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Seit dem 21. April 2006 stellt die DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt die Luftrettung in Magdeburg sicher. Zum Einsatz kommt ein Rettungshubschrauber des Typs EC 135. Damit übernimmt die DRF die Aufgaben der Bundespolizei, die nach einer Entscheidung des Bundesministeriums des Innern den Standort abgegeben hat. Die gemeinnützige Organisation hatte im Rahmen eines europaweiten Auswahlverfahrens den Zuschlag für Magdeburg erhalten.

Zur feierlichen Stationsübergabe versammelten sich am 21. April der Minister für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt Gerry Klein, die DRF-Vizepräsidentin Nicole Steiger, der Leitende Polizeidirektor und Kommandeur der Bundespolizei-Fliegertruppe Gunther Carloff, der Leitende Hubschrauberarzt Dr. Christian Helmecke, der Leiter des Zentrums für Katastrophenmedizin im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Dr. Willi Marzi, und zahlreiche Gäste. Noch vor der offiziellen Verabschiedung der Bundespolizei wurde der neue „Christoph 36" um 7:44 Uhr zu seinem ersten Einsatz, einem internistischen Notfall, alarmiert. Bereits um 7:53 Uhr landete der DRF-Rettungshubschrauber am Einsatzort in Osterweddingen. Die medizinische Crew leistete die notärztliche Versorgung für eine 77-jährige Patientin.

Der DRF-Rettungshubschrauber in Magdeburg

Der am Städtischen Klinikum Magdeburg stationierte Rettungshubschrauber mit Funkrufnamen „Christoph 36" wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Dazu ist der Hubschrauber täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann „Christoph 36" in maximal 15 Minuten erreichen. Das Einsatzgebiet des Magdeburger Hubschraubers umfasst vor allem die Leitstellenbereiche Magdeburg, Ohrekreis, Schönebeck, Halberstadt, Bördekreis, Aschersleben und Jerichower Land.

Der neue „Christoph 36" gehört zur neuesten Hubschraubergeneration. Durch ihre Bauweise, ihre leistungsstarken und leisen Triebwerke ist die EC 135 zum Einsatz als Rettungshubschrauber optimal geeignet. Im hochmodernen Hubschraubercockpit befindet sich unter anderem ein Satelliten-Navigationssystem mit elektronischer Kartendarstellung, das in der Notfallrettung das schnelle und punktgenaue Auffinden von Einsatzorten ermöglicht. Eine Besonderheit der EC 135 ist außerdem, dass die Patientenbeladung nicht durch die Heck-, sondern auch durch die Seitentür möglich ist.

Am Luftrettungszentrum Magdeburg kommen nun Piloten der DRF zum Einsatz. Die Rettungsassistenten werden wie bisher vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Ohrekreis, und der Johanniter Unfallhilfe, Stadtverband Magdeburg/Schönebeck gestellt, die Notärzte rekrutieren sich weiterhin aus dem Städtischen Klinikum.

Hintergrundinformationen zur DRF

Die gemeinnützige Luftrettungsorganisation DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) ist seit über 30 Jahren in der Luftrettung aktiv und hat sich in den Bereichen Notfallrettung und Intensivtransporte internationale Kompetenz erworben. Seit ihrer Gründung hat die DRF mehr als 325.000 Einsätze geleistet. Zusammen mit Partnern in Deutschland, Österreich und Italien bildet die DRF heute die Luftrettungsallianz TEAM DRF. An 42 Luftrettungszentren stehen über 50 Hubschrauber für Notfalleinsätze und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken bereit - an acht Standorten sogar rund um die Uhr. Über die regionale Luftrettung hinaus setzt die DRF vier eigene Ambulanzflugzeuge für weltweite Patiententransporte ein. Koordiniert werden diese Auslandseinsätze durch die DRF-Alarm­zentrale in Filderstadt. Sie ist im Notfall rund um die Uhr erreichbar, Telefon: 0711-701070.

Regelmäßige Fortbildungen sowohl im fliegerischen wie im medizinischen Bereich sichern ein hohes Qualitätsniveau aller DRF-Einsatzkräfte. Alle Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber der DRF sind optimal ausgestattet, um Notfall- und Intensivpatienten am Einsatzort und während des Transportes medizinisch zu versorgen. Erfahrene Fluggerätemechaniker der DRF sorgen für einen hervorragenden technischen Zustand aller Einsatzhubschrauber und DRF-Ambulanzflugzeuge. Seit August 2004 ist die DRF als Gesamtorganisation nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.

Quelle: drf.de

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