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Der EADS-Geschäftsbereich Military Air Systems hat auf einem spanischen Militärflugplatz ein neuartiges Fluggerät für die Entwicklung künftiger einsatzreifer unbemannter Systeme (Unmanned Aerial Vehicles / UAVs) erstmals im Flug erprobt. Der in Fachkreisen unter dem Projektnamen „Barracuda" bekannte strahlgetriebene Demonstrator flog kürzlich während des rund zwanzigminütigen Fluges vollständig autonom auf einem vorprogrammierten Kurs und wurde von einer Bodenstation aus lediglich überwacht. Mit dem Flug wurde die erste Erprobungsphase, die auch umfangreiche Testreihen am Boden umfasste, erfolgreich abgeschlossen. Nach der Präsentation auf der Internationalen Luft- und Raumfahrt-Ausstellung (ILA) in Berlin werden die die Weiterentwicklung und die Erprobung fortgesetzt.

„Mit dem Erstflug unseres Technologie-Demonstrators für unbemannte militärische Hochleistungssysteme haben wir das Tor in einen der erfolgversprechendsten weltweiten Zukunftsmärkte unserer Branche weit aufgestoßen", sagte Dr. Stefan Zoller, bei EADS für Verteidigungs- und Sicherheitssysteme zuständiges Vorstandsmitglied. „Damit verfügen wir nun über eine weitere, leistungsfähigere Erprobungsplattform zur weiteren Entwicklung unserer technologischen Kernfähigkeiten auf diesem wichtigen Gebiet", so Zoller weiter.

Johann Heitzmann, im EADS-Verteidigungsbereich Leiter von Military Air Systems, betonte: „Wir haben mit der bisherigen Erprobung den Nachweis erbracht, einen Versuchsträger für künftige agile, autonome und netzwerkfähige unbemannte Einsatz-Systeme eigenständig entwickeln und testen zu können. Dies bringt uns unserem Ziel näher, signifikante Anteile am UAV-Markt erringen zu können, der in Zukunft an Bedeutung und Umsatzpotenzial deutlich zunehmen wird." Heitzmann weiter: „Das bislang von Military Air Systems in Deutschland und Spanien in rund drei Jahren konzipierte und zur Testreife gebrachte Versuchsgerät steht entsprechend unseren Vorstellungen allen an der Entwicklung und Produktion von UAVs für militärische und andere staatliche Aufgaben interessierten Partnern in Europa zur Verfügung."   

Der Technologie-Demonstrator ist überwiegend aus Eigenmitteln der EADS und Beiträgen der beteiligten Zulieferfirmen finanziert und an den EADS-Standorten Augsburg, Manching und Getafe/Spanien gefertigt worden. Zoller und Heitzmann nutzten den Abschluss der ersten Testphase, dem Projektteam um Dr. Peter Hunkel den Dank der EADS für einen „technologischen Durchbruch" auszusprechen.

UAV-Zukunftstechnologien schon heute startklar gemacht

Dr. Rolf Wirtz, der als Leiter des Bereichs Operations bei EADS Military Air Systems das Design und die Entwicklung des UAV-Demonstrators verantwortet, gab nach der jetzt beendeten Testreihe erste technische Details des EADS-Technologieträgers bekannt: „Das Experimentalgerät hat bei einer Länge von über acht Metern eine Spannweite von mehr als sieben Metern und ein maximales Abfluggewicht von gut drei Tonnen. Der von einer Pratt & Whitney Canada-Strahlturbine mit 14 Kilo-Newton Schubleistung angetriebene und autonom operierende Versuchsträger wurde während des Erstflugs von einer Bodenstation am Flugplatz San Javier lediglich hinsichtlich seiner Flugsicherheit überwacht."

Der Experimentalträger verfüge über eine Fülle von technologischen Finessen, auch wenn im Bereich der Basissysteme auf möglichst viele marktverfügbare Komponenten zurückgegriffen worden sei. „Die Struktur des unbemannten Fluggeräts besteht vollständig aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK) und wurde am Standort Augsburg auf der Basis eines neuen EADS-Patents gefertigt. Die ebenfalls aus dem Werkstoff CFK bestehenden Tragflächen stammen aus dem EADS-Werk Getafe bei Madrid. Mit Ausnahme des Fahrwerks handelt es sich hier um ein ‚elektrisches Fluggerät', das also im Gegensatz zu herkommlichen Flugzeugen ohne Hydraulik-Komponenten auskommt und statt dessen über elektromechanische Stellantriebe verfügt," so Wirtz.

Bei unbemannten Systemen sind ausfallsichere und störfeste Datenübertragung zwischen dem Fluggerät und der Bodenstation sowie eine zuverlässige Flugsteuerung und -regelung entscheidend. Dieser Forderung wurde unter anderem durch die Entwicklung und Integration einer Triplex-Flugsteuerungs- und Navigationsanlage Rechnung getragen. Als Technologie-Plattform ist der Demonstrator anwenderfreundlich ausgelegt, um unterschiedlichste Nutzlasten erproben zu können. Hierzu wurde das Avionik-System als offene und modulare Struktur entwickelt, was die Einbindung einer Vielzahl von Sensoren in das Trägersystem erleichtert. Zu diesen zählen nach derzeitiger Planung elektro-optische und Infrarot-Sensoren, Laser-Zielmarkierer, Detektoren für radiomagnetische Strahler (Emitter Locator System / ELS) und fortschrittliche Synthetic Aperture Radare/SAR, die nach dem Multi-Sensor-Prinzip in der Nutzlastbucht untergebracht werden. Überdies besteht aber auch die Möglichkeit, den Erprobungsträger für Bewaffnungstests auszurüsten.

Auch wenn es sich beim UAV-Experimentalträger nicht um ein seriennahes Produkt handelt, kann die EADS - allein oder gemeinsam mit europäischen Partnern - hier wesentliche Erkenntnisse für anwendungsreife UAV-Produkte der nächsten Generation sammeln. EADS Military Air Systems wird mit dem Demonstrator praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der Interoperabilität unbemannter Systeme innerhalb der „Vernetzten Operationsführung" nach neuesten NATO-Kriterien und beim autonomen Betrieb im Verbund mit anderen Mitteln und Systemen der Luftkriegsführung gewinnen. Auch für die Zulassung von UAVs im kontrollierten Luftraum sowie für die Schaffung „intelligenter UAVs", die beispielsweise autonom von der Überwachung eines vorgegebenen Gebiets in eine Aufklärungsrolle wechseln können, wird der Demonstrator Pionierarbeit leisten und somit Entscheidungshilfen für die militärischen Kunden liefern. Der Experimentalträger wird somit dazu beitragen, dass sich die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie auch bei diesen wichtigen Zukunfts-Technologien als ‚Global Player' behaupten kann.

Quelle: eads.net

Foto Copyright EADS

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