Am 20.03.2008 wurde der letzte Eurofighter
der Tranche 1 ausgeliefert. Es handelt sich dabei um die 30+42
(GT015), einen Doppelsitzer für die Luftwaffe. Damit sind 144
Eurofighter an die Partnerländer (Deutschland,
Großbritannien, Italien, Spanien) sowie Österreich
übergeben worden. Insgesamt wurden bisher über 34.000
Flugstunden erreicht. Maschinen der Tranche 2 werden ab Sommer 2008
ausgeliefert.
Der Flugplatz Rechlin/Lärz wurde als Einsatzflugplatz für das Erprobungszentrum Rechlin geschaffen.
Nach dem zweiten Weltkriege waren hier sowjetische Jagdbomberfliegerkräfte stationiert. Heute ist der Platz offen für die private Luftfahrt und an dessen Rand hat sich eine kleine Luftfahrtsammlung beheimatet.
Ich überlege immer noch, ob ich diese Sammlung als Museum bezeichnen sollte. Die Aufnahmen stammen aus dem Jahre 2004. Das Gelände war weder als Museumsgelände abgegrenzt, noch irgend jemand zu sehen.
Ein allerschönster Sommertag, die Tür stand nicht offen - niemand zu sehen.
Die Tür ist die Eingangstür zum Ausstellungsgebäude, dem ehemaligen Flugleitungsgebäude bis 1945. Es ist das einzigste noch stehende historische Gebäude auf dem ganzen Flugplatz, abgesehen von einigen Flugzeugdeckungen. So konnte ich den Innenraum nicht besichtigen.
Um das Gebäude herum sah es auch nicht nach Museum aus - meine Frau würde einen sofortigen Arbeitseinsatz mit allen Bekannten und Freunden anordnen...
Die Ausstellungsobjekte beschränkten sich damals auf:
heute sind noch zusätzlich ausgestellt:
F-104G, ex. 26+17 Luftwaffe
Fiat G-91R/3, ex 32+99 Luftwaffe als 35+99
Breguet Br.1150, ex. 61+05 Luftwaffe
Grund also, Rechlin/Lärz demnächst wieder einmal zu besuchen. Die magere Bildausbeute kann dann sicher gesteigert werden. Vielelicht ist auch der Ausstellungsraum geöffnet....
Drei Spitfire PR XI wurden 1947 von Großbritannien
gekauft und 1947 nach Norwegen geflogen. Am 09.August 1949 wurde die Nr 1
Fotorekognoseringsving (Photoaufklärungsstaffel) in Gardermoen aufgestellt. Die
drei Maschinen (A-ZA, A-ZB, A-ZC) wurden bis 26.März 1954 eingesetzt, als die
Einheit in Kjevik außer Dienst gestellt wurde.
Die PL979 des Museums wurde von Vickers Armstrongs
gebaut und am 17.Oktober 1944 an die Royal Air Force ausgeliefert. Am 31.Juli
1947 wurde die Maschine nach Norwegen geflogen und war als A-ZB zunächst bei
der 331skv im Einsatz. Am 04.August 1941 wurde die Spitfire bei einem
mißglückten Start beschädigt. Nach dem Start setzte der Motor aus, aber dem
Piloten gelang eine Bauchlandung. Die PL979 konnte repariert werden und
absolvierte am 25.März 1954 den letzten Einsatzflug einer Spitfire. Pilot war
Amund Klepp, der die Maschine später für 1 Krone kaufte!
Die Dienstzeit der Interstate Cadet bei den norwegischen
Streitkräften war kurz. Zwei in den USA lebende Norweger, Thor Solberg &
Peter Sivertsen, schenkten zwei Maschinen dieses Typ dem Trainingslager der
Norweger in Kanada in Toronto Island, wo diese im März 1942 eintrafen. Im
Frühjahr 1945 wurden die Maschinen zerlegt und nach Norwegen verschifft. Am
06.Juli 1946 wurden sie an den Norsk Aero Klubb abgegeben.
Ursprünglich 1941 als NC37360 zugelassen bekam sie nach
Übernahme durch die norwegischen Streitkräfte die 505. Nach der Übernahm durch
den Norsk Aero Klubb wurde die Cadet am 26.Juli 1946 als LN-DAV zugelassen. Am
14.April 1952 stürzte die Maschine ab, wurde eingelagert und am 15.März aus dem
norwegischen Luftfahrtregister gelöscht. Enthusiasten der Norsk Flyhistorik
Forening entdeckten die Maschine. Am 13.Mai 1970 ging die Maschine in den
Besitz dieser Vereinigung und wurde in fünf Jahren restauriert und 1985 der
Sammlung in Gardermoen geschenkt.