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Der finnische Verteidigungsminister Seppo Kääriäinen besucht am Dienstag, 4. Oktober 2005, seinen schweizerischen Amtskollegen. Bundespräsident Samuel Schmid, Chef des Eidg. Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), wird den Gast in Aarberg BE mit militärischen Ehren empfangen. Vorgesehen sind Gespräche über aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Fragen und die bilaterale Zusammenarbeit. Beide Minister unterzeichnen eine Rahmenvereinbarung über die militärische Ausbildungszusammenarbeit der finnischen und schweizerischen Streitkräfte. Der Bundesrat hatte die Vereinbarung am 23. September 2005 genehmigt.

 

Nach dem Empfang mit militärischen Ehren im seeländischen Aarberg werden sich die beiden Delegationen über die Weiterentwicklung beider Streitkräfte unterhalten: strukturelle Veränderungen, Armeeaufträge, die Unterstützung ziviler Behörden, die Kooperation mit internationalen Sicherheitsorganisationen und die Teilnahme an friedensunterstützenden Einsätzen sowie verwaltungsinterne Strukturen für Krisenmanagement sowie die bilaterale Kooperation zwischen den Streitkräften und in der Rüstungsbeschaffung. Am Nachmittag ist der finnische Verteidigungsminister Gast der Schweizer Luftwaffe auf dem Luftwaffenstützpunkt Meiringen.

Zusammenarbeit weiter vertiefen

Zwischen der Schweiz und Finnland bestehen im Bereich der militärischen Ausbildungszusammenarbeit seit längerer Zeit gute Kontakte. Neben dem regelmässigen Ausbildungsaustausch von Offizieren findet vor allem auch in den Bereichen der Luftwaffe und der Friedensförderung (Militärbeobachter) eine regelmässige Zusammenarbeit statt. Zudem steht in Finnland - wie in der Schweiz auch - seit Jahren das Kampfflugzeug F/A 18 im Einsatz.

Ausgehend von diesen Bereichen wollen die Schweiz und Finnland die Ausbildungszusammenarbeit zwischen den beiden Armeen zu Land und in der Luft weiter verstärken.

Gemäss dem Prinzip "Sicherheit durch Kooperation" werden in dieser Vereinbarung folgende Bereiche mit grossem Nutzen für die Armee geregelt: Austausch von Informationen über die Ausbildung, gegenseitige Ausbildung von Kadern und Mannschaften, gegenseitige Entsendung von Kadern in Stäbe und an Truppenübungen, Bereitstellung militärischer Einrichtungen und Liegenschaften sowie die Ausbildung im Bereich der internationalen Friedensunterstützung.

Die finanziellen Aspekte der Ausbildungszusammenarbeit beruhen auf den Prinzipien der gegenseitigen Ausgewogenheit und der finanziellen Reziprozität. Für die Schweiz werden die entstehenden Kosten im Finanzplan und im Verteidigungsbudget absorbiert werden.

Quelle:
EIDG. DEPARTMENT FÜR VERTEIDIGUNG, BEVÖLKERUNGSSCHUTZ UND SPORT
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