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Bewaffnete Uniformierte kommen auf dem Flugplatz in Schönhagen in Militärfahrzeugen angerast und springen aus dem Wagen. Aus den Limousinen steigen zwei Personen, die von Uniformierten kontrolliert werden. Die Wagen fahren zu den bereitgestellten Hubschraubern und wenig später fallen Schüsse.

Was sich wie ein Krimi anhört, ist ein Teil der neuen Polizeiserie, die ab Herbst bei Sat 1 ausgestrahlt wird. Im Zentrum des Geschehens stehen fünf junge Männer einer Sondereinheit zur Terrorbekämpfung. Um diesen Film so realistisch wie möglich zu drehen, bekamen die fünf Hauptdarsteller einen Crashkurs, in dem ehemalige SEK- und GSG 9-Kämpfern den Schauspielern wichtige Tipps gaben. Sie lernten zum Beispiel, wie man eine Waffe hält, sich aus Gebäuden abseilt oder sich im Wald bewegt. Die Staffel besteht aus insgesamt 13 Folgen.

In Schönhagen drehte das rund 50-köpfige Filmteam nur am Sonnabend. Doch da vom Producer bis zum Aufnahmeleiter alle vom Flugplatz Schönhagen und seiner Umgebung begeistert waren, könnte es sein, dass im September noch weitere Folgen aufgenommen werden. Jedoch wird man vom Flugplatz Schönhagen im Fernsehen wenig erkennen. Denn der Schauplatz in der betreffenden Folge ist das weißrussische Minsk. "Eigentlich sollten hier auf dem Flugplatz nur vier Szenen entstehen, doch jetzt werden es neun", erzählt Carina Hartmann, Pressesprecherin der Flugplatzgesellschaft Schönhagen mbH.

Für die Dreharbeiten wurde der russische Hubschrauber MI-8, der in Schönhagen steht, bereits am Donnerstag vollkommen in Blau-Weiß umgeklebt und mit einem eisernen Kreuz versehen. Am Gebäude, an dem vorher "Motorflug" stand, war plötzlich "Minsk" zu lesen und den Weg in Richtung Ahrensdorf säumten Komparsen mit Kalaschnikows. Damit die Schauspieler auch mit Platzpatronen schießen durften, hatte die Produktionsfirma Typhoon AG extra die Genehmigung der Naturschutzbehörde des Kreises einholen müssen. So soll das Gefecht realistisch wirken.

"Bisher sind acht Folgen im Kasten. Pro Folge wird mit elf Drehtagen gerechnet. Wir sind froh, dass hier in Schönhagen das Wetter mitspielte", sagte Producer Ole Schmidt gegenüber der MAZ. Dass man sich für Schönhagen entschieden habe, liege zum einen an der Nähe zu Berlin und zum anderen an der relativ niedrigen Nutzungsgebühr. " Hier passt alles zusammen", sagt Schmidt. In den nächsten Tagen wird in Berlin gedreht und danach geht es nach Griechenland. Dort wird ein exterritorialer Einsatz im ehemaligen Jugoslawien dargestellt, bei dem ein Mitglied der Spezialeinheit verschollen sein wird.

Quelle: edaz.de

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