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1.600 deutsche Soldaten üben in Eis und Schnee
Am 2. März beginnt in Norwegen die Einsatzphase der multinationalen Einsatzübung mit Namen „BATTLE GRIFFIN“. Für die Teilnehmer der Übung ist ein großer Teil Nordnorwegens jetzt „Krisengebiet“. In verschiedenen Szenarien muss sich eine 14 000 Mann starke multinationale Truppe bewähren.

1 600 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sind seit dem 21. Februar im Rahmen dieses simulierten Kriseneinsatzes nach Nordnorwegen verlegt worden. Während der Verlege- und Aufbauphase mussten die Teilnehmer unter widrigsten Klimabedingungen in kurzer Zeit alle Voraussetzungen für den Einsatz ihrer Waffensysteme schaffen. Die harten winterlichen Bedingungen machen diese Übung für Mensch und Material zu einer besonderen Herausforderung.

 

Große Herausforderungen

„Unser Ziel ist es, hier in Norwegen gemeinsam mit unseren Partnern unsere Fähigkeiten für eine schnelle Krisenreaktion unter erschwerten Bedingungen zu verbessern“, so Brigadegeneral Andris Freutel, der das Kommando über die deutschen Soldaten hat. Die Soldaten sollen auch für die Reaktionskräfte der NATO, die NATO Response Force (NRF), fit gemacht werden. Das realistische Szenario, in dem sich die Teilnehmer behaupten müssen, entspricht einem Einsatz auf der Basis eines UN-Mandates. Bereits seit Monaten haben sich zahlreiche Einheiten der Luftwaffe auf diese Großübung vorbereitet.
Beteiligung der Luftwaffe

Die Luftwaffe ist mit insgesamt 21 Flugzeugen vom Typ TORNADO aus dem Jagdbombergeschwader 31 "B" aus Kerpen/Nörvenich, dem Jagdbombergeschwader 32 aus Lechfeld, dem Jagdbombergeschwader 33 aus Büchel und dem Aufklärungsgeschwader 51 "I" aus Schleswig/Jagel beteiligt. Für die Verlegung und die notwendigen Transportleistungen sorgen Transportflugzeuge vom Typ C-160 Transall. Das Flugabwehrraketengeschwader 1 "Schleswig-Holstein" aus Husum hat etwa 600 Soldaten mit dem Flugabwehrraketensystem PATRIOT nach Norwegen entsandt. Das Heer stellt Hubschrauber vom Typ Bell UH1-D ab. Vervollständigt wird das deutsche Kontingent durch Einheiten des Einsatzführungsdienstes und des Objektschutzes. Die etwa 1 600 deutschen Soldatinnen und Soldaten sind in den Regionen um Bodoe und Oerland tätig.
Hintergründe

Bereits 1999 konnte die Bundeswehr an „Battle Griffin“ teilnehmen und sich von der Qualität dieser einzigartigen Übung überzeugen. Die Luftwaffe leitet als verantwortliche Teilstreitkraft den deutschen Beitrag zu dieser Übung, an der auch Heer, Streitkräftebasis und Sanitätsdienst der Bundeswehr beteiligt sind. Insgesamt 14.000 Soldaten aus 15 Nationen sind in Norwegen im Einsatz, um das Verlegen von Krisenreaktionskräften und den gemeinsamen Einsatz im gesamten Spektrum der Crisis Response Operations (Krisenreaktionsoperationen - CRO) unter Winterbedingungen zu üben.

Galerie

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