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MiG-3, 1/48, Flashback

Nein, man sollte sich nicht festlegen. Nicht auf einen Maßstab, nicht auf eine Epoche. Man wird sonst seine auferlegten Zwänge durchbrechen. Ich bau(t)e 1/72, meist Sowjetisch/Russisch, auch mal Deutsch. Nebenbei sammele ich auch 1/48. Das aber nicht bauen, nein viel zu groß. Bauen wir also jetzt mal eine MiG-3.
In 1/72 gibt es ja bisschen was, aber ehrlich, ist das nicht ein wenig klein? Man sieht ja wenig, schauen wir uns doch in 1/48 um. Da gibt es Classic Airframes/ Flashback und ICM Bausätze. Dazu Vaku und Resin, welche ich aber mal aussen vor lasse. Was also nehmen? Die Antwort liegt im Original.

Kurze MiG-3 Kunde:

Um Ende der 30iger Jahre mit der internationalen Entwicklung Schritt zu halten, mussten neue moderne Jäger her. Ein neues OKB entstand, geführt vom Mikojan und Gurewitsch. Ihr erster Entwurf, der zur Serienreife führte, ging als MiG-1 in Produktion, wurde aber bald als verbesserte MiG-3 weitergeführt. Insgesamt wurden 3322 Stück gefertigt.
Die MiG-3 war ein genialer Jäger in der Höhe und Geschwindigkeit, hatte aber Defizite in mittleren/unteren Höhen und der Bewaffnung.

Für den Modellbauer interessant, es gibt zwei unterschiedliche Varianten (früh und spät). Diese kann man Äußerlich an den Auspuffen, an der Abdeckung der Motors und der Länge des Vorderrumpfes unterscheiden. Das Classic Airframes Modell (auch in Flashback enthalten) zeigt die frühe Version, das ICM Modell die späte.

Mein Freund Massimo hat viele MiG-3 Bilder gesammelt und Profile erstellt. Da ich einen Flashback zur Hand hatte, habe ich mir die weisse 6/blaue 75 ausgesucht, in gruen/schwarzer Standardtarnung. Die Tarnung ist nicht ganz gesichert, aber man kann auch nicht das Gegenteil beweisen.

Der Bausatz, Short Run ausgeführt enthält ein schönes Resin Cockpit und kleine, sinnvolle Ätzteile. Leider sind die Decals unbrauchbar, da zu klein.
Der Zusammenbau gestaltet sich nicht als besonders schwierig, wenn man Spachtel und Schleifpapier reichlich an Bord hat. Lediglich der Landescheinwerfer wurde neu erstellt, Staurohr und Kanonen bestehen aus Kanülen. Die doppelt vorhandene Vaku Haube habe ich zur offenen Darstellung aufgeschnitten.

Lackiert wurde nach Schema mit Xtracolor: Hellblaugrau für die Unterseite Lichtgruen, Schwarzgrau mit Schwarz versetzt. Die Decals des Bausatzes finden in den Sternen Verwendung, die Ziffern sind selbst erstellt (weisses Decalpapier bzw. per Hand gemalt). Absichtlich wurde hier stark gealtert und betont, da es sich ja um eine Einsatzmaschine des Krieges handelt und nicht um ein Museumstück.

So entsteht aus einem schon selten gewordenem Bausatz eine schöne MiG - auf zur nächsten! (aber nur noch in 1/48!!)

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