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Der am Flughafen Mannheim stationierte Hubschrauber der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) „Christoph 53" hat am 01. Juli, dem 20. Geburtstag des Luftrettungszentrums, seinen 10.000sten Einsatz absolviert.

Am 1. Juli wurde die Besatzung von „Christoph 53" von der neuen Leitstelle Rhein-Neckar zu einem Notfall nach Schriesheim an der Bergstrasse gerufen. Eine Frau war auf ihrem Grundstück mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Die DRF-Besatzung war schon sechs Minuten nach Eingang des Notrufes vor Ort. Der Notarzt stellte neben multiplen Rippenbrüchen und einem Schädel-Hirn-Trauma einen Hämatopneumothorax fest, das heißt eine Luft- und Flüssigkeitsansammlung zwischen Brustkorb und Lunge. Hierdurch entsteht Druck auf die Lunge, die in der Folge zusammenfällt - eine lebensbedrohliche Verletzung. Notarzt und Rettungsassistent legten eine Thoraxdrainage, um Luft und Flüssigkeit zu entfernen und die Lunge so zu entlasten. Die Patientin wurde nach der notfallmedizinischen Behandlung in die Heidelberger Uniklinik gebracht. Ohne die schnelle Hilfe der DRF-Besatzung wäre ihre Überlebenschance nur sehr gering gewesen.

20 Jahre DRF-Luftrettungszentrum in Mannheim

Seit 20 Jahren gibt es das DRF-Luftrettungszentrum am Flughafen Mannheim mittlerweile. Am 1. Juli 1986 transportierte die Besatzung im ersten Einsatz von „Christoph 53" ein zu früh geborenes kleines Mädchen schnell und schonend im Inkubator vom Vinzentius-Krankenhaus in Landau in der Pfalz in die Universitätskinderklinik in Heidelberg. Stationsleiter und Pilot Franz Becker ist seit der ersten Stunde dabei und noch heute fasziniert von der Rettungsfliegerei: „Was mich an meiner Arbeit für die DRF begeistert ist Menschen in Not schnell helfen zu können. Das Wissen, Leben gerettet und Gesundheit bewahrt zu haben, ist eine enorme Bereicherung."

Eine Feier zum 20. Jubiläum des Mannheimer Luftrettungszentrums wird Ende Oktober stattfinden.

Vom Intensiv- zum Dual-Use-Hubschrauber

An den Start ging „Christoph 53", der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt ist, als Intensivtransporthubschrauber. Das heißt, dass er in erster Linie für den dringenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt wurde. Im Sommer 2005 hat das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Soziales jedoch die Aufgaben aller Intensivtransporthubschrauber in Baden-Württemberg erweitert. Früher wurden Intensivtransporthubschrauber nur dann für Notfalleinsätze angefordert, wenn der nächstgelegene Rettungshubschrauber schon im Einsatz war. Seit 2005 kann die zuständige Leitstelle den Hubschrauber direkt anfordern, wenn er das notarztbesetzte Rettungsmittel ist, das den Notfallort am schnellsten erreicht.

Seit Mitte Mai 2006 wird „Christoph 53" zudem über die neue Rettungsleitstelle Rhein-Neckar alarmiert. Die gesamte Region zwischen Mannheim im Westen, Heilbronn und Buchen im Odenwald im Osten sowie Pfungstadt im Norden und dem Autobahnkreuz Walldorf im Süden profitiert von der neuen Regelung. So erreicht „Christoph 53" einen Einsatzort in Neckargemünd zum Beispiel innerhalb von ca. 6 Flugminuten, einen Einsatzort in Sinsheim innerhalb von ca. 9 Flugminuten. Die bisherige Anflugzeit von Ludwigshafen aus („Christoph 5") beträgt nach Neckargemünd ca. 9 Minuten, nach Sinsheim 13 Minuten. Wie sinnvoll die neuen Einsatzprinzipien sind, zeigen die steigenden Einsatzzahlen: Im April war „Christoph 53" 63-mal unterwegs, im Mai schon 98-mal. Im Juni wird die Mannheimer DRF-Crew voraussichtlich rund 130 Mal zu Rettungseinsätzen starten.

Das Team

Die Besatzung des Mannheimer DRF-Luftrettungszentrums besteht aus drei Piloten, sieben Rettungsassistenten und 20 Notärzten. Die für die DRF tätigen Notärzte sind erfahrene Notfallmediziner überwiegend aus dem Bereich Anästhesie, die, ebenso wie die Rettungsassistenten, langjährige Erfahrung im bodengebundenen Rettungsdienst haben. Die Piloten verfügen über hohes fliegerisches Können. Bevor sie in der Luftrettung arbeiten dürfen, müssen sie umfangreiche Flugerfahrung erwerben. In regelmäßigen Sicherheitstrainings schulen sie ihre Kenntnisse.

Quelle: drf.de

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