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EADS Defence Electronics rüstet das europäische Transportflugzeug A400M mit ihrem neu entwickelten und auf modernster Infrarot-Technologie basierenden Flugkörperwarnsystem MIRAS aus. Wie die EADS am Mittwoch mitteilte, umfasst der Vertrag die Lieferung von 85 Flugkörperwarnsystemen ab 2010.

Das neue Produkt wird in Zusammenarbeit zwischen EADS Defence Electronics und Thales entwickelt. MIRAS basiert auf den modernen Superlattice-Infrarot-Detektoren, die von der in Heilbronn ansässigen AIM Infrarot-Module GmbH entwickelt wurden. Einige Arbeitspakete sollen im Rahmen von Unteraufträgen an das türkische Unternehmen Aselsan vergeben werden, da die Türkei ein wichtiger Partner im A400M-Programm ist.

MIRAS (Multi-Color Infra-Red Alerting Sensor) ist das weltweit erste Flugkörperwarnsystem, bei dem die Mehrfarben-Infrarot-Detektionstechnologie zum Einsatz kommt, mit deren Hilfe eine neuartige Kombination aus Entdeckungswahrscheinlichkeit, Detektionsreichweite und geringer Falschalarmrate erreicht wird. In der für den A400M vorgesehenen Konfiguration ist das System für Großraumflugzeuge (Missions-, Transport-, Tankflugzeuge) optimiert. EADS und Thales beabsichtigen jedoch ebenfalls seine weltweite Vermarktung für andere Plattformen, wie z.B. für die in großen Flughöhen operierenden Kampfflugzeuge.

 

„Mit dem Flugkörperwarner MIRAS verfügt der A400M nunmehr über das weltweit modernste Selbstschutzsystem, das die Einsatzwirksamkeit sowie die Sicherheit der Besatzung ganz entscheidend erhöht”, erklärte Bernhard Gerwert, CEO und President von EADS Defence Electronics. „MIRAS ergänzt die Produktpalette an luftgestützten Flugkörperwarnern von EADS Defence Electronics und ermöglicht uns die Erfüllung des gesamten Spektrums an aktuellen und zukünftigen Anforderungen unserer Kunden.“

Das Gesamtsystem für den Selbstschutz des A400M wird unter der Systemverantwortung von EADS Defence Electronics konzipiert. Es umfasst den Defensive Aids Computer, den Flugkörperwarner MIRAS (beides Entwicklungen von EADS Defence Electronics), den von Indra und EADS Defence Electronics gemeinsam produzierten Radarwarnempfänger ALR-400 sowie ein Chaff-/Flare-Ausstoßsystem. Der Auftrag beinhaltet die Ausrüstung von 85 der 180 im A400M-Startvertrag vorgesehenen Flugzeuge. Eine Erweiterung der Basisversion der Selbstschutz-Suite mit anderen Elementen, wie z.B. einem DIRCM (Directed Infrared Counter-Measure System), ist in einem zweiten Schritt vorgesehen.

Quelle: eads.net

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