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FRA/wds - Der Flughafen Frankfurt steht in Zukunft allein dem zivilen Luftverkehr zur Verfügung. Die US-Luftwaffe, die seit sechs Jahrzehnten den Südteil des Airports nutzt, schließt vertragsgemäß ihre dortige Air Base zum Jahresende.

 

Am 10.10.2005 fand im Südteil eine offizielle Abschiedsfeier mit geladenen Gästen statt. Die US Air Force wechselt - auch mit erheblicher finanzieller Unterstützung der Fraport AG - auf die andere Rheinseite und verstärkt ihre Präsenz auf den rheinland-pfälzischen Militärbasen Ramstein und Spangdahlem.

Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Wilhelm Bender, lobte die über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft am Flughafen Frankfurt; zum Verhältnis der bisherigen militärischen und zivilen Airportnutzer sagte er: "Von Besatzern über gute Nachbarn zu Freunden."

Bender erklärte, FRA stehe vor einer aufregenden neuen Epoche der Flughafengeschichte. "Verständliche Freude mischt sich mit ein wenig Nostalgie, vor allem aber Dankbarkeit wegen historischer Leistungen wie der Berliner Luftbrücke." Der Vorstandsvorsitzende fügte hinzu, die Amerikaner hätten und behielten ihren herausgehobenen Platz in der Airportchronik.

Die verbliebene Fläche, die die Air Force schrittweise bis zum Jahresende räumt, birgt enorme Wachstumschancen für den größten deutschen Flughafen. Bis etwa 2015 entsteht dort u. a. das Terminal 3. Auf einem zuvor schon freigegebenen Areal wuchs in den vergangenen Jahren bereits die CargoCity Süd.

Die Rhein-Main Air Base war für die amerikanische Luftwaffe seit 1945 ihr "Gateway to Europe". Eine erste Grundsatzvereinbarung zum Abzug des Militärs konnte aufgrund der veränderten weltpolitischen Lage nach Ende des Kalten Krieges erreicht werden. Ende 1993 unterzeichneten Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland, der US-Luftstreitkräfte in Europa und der Fraport-Vorgängergesellschaft FAG ein Abkommen, wonach zuerst einmal ca. 132 ha geräumt wurden.

An Baumaßnahmen für neue Infrastruktur der Air Force in Ramstein beteiligte sich die FAG damals mit fast 100 Millionen DM. 1999 wurde dann eine zweite Vereinbarung unterzeichnet, die die Rückgabe der restlichen Air Base-Fläche und der US-Wohnsiedlung Gateway Gardens regelte. Hieran beteiligten sich auch die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz. Das zweite Abkommen betraf gut 200 ha. Der Anteil der Fraport-Vorgängergesellschaft FAG an der Finanzierung neuer Anlagen und Gebäude der US-Luftwaffe in Ramstein und Spangdahlem lag hier bei insgesamt ca. 254 Millionen DM.

Quelle: eads.net

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