neueste Beiträge

  • Neues russisches Kampofflugzeug auf der MAKS

    Der russische ROSTEC Konzern wird auf der MAKS 2021 einen neues russisches Kampfflugzeug präsentieren. Mit der Frage "Wanna see me

    mehr...
  • Monino 2019

    Monino 2019

    Viele einleitende Worte zur Sammlung in Monino bei Moskau muss man nicht verlieren. Es ist bekannt, dass sich hier eines

    mehr...
  • MiGs in Achtubinsk

    MiGs in Achtubinsk

    Immer wenn ein Flugzeug in die militärische Nutzung in Russland und vormals in der Sowjetunion übernommen wird, findet eine ausführliche

    mehr...
  • Aviamuseum Kurgan

    Aviamuseum Kurgan

    Im Süden Russlands, kurz vor der Grenze zu Kasachstan liegt die Stadt Kurgan. Hier, in einem Zentrum der Schwermetallindustrie gibt

    mehr...
  • Tornados und Gripen

    Tornados und Gripen

    Um deutsche Tornados zu sehen gibt es Möglichkeiten. Aber nicht mehr ganz so viele. In zwei Geschwadern stationiert siehst Du

    mehr...
  • Eine Il-18 hat überlebt!

    Eine Il-18 hat überlebt!

    Ein seltenes Bild: eine neu lackierte und äusserlich komplette Il-18D ist in eine statische Ausstellung gegangen! Damit scheint eine weitere

    mehr...
  • Savastleyka Air Museum

    Savastleyka Air Museum

    Einen seltenen Einblick in die Geschichte der sowjetischen Abfängjägergeschichte bekommt man im Savastleyka Air Museum. Kein öffentliches Museum, eine Ausstellung

    mehr...
  • Tupolew ANT-35 / PS-35

    Tupolew ANT-35 / PS-35

    Von der Tupolew ANT-35, später PS-35 genannt, existieren kaum eine Handvoll Bilder. Durch Zufall sind wir an eine kleine Serie

    mehr...
  • 1

SiteNews

  • 1
Sinsheim. Die letzte Parkposition erhielt eine Canadair CL-215 auf Stelzen über dem Dach des Auto 6 Technik Museums Sinsheim. Sie wurde so montiert, dass sie wie im Sinkflug auf eine Wasseroberfläche zu steuert. Es handelt sich um ein Amphibien-Löschflugzeug, scherzhaft auch Wasserbomber genannt, obwohl es absolut friedlichen Zwecken diente.

 

Die Technischen Daten sind beachtlich. Das Flugzeug hat eine Spannweite von 28,60 Metern, eine Länge von 19,82 Metern und die stolze Höhe von 8,92 Metern. Zur Feuerbekämpfung trägt die CL-215 5.445 L Wasser oder Löschflüssigkeit in zwei Rumpftanks. Das Wasser kann aus einem in der Nähe gelegenen See oder Fluß durch zwei Öffnungen in der Rumpfunterseite aufgenommen werden, während das Flugzeug über die Wasseroberfläche fliegt.

Das zweimotorige Amphibien-Flugzeug ist durch Einfachheit, leichte Wartung und Verlässlichkeit gekennzeichnet. Rostfreies Material bietet Schutz vor Korrosion durch Salzwasser. Das Flugzeug hat einen einstufigen Bootsrumpf und feste Stützschwimmer kurz vor den Flügelspitzen. Das Dreibeinfahrwerk enthält ein doppeltes Bugrad und einzelne Haupträder, die in den Rumpf eingezogen bzw. flach gegen den Rumpf gelegt werden können, wenn es auf dem Wasser starten oder landen soll. Die Tragflächen des Hochdeckers und das Leitwerk sind aus einem Stück konstruiert. Die Motorgondeln sind ein integraler Teil der Flügelstruktur. Der Plan zur CL-215 wurde im Dezember 1963 bei einem Symposion zur Waldbrandbekämpfung im kanadischen Ottawa entworfen. Die Firma Canadair entwickelte das Flugzeug dessen Erstflug am 23. Oktober 1967 stattfand. Im Mai 1969 wurde Frankreich beliefert.

Weitere Maschinen gingen nach Algerien, Griechenland, Spanien, Thailand und Jugoslawien. Bald interessierten sich auch die Militärs für das robuste und vielseitige Amphibienflugzeug da es bei Such- und Rettungsaufgaben sowie als Mehrzweckmodell benutzt werden konnte. Spektakulär war der Einsatz dieses Flugzeugs bei Deutschlands größter Waldbrandkatastrophe im August 1975 in der Lüneburger Heide. 7418 Hektar Wald-, Moor- und Heideland wurden ein Raub der Flammen. 32.600 Personen aus Feuerwehr, THW, Bundeswehr, Bundesgrenzschutz, Forstverwaltung, Polizei, Sanitätsorganisationen usw. standen im Einsatz. 6 Feuerwehrmänner starben. Vom Mittelmeer kamen die französischen CL-215 „Wasserbomber“. Vom Steinhuder Meer schleppten sie tonnenweise das Löschwasser heran und warfen es in die Flammenherde. Das Flugzeug war zuletzt auf dem Flugplatz Marignane bei Marseille beheimatet und stand im Dienst der französischen „Protection Civile“ (Zivilschutz).

Dreißig Jahre lang flogen diese Flugzeuge unermüdlich Löscheinsätze gegen die hauptsächlich am Mittelmeer auftretenden oft verheerenden Waldbrände. Ca. 8 Tage dauerte der Transport von Marseille nach Sinsheim. Eine schwierige Angelegenheit, denn Tieflader dürfen in Frankreich nicht auf die Autobahn, sondern müssen auf der Route Nationale mit den unzähligen Kreisverkehren fahren. Jetzt ist der „Wasserbomber“ auf seinem luftigen Standort eine attraktive Ergänzung des Sinsheimer Flugzeugparks.

Quelle: technik-museum.de

Yesterday News

Heute vor 13 Jahren
Heute vor 74 Jahren

Galerie

20171122154209 Bfe529b4 2s
958
24.06.17
20181215204433 04a99a68 2s
724
29.07.18
20190101150449 1077e513 2s
857
07.09.18

Hier kannst Du JetJournal.net einmalig oder dauerhaft unterstützen.