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Alarmrotte aus Neuburg steigt am Pfingstmontag auf

Nach Alarmierung durch den NATO-Gefechtsstand in Kalkar/Niederrhein um 18:34 Uhr starteten am Pfingstmontag (16. Mai 2005) zwei Kampflugzeuge vom Typ Phantom II F-4 F vom Jagdgeschwader 74 aus Neuburg/Donau. Der Auftrag der Besatzungen lautete, die Sichtidentifikation eines Luftfahrzeuges durchzuführen, mit dem kein Funkkontakt auf seinem Weg von Polen bis zum Einflug in den deutschen Luftraum hergestellt werden konnte. Nach der Annäherung der Abfangjäger gelang es den Besatzungen, das Flugzeug, das in ca. 6,5 Kilometer Höhe auf der gemäß Flugplan vorgesehenen Route flog, trotz der schlechten Wetterbedingungen zu identifizieren und per Zeichen Kontakt zum Piloten der zivilen Piper PA-46 aufzunehmen.

Die Alarmrotte erhielt anschließend den Auftrag, das Flugzeug nach Stuttgart zu begleiten. Aufgrund von Problemen mit dem Fahrwerk konnte das Luftfahrzeug erst beim vierten Versuch gegen 19:40 Uhr in Stuttgart landen. Die Alarmrotte der Luftwaffe, welche während der Landeversuche des zivilen Flugzeuges ständig präsent war, kehrte nach erfolgreicher Lan-dung der PIPER zum Heimatflugplatz zurück, wo sie gegen 20:00 Uhr landete.

Nach der Landung der Zivilmaschine ergab die Befragung des Piloten, dass er einen kompletten Stromausfall in der PIPER hatte. Neben dem Funk waren somit weitere Anlagen funktionsuntüchtig. Der Einsatz der Alarmrotte hat dem Piloten und seiner Begleiterin demnach wesentlich zu einer glücklichen Landung verholfen und Ihnen möglicherweise das Leben gerettet.

 

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) in Braunschweig hat eigenem Bekunden nach eine Störungsmeldung über den Vorfall erhalten und die Störung als "nicht schwer" eingestuft, so dass "keine weiteren Untersuchungen vorgenommen werden". Für weitere Anfragen die PIPER betreffend wird gebeten mit der BFU in Braunschweig (Tel.: 0531-3548-0) Kontakt aufzunehmen.

Für Fragen, die auf Untersuchungen bezüglich Strafttat- bzw. Ordnungstatbestände hinzielen, wird gebeten, mit der für den Flughafen Stuttgart zuständigen Bezirks- oder Landesregierung Kontakt aufzunehmen.

Quelle: luftwaffe.de

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