| Geschrieben von René Kurzenberg,
am 28-04-2007 20:57
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Views : 4481  |
Veröffentlicht in : Airshows, 2007 |
Heute fand am Flughafen Lahr der offizielle Roll-out der
Breitling Super Constellation L-1049 N73544 statt. Die Maschine der „Super
Constellation Flyers Association (SCFA)“ landete im Oktober 2006 in Lahr, wo
sie im Hangar B140 ihr Winterquartier bezog. Dort wurde sie von Techniker
gewartet und gründlich auf die Saison 2007 vorbereitet. Ca. 2800 Arbeitsstunden
waren nötig, um sie weiterhin fliegen zu können. Das verursacht nicht nur
immense Kosten, sondern ist noch mit anderen Problemen behaftet. So gibt es nur
noch wenige Techniker auf der Welt die mit der Super Conny vertraut sind. Auch
die Beschaffung von Ersatzteilen wird immer schwieriger.
Unter regen Publikumsinteresse wurde die Maschine heute
vorgestellt und eines der Triebwerke bei einem Standlauf in Aktion gezeigt.
Nach Abschluss aller Arbeiten werden im Mai die notwendigen Testflüge
durchgeführt.
 N73544 HB-RSC L-1049 Super Constellation
Heute fand am Flughafen Lahr der offizielle Roll-out der
Breitling Super Constellation L-1049 N73544 statt. Die Maschine der „Super
Constellation Flyers Association (SCFA)“ landete im Oktober 2006 in Lahr, wo
sie im Hangar B140 ihr Winterquartier bezog. Dort wurde sie von Techniker
gewartet und gründlich auf die Saison 2007 vorbereitet. Ca. 2800 Arbeitsstunden
waren nötig, um sie weiterhin fliegen zu können. Das verursacht nicht nur
immense Kosten, sondern ist noch mit anderen Problemen behaftet. So gibt es nur
noch wenige Techniker auf der Welt die mit der Super Conny vertraut sind. Auch
die Beschaffung von Ersatzteilen wird immer schwieriger.
Unter regen Publikumsinteresse wurde die Maschine heute
vorgestellt und eines der Triebwerke bei einem Standlauf in Aktion gezeigt.
Nach Abschluss aller Arbeiten werden im Mai die notwendigen Testflüge
durchgeführt.
Die L-1049
Die L-1049 ist eine Weiterentwicklung der Lockheed Aircraft
Corporation L-049 Constellation. Es handelte sich dabei um das erste kommerziell erfolgreiche
Verkehrsflugzeug der Welt das über eine Druckkabine verfügte und fähig war
nonstop zwischen New York und Los Angeles eingesetzt zu werden und auch für
Transatlantikflüge prädestiniert war. Durch den Eintritt der USA in den
2.Weltkrieg wurde aus dem zivilen ein militärisches Projekt. Die United States
Army Air Force gab der Constellation die Bezeichnung C-69 und bestellte 180
Stück. Erstflug des Prototyps war am 09.Januar 1943 und ab 1945 wurde die C-69
zwischen den USA und Europa eingesetzt. Zum Ende des Krieges war gerade mal
fünfzehn Stück ausgeliefert worden. Das Militär reduzierte seine Bestellung,
woraufhin Lockheed auf einer größeren Anzahl Maschinen/Teilen sitzen zu bleiben
drohten. Der Hersteller entschied die C-69 zu einer verbesserten Zivilversion
weiterzuentwickeln. Die L-049 wurde zu einem großen Erfolg. Lockheed erhöhte in
den folgenden Jahren Abfluggewicht, Kapazität und Reichweite bis hin zur als
L-1049 bezeichneten Super Constellation. 13.000Ps verteilt auf vier
Sternmotoren Erstflug: Juli 1951. Kunden der Super Conny waren u.a. Lufthansa,
Air France, Northwest, TWA, Varig, Avianca, Air India, Air Pakistan und Qantas.
Der danach entwickelten L-1649 Starliner war aufgrund der aufkommen Düsenflugzeuge
kein langer Erfolg vergönnt.
Die L-1049 N73544
Werksnummer: 4175
Gebaut in Burbank, USA
Erster Nutzer: Military Air Transport Service (MATS) ab
01.November 1956
1962 von
der US Air Force an die Mississippi Air National Guard (183rd Air Transport
Squadron) abgegeben.
Nächste
Station: 167th Aeromedical Transport Squadron West Virginia Air National
Guard
1972: Einlagerung in Davis Monthan Air Force Base Arizona,
USA
Kauf der Maschine durch Aviation Specialities und Umbau zum
Feuerlöschflugzeug in Falcon Field.
Zulassung als N73544.
1983: abgestellt auf dem Chandler Memorial Airfield,
Arizona, USA
1983: Kauf der Maschine von Daryoush Younesi fürWinky’s Fish
Company als Transporter von Thunfisch, wofür die Maschine jedoch nie genutzt
wurde.
15.Januar 1984: Überführung nach Camarillo
1991: Daryoush Younesi gründet die Constellation Historical
Society mit dem Ziel die Super Conny wieder in einen flugfähigen Zustand zu
bringen.
23.Juni 1994: Erfolgreicher Testflug nach der Restaurierung.
17.Dezember 2003: Leasing/Kauf-Vertrag mit Francisco Agullo
& Urs Morgenthaler für die SCFA.
26.April-08.Mai 2004: Überführung nach
Basel-Mulhouse-Freiburg bereits in den Farben des Hauptsponsors Breitling.
Seither wird das Flugzeug regelmäßig vorgeführt und geflogen.
Neben der N73544 gibt es nur noch ein fliegendes Exemplar in
Australien. In der Saison 2007 wird die Breitling Super Constellation jedoch
mit einer neuen Kennung an den Start gehen. Im Zuge der Arbeiten wird eine Zulassung im Schweizer
Luftfahrtregister angestrebt. Die neue Kennung HB-RSC ist bereits auf dem
Leitwerk angebracht. HB ist das Kennzeichen für die Schweiz, R steht für
historisches Luftfahrzeug und SC natürlich für Super Constellation.
Mitfliegen dürfen übrigens nur Mitglieder der SCFA. Nähere Informationen
zur Vereinigung, der Super Conny und allen damit verbundenen Aktivitäten gibt
es auf der Internetseite der Vereinigung: Superconstellation.ch
Mehr Bilder in höherer Auflösung in unserer Galerie: Hier klicken!
Mehr Informationen zur australischen Super Conny: Hier klicken!
 VH-EAG L-1049 Super Constellation in Australien
Video
Nachtrag vom 30.05.2007: Die Löschung aus dem US-amerikanischen
Register erfolgte am 29.05. und der Eintrag ins Schweizer Register
einen Tag später.
Letztes Update : 03-11-2007 21:05
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