern aus einer CH-53G des Heeres, wurden mit C-160 Transall
Truppen zur Befreiung der Staatsbürger abgesetzt. Feuerschutz leisteten
Soldaten aus zwei UH-1D bis zum erfolgreichen Abtransport der Menschen.
Den Abschluss bildete die Vorführung des Eurofighters, erstmals durch
einen Piloten der Luftwaffe. Das knapp zweistündige Programm, an dem 25
Maschinen beteiligt waren, bot ca. 100.000 Besuchern, unter den Augen
des Bundesministers der Verteidiung Jung, dem Inspekteur der Luftwaffe
General Stieglitz und zahlreichen Gästen befreundeter Luftwaffen,einen
eindrucksvollen und kurzweiligen Blick auf das Leistungsspektrum. Eine
klasse Vorstellung!
Während im Flugprogramm ausschliesslich Luftfahrzeuge der Bundeswehr
vertreten waren, gab es im Static Display jede Menge Gastmaschinen aus
dem Ausland zu sehen, darunter viele Sonderlackierungen! Die Bilder
gibt es größer in unserer Galerie. Hier klicken!
|
|
|
FA-94 F-16AM 31sqn in Tigerlackierung Belgian Air Component
|
|
|
|
ZJ924/QO-H Typhoon F.2 3sqn Royal Air Force
|
|
|
|
15211 Alphajet A Esq 103 Portugese Air Force
|
|
|
|
15227 Alphajet A Esq 103 Portugese Air Force in Lackierung der Asas de Portugal
|
|
|
|
T-431 T-17 FLSK RDAF
|
|
|
|
94-0110 F-16D 152 Filo Turkish Air Force
|
|
|
|
81-0992/SP A-10A 81st FS USAFE
|
|
|
|
84-0010/LN F-15C 493rd FS 48th FW USAFE
|
|
|
|
J-884 F-16BM 312sqn RNLAF
|
|
|
|
45+02 Tornado IDS JaboG31"B" Luftwaffe
|
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 7 8 Nächste > Ende >> Letztes Update : 13-09-2008 19:22
|