Zum Jahrestag des Beginns der Bauarbeiten für die neue Landebahn
Nordwest hat der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan
Schulte, eine positive Zwischenbilanz gezogen: "Die Baumaßnahmen
laufen ohne größere Probleme ab. Auch der Winter mit Schnee und Frost
hat bislang zu keinen ernsthaften Verzögerungen geführt." Am ehesten
ist noch der Erdbau von der Witterung betroffen, weil ein tragfähiger
Untergrund nur hergestellt werden kann, wenn er nicht gefroren ist.
"Aber das haben wir einkalkuliert. Wir wussten von Anfang an, dass wir
über zwei Winter bauen werden."
Seit dem 20. Januar 2009 – dem Tag, an dem mit den Rodungen auf der
Ausbaufläche begonnen wurde – seien bereits wichtige Bauabschnitte
erfolgreich bewältigt worden. "Dem Bau der eigentlichen Bahn gehen
viele flankierende Maßnahmen voraus, die der breiten Öffentlichkeit so
gar nicht bewusst sind", sagte Schulte. So werde seit März letzten
Jahres an dem Straßentunnel gearbeitet, der die neue Okrifteler Straße
aufnehmen und unter der Bahn hindurchführen wird. "Die frühzeitige
Fertigstellung des Tunnels ist unabdingbar für den weiteren
Bauverlauf", erklärte Schulte dazu. "Die eigentliche Landebahn kann
erst dann entstehen, wenn die Okrifteler Straße fertig und die
Tunneldecke geschlossen ist."
Um den 600 Meter langen Tunnel in einer so kurzen Zeit errichten zu
können, erfolge der Vortrieb von Norden und Süden gleichzeitig.
Parallel dazu würden die an den Tunnelenden sich anschließenden
Trogstrecken und Stützwände errichtet, wie Schulte weiter ausführte.
"Die neue Okrifteler Straße soll bis Ende diesen Jahres komplett
fertigstellt und für den Verkehr freigeben werden", sagte Schulte. "Wir
wissen, dass die Straße als Verbindung zum Flughafen für Pendler und
Anrainer von hoher Bedeutung ist."
Aktuell fokussierten sich die Baumaßnahmen vor allem auf die
Brückenbauwerke, die eine Anbindung der Landebahn an das eigentliche
Flughafengelände sicherstellten. Rund 400 Einzelelemente, jeweils bis
zu 32 Meter lang und 90 Tonnen schwer, gelte es für die zwei Rollwege
über die Autobahn 3, die ICE-Trasse und den Airportring zu verbauen.
Angesichts des bisher Erreichten blickt Fraport-Chef Schulte
optimistisch auf die nächsten Bauabschnitte: "Wir liegen voll im
Zeitplan." Aktuell seien jeden Tag rund 400 Menschen auf der
Großbaustelle zu Gange. "Wir planen nicht mehr, wir bauen! Ich bin
davon überzeugt, dass die neue Bahn mit dem Winterflugplan 2011/12 in
Betrieb gehen und einen entscheidenden Beitrag zur Verminderung
unserer Kapazitätsengpässe leisten wird", erklärte Schulte
abschließend.
Quelle: fraport.de
Letztes Update : 20-01-2010 18:11
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