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Lufthansa setzt ihren Erfolgskurs fort und hat den Gewinn in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich gesteigert. Der Konzern verbesserte das operative Ergebnis um 44 Millionen Euro auf 297 Millionen Euro. Der Konzerngewinn wird nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahreszeitraum mit 85 Millionen Euro ausgewiesen.

Der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende, Wolfgang Mayrhuber, sagte zur Vorlage der Halbjahreszahlen: „Unsere Strategie geht auf und wir machen unsere Hausaufgaben. Das zahlt sich aus. Wir liegen mit unserem Ergebnis voll im Plan." Vor allem das zweite Quartal des Jahres verlief für den Konzern sehr erfreulich. Der operative Gewinn für diesen Zeitraum wurde um 93 Millionen Euro auf 372 Millionen Euro gesteigert. Für das Gesamtjahr ist der Lufthansa-Vorstand weiter optimistisch und erwartet nun eine Verbesserung des Vorjahresergebnisses. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern einen Gewinn von 577 Millionen Euro erzielt.

„Wir sehen Fortschritte und Potentiale in allen Geschäftsfeldern", bekräftigte Mayrhuber. Es sei aber besonders wichtig, dass gerade im zentralen Geschäftsfeld, der Passagierbeförderung, ein gutes Ergebnis erzielt wurde. „Bei den hohen Ölpreisen den Gewinn um fast 40 Millionen Euro zu steigern, zeigt die Stärke der Lufthansa", sagte der Vorstandsvorsitzende. „Unsere Kunden fliegen auf Lufthansa. Sie schätzen unsere Qualität, die Professionalität und das maßgeschneiderte Angebot, das Lufthansa ihnen bietet." Dem Unternehmen gelang es so die Durchschnittserlöse in allen Verkehrsgebieten zu steigern. „Mit unserem marktgerechten Ausbau des Angebotes lagen wir richtig."

Mayrhuber betonte, dass es Lufthansa gelungen sei zu Sparen und gleichzeitig Qualität und Service auf hohem Niveau weiter zu entwickeln. „Wir sparen an der richtigen Stelle, nämlich bei uns und mit unseren Partnern. Wir sparen nicht am Kunden, wir investieren für ihn. Die Kundenzufriedenheit ist weiter auf hohem Niveau. Gerade unsere Premiumprodukte in der Business- und First Class, der Lufthansa Private Jet Service aber auch die höchst attraktiven Economy Preise wie „Better Fly" werden begeistert angenommen."

Alle Geschäftsfelder haben im ersten Halbjahr mit operativen Gewinnen zu dem Erfolg beigetragen. Sehr zufrieden zeigte sich Mayrhuber mit der Integration der Swiss in den Lufthansa Konzern. Swiss sei in die Gewinnzone zurückgekehrt und werde den Erfolgskurs fortsetzen.

Der Aktionsplan, der bislang Einsparungen von einer Milliarde Euro gesichert hat, werde unverändert fortgeführt, machte der Vorstandschef deutlich. „Unser Ziel sind 1,2 Milliarden Euro bis zum Ende dieses Jahres und das werden wir auch erreichen." Sparen sei heute eine Daueraufgabe und der Druck, die Kosten zu senken, bleibe angesichts der hohen Ölpreise und der weiterhin starken Konkurrenz unverändert. „Wir werden uns nicht zurücklehnen sondern weiter nach Möglichkeiten suchen, die Erlöse zu steigern und die Kosten zu senken. Nur so schaffen wir Perspektiven für Mitarbeiter und Aktionäre. Nur so können wir für unsere Kunden investieren."

Das 1. Halbjahr 2006 in Zahlen

Der Lufthansa-Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres Umsatzerlöse von 9,6 Milliarden Euro, ein Plus von 14,2 Prozent. Wie bei allen anderen Zahlen, ist die Vergleichbarkeit des Wertes durch die erstmalige Konsolidierung der Eurowings-Gruppe nur eingeschränkt möglich. Die Verkehrserlöse der Fluggesellschaften stiegen allerdings auch durch die höhere Passagierzahl und gestiegene Durchschnittserlöse um 13,9 Pro-zent auf 7,4 Milliarden Euro.

Die Steigerung des betrieblichen Aufwandes blieb mit 12,5 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro unter dem Umsatzwachstum. Neben dem ausgeweiteten Konsolidierungskreis führte vor allem der hohe Ölpreis zu einem Anstieg. Die Fluggesellschaften des Konzerns gaben in den ersten sechs Monaten des Jahres 1,6 Milliarden Euro für Treibstoff aus. Dies sind 516 Millionen Euro bzw. 46,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Nach dem ersten Halbjahr weist Lufthansa einen operativen Gewinn von 297 Millionen Euro aus, ein Anstieg um 44 Millionen Euro. Ein um 100 Millionen Euro verbessertes Finanzergebnis ließ den Konzerngewinn auf 85 Millionen Euro steigen. Im Finanzergebnis spiegelt sich vor allem ein gutes Beteiligungsergebnis wider: die Swiss steuerte einen positiven Ergebnisbeitrag zum Konzerngewinn bei, Thomas Cook verbesserte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum das Ergebnis. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte Lufthansa ein ausgeglichenes Konzernergebnis erzielt.

Der Konzern investierte im Berichtszeitraum 876 Millionen Euro, davon 267 Millionen Euro in Flugzeuge. Der operative Cash Flow betrug 697 Millionen Euro. Zum 30. Juni 2006 wies Lufthansa eine Nettokreditverschuldung von 101 Millionen Euro aus.

Quelle: Deutsche Lufthansa AG Konzernkommunikation

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