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Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat heute für den Flughafen Dresden eine der größten und anspruchsvollsten Baumaßnahmen in seiner 71-jährigen Geschichte begonnen: die Sanierung und Verlängerung der Start- und Landebahn (SLB). Parallel zur heutigen SLB entsteht bis September 2007 eine neue, 2.850 Meter lange Piste aus hochfestem Beton. Der Flughafen Dresden ist der erste europäische Airport, der seine Start- und Landebahn bei laufendem Betrieb neu baut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 52 Millionen Euro.Am ersten Spatenstich nahmen rund 300 hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft teil, darunter der Stellvertretende Ministerpräsident Sachsens und Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk, und Dr. Hans-Joachim Gottschalk, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt.Thomas Jurk, Stellvertretender Ministerpräsident Sachsens und Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit: »Mit der neuen 2.850 Meter langen Start- und Landebahn wird der Flughafen Dresden für den Mittelstreckenverkehr noch attraktiver. Die durch die jährlich wiederkehrenden hohen Instandhaltungskosten unvermeidbare Erneuerung mit einer Verlängerung zu verbinden, ist eine vernünftige Entscheidung. Flüge in die bevorzugten Urlaubsgebiete können dann wirtschaftlicher und damit kostengünstiger angeboten werden. Profitieren werden auch die am Flughafen Dresden ansässigen Unternehmen wie beispielsweise die EADS Elbe Flugzeugwerke. Ihr Aufgabenspektrum und ihre Auftragschancen werden erweitert. Das sichert und schafft anspruchsvolle Arbeitsplätze und stärkt den Wirtschaftsstandort Dresden.«Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer Flughafen Dresden GmbH: »Durch die Baumaßnahme machen wir den Flughafen der sächsischen Landeshauptstadt operativ und strategisch zukunftsfähig. Zum einen können wir damit demnächst gewährleisten, dass die Urlaubsziele bei allen Witterungsbedingungen ohne Einschränkungen bei Passagieren und Gepäck angeflogen werden können. Zum anderen begleiten wir die am Flughafen Dresden ansässige Luftfahrtindustrie langfristig bei ihren Zukunftsplänen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Flughafen Dresden komplett erneuert sein. Unsere Infrastruktur hat dann das, was ein moderner und effizienter Flughafen im Wettbewerb benötigt: eine leistungsfähige Start- und Landebahn, ein multifunktionales Terminal mit kurzen Wegen sowie optimale Anbindungen an das Fernstraßen- und Schienennetz.«Das Projekt »Sanierung und Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens Dresden«An der Sanierung und Verlängerung der 1955 erbauten Start- und Landebahn führt kein Weg mehr vorbei. Trotz zweier Generalüberholungen 1974 und 1988/89 traten schon nach wenigen Jahren wieder Schäden zutage. Nach der Wende hat sich die Zahl der Starts und Landungen auf jährlich über 36.000 vervielfacht. Das damals verwendete Material verkraftet die Belastungen des heutigen Flugbetriebes immer weniger.Seit mehreren Jahren werden regelmäßig umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen und Risse in der Betondecke mit aufwändigen Reparaturmaßnahmen in den Nachtstunden beseitigt. Auf diese Weise konnte die Betriebssicherheit bislang jederzeit gewährleistet werden. Gutachten ergaben aber, dass es keine Alternative zu einer grundlegenden Sanierung gibt. Das dafür notwendige Planfeststellungsverfahren wurde Ende Oktober 2005 nach nur zehn Monaten vom Regierungspräsidium Dresden abgeschlossen.Jetzt wird der gesamte Ober- und Unterbau erneuert, damit die Start- und Landebahn mindestens 30 Jahre hält. Mit 2.850 Metern Gesamtlänge wird die neue SLB 350 Meter länger als die alte. Die Bahnbreite verringert sich um 20 auf 60 Meter. Zugleich wird die SLB um 70,5 Meter nach Nordwesten verschoben, um während der Baumaßnahme den Flugbetrieb, wenn auch mit Einschränkungen, zu ermöglichen.Mit dem Bau der Start- und Landebahn geht die Anpassung der Rollbahnen, der Befeuerungsanlagen, der Anlagen zur Ableitung von Regen- und Schmelzwasser sowie der Instrumentenanflugsysteme einher. Außerdem wird die Flughafenrandstraße angepasst. Schließlich wird die alte Bahn abgerissen und begrünt. Bis zu 300 Arbeiter und 90 Lkw sind in den kommenden Monaten gleichzeitig im Einsatz.Die Verlängerung der Start- und Landebahn stellt keine Kapazitätserweiterung dar. Sie erhöht die Attraktivität des Flughafens Dresden für die Airlines und ermöglicht eine größere betriebliche Flexibilität bei den schon heute hier verkehrenden Flugzeugtypen. Zuladungsbeschränkungen bei bestimmten Witterungsbedingungen oder zusätzliche Tankstopps auf Mittelstreckenverbindungen (insbesondere Kanarische Inseln und Ägypten) werden künftig nicht mehr vorkommen. Die Entscheidung für eine Verlängerung der SLB bedeutet keine Änderung der strategischen Ausrichtung des Flughafens Dresden. Er wird ein Airport mit kontinentalem Flugnetz bleiben.Der Ausbau der Start- und Landebahn ist nicht nur eine verkehrspolitische, sondern auch eine industriepolitische Entscheidung. Die Gewährleistung der Entwicklungsfähigkeit der Dresdner Luftfahrtindustrie ist ein wesentlicher Aspekt. Wenn Firmen wie die EADS Elbe Flugzeugwerke GmbH, die IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH und die IABG Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbh künftig am Bau, der Wartung und der Erprobung großer Flugzeugtypen weiter teilhaben wollen, müssen diese Maschinen in Dresden landen und vor allem wieder starten können. Nach Abschluss der Arbeiten an der neuen Start- und Landebahn werden rund 500 Millionen Euro seit der Wiedervereinigung in den Aus- und Umbau des Dresdner Flughafens investiert worden sein. In den vergangenen Jahren sind bereits ein neues Terminal für jährlich bis zu 3,5 Millionen Passagiere, ein unterirdischer S-Bahnhof, ein Parkhaus mit 1.559 Stellplätzen, ein neuer Tower, eine Kleinflugzeughalle, eine neue Feuerwache und ein Hightech-Zentrum für den internationalen Logistikdienstleister Schenker errichtet worden. Zudem entsteht am Flughafen Dresden bis Dezember 2006 ein moderner Hubschrauberhangar für die Helikopter der Polizei und der Deutschen Rettungsflugwacht.Der Flughafen Dresden dokumentiert das Baugeschehen im Internet unter www.dresden-airport.de. In der Rubrik »Projekt Start- und Landebahn« gibt es Informationen zum aktuellen Stand der Arbeiten, Antworten auf häufig gestellte Fragen, einen Rückblick auf die Geschichte der SLB sowie Artikel, Interviews und Stimmen zum Bauvorhaben.

Das Projekt Start- und Landebahn in Zahlen

Zeitrahmen
  a.. Planungsbeginn: 1/2004
  b.. Planfeststellungsverfahren: 12/2004 -10/2005
  c.. Planfeststellungsbeschluss: 25.10.2005
  d.. Beginn Bauvorbereitung: 7/2006
  e.. Beginn der Betonierarbeiten: 6/2007
  f.. Inbetriebnahme: 9/2007
  g.. Bauende: 12/2007

Start- und Landebahn
  a.. Maße alte SLB: 2.500 m lang, 51 m nutzbare Breite bei 80 m Gesamtbreite
  b.. Maße neue SLB: 2.850 m lang, 60 m breit, gesamte Breite nutzbar
  c.. Betriebszeit: 24 h
  d.. Haltbarkeit des Betons: ca. 30 Jahre

 Deckenaufbau   a.. Gesamthöhe: 100 cm
  b.. davon Betondecke: 40 cm
  c.. hydraulisch gebundene Tragschicht (HGT): 15 cm
  d.. Frostschutzschicht (FSS): 45 cm

Weitere Fakten
  a.. Erdbewegungen: ca. 800.000 m³
  b.. verbauter Beton: ca. 90.000 m³
  c.. hydraulisch gebundene Tragschicht (HGT): ca. 36.000 m³
  d.. Frostschutzschicht (FSS): ca. 115.000 m³
  e.. Gesamtkosten: ca. 52 Millionen Euro
  f.. beschäftigte Bauarbeiter: 150 bis 300

Quelle: Flughafen Dresden GmbH

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