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Flugzeuge auf Betonsockeln sind in
unseren Gefilden oft jahrezehntelang Wind und Wetter ausgesetzt.
Deshalb bedürfen sie von Zeit zu Zeit einer Renovierung. So
auch die F-86K vom Fliegerhorst Zell des JG74.
Die Maschine mit der Werknummer 55-4928
wurde bei FIAT in Turin gebaut. Beim zweiten Abnahmeflug wurde die
Zelle irreparabel beschädigt. Ursache war ein nicht korrekt
funktionierender Vorflügel. Daraufhin wurde der Jet
ausgesondert (Flugstunden insgesamt 3h20!) und verbrachte etliche
Jahre in Kisten verpackt in einem Depot der US Air Force in
Italien. 1968 erreichte die Kiste den Fliegerhorst
Fürstenfeldbruck, wo die Maschine zum ersten Mal auf einem
Betonsockel ausgestellt wurde. Doch die Reise der F-86K war noch
nicht vorbei. 1970 ging sie ans Heer (Pionierausbildungszentrum in
Kralling). 1985 wurde sie dann nach Neuburg geholt und nach der
Restaurierung mit der Kennung JD-119 auf einem Betonsockel
ausgestellt. Über zwanzig Jahre trotzte sie dort Wind und
Wetter. Dann nahmen sich Geschwaderangehörige der Sache an und
begannen die Maschine erneut zu restaurieren. Einige Teile
mußten per Hand neu gefertigt werden ehe der Jet am 21.06.07
erstmals in neuem Glanz der Öffentlichkeit präsentiert
werden konnte.
Die F-86 war der erste Jet des Verbandes. Das JG74 wurde mit dem
Waffensystem F-86K am 05.05.1961 in Dienst gestellt. Bereits drei
Jahre später konnte der Verband über 20.000 Flugstunden
auf dem Sabre genannten Muster vorweisen. 1964 kam die
Ablösung in Form des Starfighters. Zum Zeitpunkt unseres
Besuches (22.11.07) war die JD-119 noch nicht auf den Sockel
zurückgekehrt.
Last update : 15-12-2007 18:44
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