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Frankreichs Luftstreitkräfte haben am Stützpunkt der
Hubschrauberstaffel 1/67 „Pyrénées“ im südwestfranzösischen Cazaux die
sechste EC725 abgenommen. Diese Maschine war gleichzeitig der
vierzehnte und letzte auszuliefernde Hubschrauber im Rahmen des
Auftrags der französischen Rüstungsbeschaffungsbehörde DGA über sechs
Helikopter für die Luftstreitkräfte und acht für die Fliegerkommandos
der Spezialeinheiten des französischen Heeres (DAOS).
Mit dieser Auslieferung kommt ein beispielhaftes Programm zum
Abschluss, in dessen Verlauf sich Frankreichs Teilstreitkräfte binnen
kürzester Zeit mit höchst leistungsstarkem Fluggerät ausgestattet haben.
Das Programm EC725 entstand ursprünglich aus einem Bedarf der
französischen Luftstreitkräfte an einem Spezialhubschrauber für
Gefechtsfeld-Rettungseinsätze (CSAR). Hierfür wurde 1996 anfangs das
Muster AS532 A2 Cougar ausgewählt. Nach gründlicher Erprobung empfahlen
die Luftstreitkräfte jedoch die Entwicklung eines noch moderneren
Hubschraubers auf der Grundlage der AS532 A2.
Dies war die Geburtsstunde der heutigen EC725, die im November 2000
ihren Erstflug absolvierte. Es war damals die technisch komplexeste
Maschine, die je im Hause Eurocopter entwickelt worden war. Der
Hubschrauber mit elf Tonnen Startmasse verfügt über eine bemerkenswerte
Treibstoff-Kapazität von 3.750 Litern und bietet somit eine Ausdauer
von fünfeinhalb Flugstunden – die sich durch die
Luftbetankungsfähigkeit der EC725 nochmals praktisch verdoppeln lässt.
Weitere Vorzüge der Maschine sind ihr gehärtetes Hauptgetriebe und ihr
neuer fünfblättriger Hauptrotor. Ferner kommt den Besatzungen eine für
Hubschrauber dieser Klasse beispiellos umfangreiche Ausrüstung zugute,
mit u.a. einem Vier-Achsen- Autopiloten, einer Optronik-Gondel mit
Infrarotkamera und Laser-Entfernungsmesser, einer Homing-Funktion mit
Notsignalabstrahlung, einer äußerst umfassenden Navigations- und
Kommunikationsausstattung und einem „Glass Cockpit“-Avionik mit sechs
großen Aktivmatrix- Mehrzweck-LCDs. Für eine optimale
Selbstschutz-Fähigkeit sorgen zwei MAG-58- Maschinenkanonen, eine
ausgiebig gepanzerte Kabine sowie ein integriertes Chaff-and- Flare-
und Frühwarn-System.
Am 10. Mai 2006, keine sechs Jahre nach dem Erstflug des Prototyps,
wurde die EC725 bei der Hubschrauberstaffel 1/67 „Pyrénées“ amtlich in
Dienst gestellt und erhielt dort den Namenszusatz „Caracal“. Schon bald
hatten die neuen Maschinen ihre ersten Einsätze, zuerst im Rahmen der
Operation „Baliste“, bei der im Sommer 2006 französische
Staatsangehörige aus dem Libanon ausgeflogen wurden, dann in
Afghanistan. Seit dem Jahresende 2006 sind zwei EC725 in Kabul
stationiert, wo sie den rund um Afghanistans Hauptstadt stationierten
Koalitionstruppen zur Verfügung stehen.
Dort sind die Maschinen rund um die Uhr einsatzbereit, um sanitäre
Evakuierungsflüge und Truppentransporte durchzuführen. In vier Monaten
haben sie in mehr als 300 Einsätzen über 300 Flugstunden geleistet,
ohne nennenswerte Störung und bei exzellenter Verfügbarkeit.
Quelle: eads.net
Letztes Update : 24-09-2007 00:06
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