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Der Münchner Flughafen bleibt im Steigflug: Auch im ersten Halbjahr 2006 setzte sich die dynamische Verkehrsentwicklung unvermindert fort. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden im gewerblichen Luftverkehr über 14,5 Millionen Fluggäste registriert, rund eine Million mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Mit einer Wachstumsrate von 7,7 Prozent liegen wir deutlich über dem Branchendurchschnitt, der derzeit an den deutschen bzw. europäischen Flughäfen erzielt wird", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, Dr. Michael Kerkloh, bei der Halbjahres-Bilanz im Münchner Presseclub.

Die Anzahl der Starts und Landungen stieg um rund drei Prozent auf die neue Höchstmarke von knapp 194.000 Flugbewegungen. Auch bei der Luftfracht wurden im ersten Halbjahr wieder Zuwächse erzielt: 106.000 Tonnen geflogene Fracht bedeuten eine Steigerung von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besonders stark hat der Fernreiseverkehr von und nach München zugelegt. Im ersten Halbjahr wuchs das Passagieraufkommen auf den Langstrecken um rund 11 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein überproportionales Wachstum wurde hier auf den Strecken nach Indien (rund 100 Prozent) und nach China (plus 35 Prozent) verzeichnet. "Der Interkontinentalverkehr, den wir dank der Drehscheibenfunktion des Münchner Flughafens generieren, bleibt also der wichtigste Wachstumstreiber für die Gesamtentwicklung", resümierte Flughafenchef Kerkloh. Mittlerweile werden von der bayerischen Drehscheibe aus insgesamt 196 Flüge pro Woche zu 46 Langstreckenzielen in 25 Ländern angeboten. Dieser exzellenten Anbindung an das weltumspannende Luftverkehrsnetz sichert dem süddeutschen Wirtschaftsraum einen nachhaltigen Standortvorteil im globalen Wettbewerb der Regionen.

Auch beim sogenannten Low-Cost-Verkehr wurden am Flughafen München wieder Zuwächse registriert. Der Anstieg beim Passagieraufkommen in Höhe von 30 Prozent beruht insbesondere auf der Aufnahme von insgesamt 12 europäischen Städteverbindungen durch die Fluggesellschaft Condor sowie der Ausweitung des Flugangebotes bei Hapag-Lloyd Express. Rund 15 Prozent aller Fluggäste am Flughafen München reisen mittlerweile mit einer Niedrigpreisgesellschaft. Insgesamt starten in München bereits zwölf Low-Cost-Airlines zu 41 innerdeutschen und europäischen Zielen.

Ausgebaut hat der Münchner Flughafen auch seine Position als Gateway für Flüge nach Osteuropa. 1,1 Millionen Reisende nutzten im ersten Halbjahr den Airport als Sprungbrett von und nach Osteuropa. Dies sind 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Am stärksten entwickelte sich der Verkehr mit den GUS-Staaten (plus 39 Prozent), insbesondere hier mit der Ukraine.

Die stetig steigende Passagiernachfrage hat auch zu einer verbesserten Auslastung bei den in München verkehrenden Flugzeugen geführt. Erstmals übersprang der Sitzladefaktor in einem ersten Halbjahr die 70-Prozent-Marke. Er stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 70,6 Prozent. Überdies gehen die Airlines mehr und mehr dazu über, den Flughafen München mit größeren Flugzeugen anzusteuern - das Durchschnittsgewicht pro Flugzeug stieg um vier Prozent.


Für die positive Frachtentwicklung am Münchner Flughafen waren im ersten Halbjahr insbesondere die zahlreichen Frequenzerhöhungen im Asien- und Amerikaverkehr ausschlaggebend. Ein weiterer wichtiger Wachstumsimpuls kam von den am Münchner Flughafen operierenden Expressdiensten. DHL, FedEx und TNT legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu. UPS konnte sein Aufkommen sogar verdoppeln. Der größte Anteil der geflogenen Luftfracht wird an Bayerns Luftverkehrsdrehkreuz auch weiterhin als Beiladefracht auf Passagiermaschinen befördert. Im März 2006 wurde mit rund 19.238 Tonnen Luftfrachtumschlag ein neuer Monatsrekord erzielt.

Quelle: munich-airport.de

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