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Seit dem 01.06.2007 fliegt die Besatzung von „Christoph 44“, dem in Göttingen
stationierten Rettungshubschrauber der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht
e.V.), mit einer neuen Maschine des Typs EC 135 zu ihren Einsätzen.
Die Crew wurde um 10:10 Uhr zu ihrem ersten Einsatz mit dem neuen
Hubschrauber, einem Inkubatoreinsatz alarmiert. Ein Neugeborenes musste
von einem Krankenhaus in Bad Heiligenstadt im Eichsfeld mit einem
speziellen Transportinkubator (Brutkasten) nach Göttingen transportiert
werden. Die DRF-Besatzung nahm an der Universitätsklinik Göttingen
einen Inkubator, einen Kinderarzt und eine
Kinderkrankenschwester an Bord und startete Richtung Heiligenstadt. Am
Zielkrankenhaus wurde der Säugling in der Kinderstation übernommen und
in den Inkubator umgelagert. Um 11:56 Uhr
landete der DRF-Rettungshubschrauber mit dem Säugling wieder an der
Universitätsklinik Göttingen. „Christoph 44“ wurde direkt danach zu
drei Folgeeinsätzen, einem Verkehrsunfall bei Nordheim und zwei
häuslichen Notfällen in Reckershausen sowie in Badenhausen alarmiert.
Hubschraubertyp BO 105 wurde abgelöst
Bisher wurde in Göttingen ein Hubschrauber des Typs BO 105
eingesetzt. Nach europäischer Luftfahrtgesetzgebung müssen bis Ende
2009 alle Hubschrauber dieses Typs BO 105 gegen Maschinen einer höheren
Leistungsklasse ausgetauscht werden. Deshalb ist seit heute ein
Hubschrauber des Typs EC 135 als „Christoph 44“ im Einsatz.
Vor der Überstellung der neuen Maschine absolvierten die in
Göttingen tätigen Piloten, die alle über langjährige Erfahrung in der
Luftrettung verfügen, eine spezielle Typenschulung für die EC 135, ein
so genanntes Type Rating.
Die EC 135
Die EC 135 ist durch ihre Bauweise und ihre leistungsstarken und
leisen Triebwerke zum Einsatz als Rettungshubschrauber optimal
geeignet. Im hochmodernen Hubschraubercockpit befindet sich unter
anderem ein Satelliten-Navigationssystem mit elektronischer
Kartendarstellung, das in der Notfallrettung das schnelle und
punktgenaue Auffinden von Einsatzorten ermöglicht. Eine Besonderheit
der EC 135 ist außerdem, dass die Patiententrage nicht nur durch die
Heck-, sondern auch durch die Seitentür in den Hubschrauber geladen
werden kann.
Weltweit gilt die EC 135 als modernster Hubschraubertyp für
Luftrettungseinsätze. Die DRF wirkte an der Entwicklung dieses
Hubschraubertyps beratend mit und stellte 1996 die weltweit ersten
beiden EC 135 in Dienst.
Das Luftrettungszentrum Göttingen
Der DRF-Rettungshubschrauber „Christoph 44“ wird bei Notfällen als
schneller Notarztzubringer alarmiert. Dazu ist der Hubschrauber täglich
von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit und mit
erfahrenen Piloten, Notärzten und Rettungsassistenten besetzt.
Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann „Christoph 44“ in maximal
15 Minuten erreichen. Sein Einsatzgebiet umfasst dabei die Landkreise
Göttingen, Northeim, Osterode/Harz und ihre Leitstellen. Zudem wird der
DRF-Rettungshubschrauber auch von den Leitstellen Kassel, Holzminden,
Höxter, Eichsfeld und Werra Meißner alarmiert. Darüber hinaus wird
„Christoph 44“ für den dringenden Patiententransport zwischen Kliniken
eingesetzt.
Quelle: drf.de
Letztes Update : 23-10-2007 22:42
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