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Hauptkampfpanzer T-64 BM2, 1/35, Skif 228

Zum Original:
Der T-64 BM2 ist bislang die letzte Entwicklungslinie des T-64, eines mittelschweren Panzers, der seit den 60ern in Dienst der Sowjetunion stand.
Frühe T-64 Modelle waren mit einer 100 mm Glattrohrkanone ausgerüstet, erste Änderungen "verpasstem" dem Panzer Schürzen.
Der T-64A wurde mit einer 125 mm Kanone verbessert, die zum T-64B noch mal geändert wurde.
Weitere Änderungen betrafen den Motor, Feuerleitsysteme, FlA Abwehr und Raketenabschussmöglichkeit. Beim T-64BW wurde erstmals eine reaktive Zusatzpanzerung verwendet.
T-64AK bezeichnet eine Kommandeursversion mit zusätzlichen Funkgeräten und Stromaggregaten.
In der Ukraine wurde Ende der 90iger Jahre die Version T-64BM2 gezeigt, eine Modifikation mit zusätzlicher Panzerung, neuer Ladeautomat 6EZ43, Feuerleitkomplex 9K119, Visier 1A43U / To1-KO1E und dem Zweitaktdieselmotor STDF-M mit 850 PS.

Von Skif gibt es mittlerweile die T-64 Versionen A, B, BW und AK. Letztes Modell ist der hier beschriebene BM2.

Grundsätzlich ist das bekannte gute Spritzgussmodell des T-64 B enthalten, zusätzlich Resin Teile für Panzerung und Fotoätzteile für Schürzen.

Die 5 Rahmen mit den Spritzgussteilen sind korrekt dargestellt, keine Fehlspritzungen, dünne Angüsse, kaum Sinkstellen.
Hier kann man nichts verkehrt machen. Die Resin Teilesind sehr sauber gegossen und uneingeschränkt zu verwenden. Gleiches gilt für die kleine Ätzteilplatine.
Als einer der wenigen (osteuropäischen) Hersteller liefert Skif eine tadellose Bauanleitung mit 10 Seiten Erklärung und Zeichnungen mit.
Auch gibt es die Bausatzvorstellung in Ukrainisch, Russisch, Deutsch und Englisch.
Hier gibt es nichts zu meckern und andere Hersteller sollten da einmal "abschauen".
Einzig die Decals sind nicht zu gebrauchen, enthalten Sie doch die "normalen" T-64 Decals mit z.B. russischen Markierungen.
Da es sich hier aber um ein rein ukrainisches Modell handelt, sind diese Decals unbrauchbar.
Die wenigen Bilder des T-64BM2 zeigen nur weisse taktischen Nummern, aber keinerlei Hoheitszeichen. Unklar ist (mir) auch ob der Panzer in die Truppe übernommen wurde.
Einige "Paradefahrten" in Kiew sollten das nicht beweisen.

Ein bei Kettenfahrzeugen leidiges Thema sind Ketten. Bei den Skif Modellen sind, wie hier, nur Gummiketten dabei.
Man kann geteilter Meinung sein, aber ich verwende diese generell nicht.
Eine Einzelgliederkette hat den Nachteil, dass Sie teuer und auswändig ist, aber die Vorteile der realitätsnahen Darstellung.
Die EZ-Kette kann durchhängen, sich biegen und lässt sich besser lackieren.
T-64 Einzelgliederketten gibt es von Skif selbst und Friul.

Weiter möchte ich auch hier das Thema Fotoätzteile ansprechen. Anders als im Bereich "Flugzeugmodellbau" halte ich im Fahrzeugmodellbau Fotoätzteile für unerlässlich. Es gibt an den Modellen sehr viel gerade Flächen mit Struktur, Ecken,  Kästen, Flächen, Gittern, Haken und Halterungen.
Genau dieses kann man mit Fotoätzteilen bestens darstellen!
Für den T-64 BM2 gibt es noch keinen Ätzteilsatz, aber man kann den T-64 Satz verwenden, sicher wird Eduard bald nachziehen.
Leider hat PART im Fahrzeugbereich kaum nachgelegt und ABER "verschmäht" die sowjetischen Modelle weitesgehend.

Letztlich möchte ich auch hier die gedrehten Geschützrohre erwähnen, die auch für den T-64 erhältlich sind (Model Point).
Sicher (finanziell) nicht jedermanns Sache, aber im Ergebnis nicht zu toppen!

Fazit: ein interessanter Bausatz eines aktuellen Panzers. Wer den Bausatz mit ein wenig Anstregung baut, wird Ihn sicher besser als das
"Titelmodell" des Skif Kastens hinbekommen, denn dieser sieht sehr einfach aus, der Bausatz gibt mehr her!         

t1.jpg

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