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Erstmals in seiner Geschichte hat der Flughafen Frankfurt innerhalb eines Kalenderjahres über zwei Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Nachdem bereits 2005 am größten deutschen Airport eine Frachtmenge von fast 1,9 Millionen Tonnen abzufertigen war, konnte jetzt die statistische "Schallmauer" durchbrochen werden.

Frankfurt ist auch der Heimatflughafen der Frachterflotte von Lufthansa Cargo. Mit einer MD-11F dieser Gesellschaft trafen heute 16 Polopferde aus Buenos Aires in Frankfurt ein, die als anschauliches Beispiel für die Vielfalt der Luftfracht  den Medien präsentiert wurden.

Am 1. Juli hatte FRA schon eine Million Tonnen Fracht verzeichnet. Bis Ende November lag die Steigerung des Frachtaufkommens bei 9,1 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2005. Der zurückliegende Monat "bescherte" Frankfurt einen neuen historischen Luftfracht-Spitzenwert. Ein- und ausgeladen wurden am Flughafen im November insgesamt 187.307 Tonnen. Bester Fracht-Monat war zuvor der März dieses Jahres gewesen mit 184.414 Tonnen.

Ein kurzer Blick zurück in die Flughafengeschichte: Die Marke von einer Million Tonnen Fracht innerhalb eines einzigen Jahres überschritt der Airport zum ersten Mal im Dezember 1988. Im Jahr 2000 waren erstmals mehr als 1,5 Millionen Tonnen zu verladen.

Für das besondere Gewicht von FRA als Luftverkehrs-Drehscheibe spricht nicht zuletzt die Tatsache, dass von Januar bis November 2006 allein 87,2 Prozent der gesamten Fracht auf Interkontinentalstrecken entfielen. Per Luftfracht transportiert werden hauptsächlich IT-Produkte, Textilien, industrielle Güter, verderbliche Waren und Erzeugnisse der Pharmaindustrie. Der Anteil der Verkehrsregion Fernost an sämtlichen Sendungen von und nach Frankfurt erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf 45,4 Prozent. Zum Vergleich: Auf Nordamerika entfielen "nur" 21,4 Prozent.

Der Sommerflugplan 2006 listete insgesamt 29 Fluggesellschaften auf, die mit reinen Frachtern regelmäßig FRA ansteuerten. Diese Cargo-Airlines bedienten 84 Ziele in 44 Ländern.

Der Anteil der Tonnage, die mit Nurfrachtern befördert wurde, stieg von Januar bis November 2006 auf rund 59 Prozent. Die restlichen ca. 41 Prozent reisten als Beiladung im Belly von Passagiermaschinen mit. Was vielen Fluggästen nicht bewusst ist: Manche Strecken würden ohne die zusätzlichen Einnahmen, die die Mitnahme von Fracht bringt, seltener oder gar nicht bedient.

Großen Anteil an der rasanten Entwicklung des Frankfurter Frachtaufkommens hat die Erfolgsstory CargoCity Süd. Die Umsetzung dieses speziellen Gewerbegebiets für die internationale Logistikbranche im Süden von FRA ging erheblich zügiger vonstatten als zunächst angenommen. Die erste Grundsteinlegung erfolgte 1995, zwei Jahre später eröffnete die Fraport AG dort schon ihr neues Frachtumschlagszentrum. Im Herbst  2006 konnte bereits das zehnjährige Jubiläum der Inbetriebnahme der CargoCity Süd gefeiert werden. Weit über 90 Prozent ihrer Gesamtfläche von 98 ha sind bis heute vermarktet, nur noch einige Restflächen stehen zur Verfügung.

Der für die Konzeption und Realisierung der CargoCity Süd zuständige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Prof. Manfred Schölch, kommentierte die erfolgreiche Entwicklung so: "Die starke Marktstellung des Flughafens Frankfurt gerade bei der Luftfracht - nicht zuletzt im Verkehr von und nach Asien - wäre ohne die CargoCity Süd heute gar nicht mehr vorstellbar."

Nach der jüngsten Vollerhebung waren in der CargoCity Süd rund 6.500 Menschen beschäftigt. Die Zahl der dort ansässigen Unternehmen belief sich auf 235. Fast alle namhaften Logistikfirmen verfügen hier über maßgeschneiderte Immo-bilien. Darunter sind beispielsweise Panalpina, Dachser, DHL Global Forwarding, Yusen, Nippon Express, Kühne + Nagel, LUG, Swissport sowie WFS.

Quelle: fraport.de

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