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Erfreuliche Nachrichten für die Aktionäre hatte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber auf der Hauptversammlung der Lufthansa in Köln. „Wir wachsen profitabel, wir sind flexibler und wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt." Das Unternehmen sei gut positioniert und bestens gerüstet für kommende Herausforderungen. „Lufthansa hat großes Zukunftspotential, der Bedarf an Mobilität wird weiter steigen", so Mayrhuber. Die solide Finanzbasis, eine starke Marke und hochmotivierte Mitarbeiter seien dabei beste Voraussetzung für weitere Erfolge. Der Lufthansa-Chef bekräftigte die Grundsätze der strategischen Ausrichtung: „Für uns hat der Gewinn Vorrang vor Umsatz und Marktanteilen. Wir sparen, um zu wachsen - nicht umgekehrt. Jeder gesparte Euro wird re-investiert: in attraktive Preise - zum Leidwesen unserer Mitbewerber, in innovative Produkte - zur Freude unserer Kunden und in die Dividende - zur Freude unserer Aktionäre."

Die Anteilseigner profitieren von der erfolgreichen Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. „50 Jahre Lufthansa, 50 Cent Dividende. Das ist eine außergewöhnliche Steigerung um 67 Prozent." Die Börse honoriere die Leistung des Konzerns, sagte Mayrhuber. „Der Aktienkurs geht endlich in die richtige Richtung. Das Vertrauen des Kapitalmarktes wollen wir weiter stärken. Unsere Aktie hat noch Potential nach oben."

Im Jahr 2005 hat Lufthansa den operativen Gewinn um mehr als 50 Prozent auf 577 Millionen Euro gesteigert. Zu dem Erfolg hätten alle Geschäftsfelder des Konzerns beigetragen, so Mayrhuber: „Alle haben im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn erzielt." Die Entwicklung von Thomas Cook und LSG Sky Chefs sei dabei besonders erfreulich gewesen. „Für beide war 2005 das Jahr des Turnarounds."

Der Vorstandschef zeigte sich für das laufende Geschäftsjahr optimistisch und bestätigte die Prognose, einen operativen Gewinn mindestens in Höhe des Vorjahres zu erzielen. Für das Jahr 2008 bekräftigte Mayrhuber das Ergebnisziel von einer Milliarde Euro. „Unsere Unternehmensgröße erfordert einen solchen Gewinn. Damit haben wir die nötige Flexibilität und Finanzkraft für weitergehende Investitionen, mit denen wir unsere Zukunft nachhaltig sichern können."

Wolfgang Mayrhuber machte deutlich, dass die Vollsortimenterstrategie erfolgreich sei. Mit 51,3 Millionen Passagieren hätte die Fluggesellschaft ihre Rekordzahlen aus dem Jahr 2004 erneut übertreffen können. Aber Lufthansa werde sich nicht auf dem Erfolg ausruhen. „Unsere Qualitäts- und Innovationsoffensive läuft weiter auf Hochtouren." Mit neuen, besseren und bequemeren Sitzen werte die Airline derzeit die Ausstattung der Kontinentalflotte deutlich auf. Das Zusammengehen mit SWISS habe sich bereits jetzt als gute Entscheidung erwiesen. „Die Synergieeffekte entwickeln sich schneller und umfangreicher als wir gedacht haben. Wir sind hochzufrieden. SWISS will in diesem Jahr den Break Even erreichen", so Mayrhuber. „Auch unsere Kunden schätzen den Schulterschluss".

Strategisch wichtig bleibe das Engagement in der Star Alliance. Im April habe man den offiziellen Beitritt von SWISS und South African Airways gefeiert. Mit Shanghai Airlines freue sich das weltgrößte Airline-Bündnis seit vergangener Woche zudem über einen neuen Partner in Fernost. „Wir werden unsere Position als führende Airline von und nach Asien ausbauen. Wir sind gut aufgestellt und haben starke Partner."

Mayrhuber forderte auf der Hauptversammlung verlässliche Rahmenbedingungen. Der Konzern leide besonders an der Genehmigungsbürokratie in Deutschland. „Der Luftverkehr wächst und wir wollen, dass dieses Wachstum mit uns und hier am Standort Deutschland stattfindet. Aber während wir Anhörungshallen bauen, entstehen in Dubai Großflughäfen." In Deutschland stieße Lufthansa immer wieder auf Investitionshürden und hausgemachte Wachstumsbremsen. „Es stimmt, Deutschland kann mehr", so der Vorstandsvorsitzende. „Wir brauchen weniger Bürokratie, dafür mehr Mut, mehr Weitblick, mehr Geschwindigkeit, mehr Veränderungsbereitschaft."

Als positives Beispiel für unbürokratische Zusammenarbeit von Politik und Industrie hob Mayrhuber das Gemeinschaftsprojekt von Rolls Royce und Lufthansa zur Triebwerksinstandhaltung in Thüringen hervor. „Von der Vertragsunterzeichnung bis zur Grundsteinlegung ist nur ein Jahr vergangen. Das ist sensationell, aber leider die Ausnahme. Das Land Thüringen und die Kommunen haben gezeigt, was in Deutschland möglich ist", sagte Mayrhuber. „Dort entstehen nun 500 wettbewerbsfähige Arbeitsplätze. Wenn das in Deutschland Schule machen würde, müsste man sich um die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Land keine Sorgen machen." Die Luftfahrt sei essentiell für die Volkswirtschaft. „Wir müssen die Luftfahrt fördern, wir dürfen sie nicht behindern. Wir brauchen einen Strukturwandel und eine moderne Haltung der Politiker in Brüssel und Berlin."

Mayrhuber sprach sich entschieden gegen weitere belastende Abgaben, wie die geplante Ticketabgabe zur Finanzierung der Entwicklungshilfe aus. Gerade die Luftfahrt gebe den ärmsten Ländern wichtige Impulse und selbst die Entwicklungsländer kritisierten diese Sondersteuer. „Neue Abgaben zur Füllung von Haushaltslöchern lehne ich ab. Jeder Euro, den der Staat kassiert, fehlt für Investitionen, fehlt für Arbeitsplätze. Wer wie Lufthansa ausbildet, einstellt und 70 Prozent seiner Arbeitsplätze in Deutschland hat, obwohl nur 35 Prozent der Kunden aus Deutschland kommen, den sollte man nicht überstrapazieren."

Für Lufthansa bleibe wichtig, schnell auf Veränderungen und Herausforderungen reagieren zu können. „Wir bringen hierfür die nötige Erfahrung mit und wir sind flexibel", betonte Mayrhuber. Neue Strecken, neue Frequenzen, Partnerschaften oder auch Zukäufe wie bei Fraport oder SWISS - Lufthansa habe gelernt, diese Werkzeuge gezielt einzusetzen. Der Kurs sei klar. „Lufthansa bleibt auf Erfolgskurs. Wir wollen profitabel wachsen."

Quelle: Deutsche Lufthansa AG
Konzernkommunikation

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