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Sichtweise der Deutschen Flugsicherung 

15.11.2006

Tarifverhandlungen gescheitert - Fluglotsen & Techniker fordern bis zu 50% mehr Geld

Die Tarifverhandlungen zwischen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) sind gescheitert. Die DFS hatte die Forderungen der Gewerkschaft als nicht verhandelbar zurückgewiesen, woraufhin die GdF heute das Scheitern der Verhandlungen erklärte. Insgesamt würden sich die Kosten für die Forderungen der Gewerkschaft auf 230 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre summieren. Diese Summe, so die DFS, sei für das Unternehmen ruinös. Die DFS hatte die GdF mehrfach zur Mäßigung aufgefordert, um einen Einstieg in Verhandlungen zu ermöglichen. Die Gewerkschaft aber beharrte in vollem Umfang auf ihrer Forderung.

Die Gewerkschaft fordert eine völlig neue Tarifstruktur, die Lotsen und Technikern einen Einkommenssprung sichern soll. Zusammen mit einer linearen Erhöhung von vier Prozent pro Jahr würde dies beim operativen Personal zu Einkommenssteigerungen von durchschnittlich rund 20 Prozent, für einzelne dieser Berufsgruppen von über 50 Prozent für die nächsten zwei Jahre führen. Daneben fordert die Gewerkschaft für die meisten Lotsen Einmalzahlungen zwischen 3.500 und 10.400 Euro. Das Jahreseinkommen eines Fluglotsen liegt derzeit bei durchschnittlich 98.000 Euro, bei einer Nettoarbeitszeit zwischen 25,5 und 36 Stunden in der Woche. Die Tarifforderungen schlagen sich auch bei der Altersversorgung nieder, da die DFS in den nächsten 15 Jahren eine halbe Milliarde Euro zusätzlich zurückstellen müsste. Die Kosten für die Flugsicherung werden von den Luftraumnutzern, also überwiegend von den Fluggesellschaften getragen, die sie den Passagieren in Rechnung stellen.

Die Gewerkschaft kündigte für die nächste Zeit Arbeitskampfmaßnahmen an. Diese müssen in der Flugsicherung allerdings 24 Stunden vorher angekündigt werden. Die DFS wies die GdF ausdrücklich darauf hin, dass Streiks zu diesem Forderungspaket ihrer Ansicht nach unrechtmäßig seien, weil die Forderungen maßgeblich auch in einen ungekündigten Tarifvertrag hinein wirken.

16.11.2006

Inflation der Streikdrohungen

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist für kommende Woche gleich von zwei Streikandrohungen betroffen. Nachdem gestern Mittag die Vergütungsrunde gescheitert war und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) angekündigt hatte, für die Vergütungen alsbald streiken zu wollen, erklärte die Gewerkschaft am Abend formal das Scheitern einer anderen Tarifverhandlung. Auch für diese Tarifziele kündigte sie Streiks für die kommende Woche an.

Die zweite Streikdrohung bezieht sich auf einen Themenkomplex, über den DFS und GdF schon vor zwei Jahren eine gegenseitige Verhandlungsverpflichtung eingegangen waren. Die Gewerkschaft wünschte damals einen „Tarifvertrag über Rationalisierungsschutz", das Unternehmen eine Regelung zur „Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen". Verabredungsgemäß sollten beide Themen miteinander verbunden werden, wobei bislang nur über den Rationalisierungsschutz verhandelt wurde. Den möchte die Gewerkschaft nunmehr im Streikwege erzwingen.

Die DFS kann sich die Inflation der Streikdrohungen nur so erklären: Nach dem Scheitern der Vergütungsrunde hatte der Verhandlungsführer der DFS die Gewerkschaft darauf hingewiesen, dass nach Ansicht des Unternehmens die exorbitanten Vergütungsforderungen derzeit nicht bestreikt werden könnten. Die GdF habe es versäumt, einen Tarifvertrag zu kündigen, in den die Vergütungsforderungen massiv hineinwirken. Ein Streik zur Veränderung eines ungekündigten Tarifvertrags wäre aber rechtswidrig. Das hat nach Ansicht der DFS zwischenzeitlich auch die Gewerkschaft erkannt und nach einem Weg gesucht, um dennoch Druck auf das Unternehmen und seine Kunden ausüben zu können.

02.01.2007

Lotsenstreit rechtswidrig - DFS fordert Gewerkschaft zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf

Ein Streik der deutschen Fluglotsen ist nach der sicheren Überzeugung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH derzeit rechtswidrig. Dies hat das Unternehmen heute der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) mitgeteilt und diese angesichts der neuen Erkenntnisse zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Seit die Lotsengewerkschaft Mitte November das Scheitern gleich zweier Tarifverhandlungen erklärt hatte, drohte sie immer wieder mit Streiks, die den Luftverkehr in Deutschland empfindlich treffen würden.

Die DFS hat die komplizierten Forderungspakete der Gewerkschaft nochmals von mehreren Spezialisten untersuchen lassen. Die kamen schließlich übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass ein Streik für die geforderten höheren Vergütungen und eine neue Tarifstruktur rechtswidrig wäre, weil die Forderungen auch in einen ungekündigten Tarifvertrag hinein wirken. Es handelt sich um den Manteltarifvertrag der DFS. So lange betroffene Tarifverträge aber nicht gekündigt seien, herrsche Friedenspflicht, so die Experten. Damit wäre ein Streik rechtswidrig und löse Schadenersatzforderungen aus. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen die Experten bei der Analyse der GdF-Forderungen zum Rationalisierungsschutz.

Die komplizierten Vergütungs- und Strukturforderungen der GdF laufen darauf hinaus, das Einkommen der deutschen Fluglotsen in den kommenden zwei Jahren im Schnitt um 20 Prozent zu steigern. Bei einigen technischen Berufsgruppen in der DFS stiege das Einkommen sogar um 70 Prozent. Die Gesamtkosten der Forderungen inklusive Rückstellungen für die Altersversorgung beziffert die DFS für die nächsten zwei Jahre auf 230 Millionen Euro. Das entspricht der Höhe des Eigenkapitals des Unternehmens.

03.01.2007

Flugsicherung unterbreitet Tarifangebot - Lineare Erhöhung um drei Prozent sowie 1750€ Einmalzahlung

Im Tarifstreit bei der Flugsicherung hat die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH am Abend der Fluglotsengewerkschaft GdF ein Angebot unterbreitet, nachdem diese zuvor die rechtswidrigen Teile ihres Forderungspakets zurückgezogen hatte.

Das Unternehmen bietet für die nunmehr geforderte Laufzeit von zwölf Monaten eine lineare Erhöhung der Vergütungen um drei Prozent sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 1.750 Euro an. Diese Einmalzahlung entspricht anteilig exakt dem Betrag, den die Gewerkschaft zuvor für zwei Jahre gefordert hatte; bei den linearen Erhöhungen fordert die GdF vier Prozent.

Darüber hinaus teilte die DFS der Gewerkschaft mit, dass deren Forderung nach einer Umstrukturierung der Vergütung aufgegriffen werde. Noch vor Wiederaufnahme der Verhandlungen werde dazu ein konkreter Vorschlag unterbreitet.

Die DFS hatte der GdF nach mehreren Verhandlungsrunden ein Angebot verweigert, weil sie die Auffassung vertrat, das Forderungspaket sei ruinös. Nach neuesten Erkenntnissen war die Forderung zudem in den besonders kostentreibenden Teilen rechtswidrig. Nachdem die Gewerkschaft nun diese Teile zurückgenommen hat, sah sich das Unternehmen zu einem Angebot in der Lage.

Die DFS erwartet nach der Vorlage des Angebots, das den materiellen Forderungen der Gewerkschaft deutlich entgegenkommt, die Rückkehr der GdF an den Verhandlungstisch.

05.01.2007

DFS bereitet Schlichtung vor - Fluglotsengewerkschaft lehnt Angebot von 5,7% ab

Nachdem die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) das Verhandlungsangebot der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH abgelehnt hat, wird die DFS jetzt die Schlichtung vorbereiten. Das Angebot in Höhe von durchschnittlich insgesamt 5,7 Prozent, besteht aus drei Prozent Gehaltssteigerung und einer Einmalzahlung von 1.750 Euro. Sollte die GdF zu einem Streik aufrufen, würde mit Einleitung der Schlichtung die Friedenspflicht sofort wiederhergestellt werden und ein Streik vorerst abgewendet sein. Die DFS zeigt sich enttäuscht darüber, dass ein in dieser Höhe in der deutschen Tariflandschaft derzeit einmaliges Angebot von der Gewerkschaft als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen wurde. Gleichzeitig ruft die DFS die GdF auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, denn noch besteht die Möglichkeit, sich auch ohne Schlichtung zu einigen.

Im Übrigen vertritt die DFS die Auffassung, dass auch in Zeiten eines Tarifstreits die Wahrheit nicht auf der Strecke bleiben muss. Das zielt auf die Äußerungen eines GdF-Sprechers, die von der lauteren Wahrheit weit entfernt sind. Weder wurde in der DFS ein Gewerkschaftsführer ausspioniert oder gar bedroht, noch hat das Unternehmen die Absicht erklärt, bestimmten Mitarbeitergruppen einen Gehaltsverzicht zuzumuten. Da handelt es sich um gewerkschaftliche Streiklyrik, die davon ablenken soll, dass die Spezialistengruppen in der DFS einen höchst eigennützigen Raubzug in Gestalt einer Tarifreform planen. Geforderte Einkommenssteigerungen von 70 Prozent für bestimmte Technikergruppen legen davon Zeugnis ab. Die ständige Wiederholung, man fordere ja nur vier Prozent Gehaltsaufbesserung, ist auf Dauer nicht geeignet, von diesem Faktum abzulenken.

Die DFS hat stets erklärt, die Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg zu beteiligen. Das ist auch stets geschehen. Die aktuellen Gehaltshöhen der deutschen Fluglotsen von mehrheitlich rund 100.000 Euro im Jahr zeigen deutlich, wie ernst die DFS diese Selbstverpflichtung nimmt.

Auch die Behauptung, in anderen Ländern, wie Portugal oder den USA würden die Fluglotsen besser bezahlt als in Deutschland bedarf einer Relativierung. In den Ländern, in denen höhere Gehälter gezahlt werden, sind auch die Arbeitszeiten erheblich länger.

Quelle: dfs.de

Die Sichtweise der Gewerkschaft der Flugsicherung

16.11.2006

Tarifverhandlungen bei der Deutschen Flugsicherung gescheitert, Arbeitgeber legen kein Angebot vor, Arbeitskampf angekündigt

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat am Mittwoch, den 15.11., das Scheitern der Tarifverhandlungen über den Vergütungs- und Zulagen-tarifvertrag bei der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) erklärt. Hauptgrund hierfür war die Verweigerungshaltung der DFS, die selbst in der dritten Verhandlungsrunde immer noch kein Angebot vorgelegt hat. Dieser in der Tarifhistorie der DFS einmalige Vorgang hat dazu geführt, daß die Ver-handlungen bereits gescheitert sind bevor sie überhaupt richtig beginnen konnten.

Die Tarifforderungen der GdF haben diesmal nicht weniger als eine umfas-sende Überarbeitung des in die Jahre gekommenen Tarifsystems der DFS zum Ziel. Zum Einen hat sich die GdF eine Beseitigung von nicht gerecht-fertigten Einkommensdifferenzen zum Ziel gesetzt. Des weiteren sollen Zu-lagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld in das Grundgehalt integriert sowie die Schichtzuschläge pauschaliert werden. Damit wird eine neue Vergütungs-struktur geschaffen. Neben diesen strukturellen Forderungen, die das im Laufe der Jahre immer komplizierter und ungerechter gewordene Gehalts-gefüge innerhalb der DFS einfacher und gerechter machen sollen, fordert die GdF eine lineare Erhöhung der Bezüge um jeweils 4 % für dieses und das nächste Jahr sowie eine Einmalzahlung.

Die von der DFS genannten Summen über die angeblich entstehenden Kosten können nur als bewusst irreführend bezeichnet werden und sind in hohem Maße unseriös. So wird lediglich am Rande erwähnt, dass es sich hierbei um einen Vertrag mit zweijähriger Laufzeit handelt, weswegen sämt-liche Angaben schon einmal halbiert werden müssen um einen Jahreswert zu erhalten. Des weiteren sind die von der DFS am vehementesten zurück-gewiesenen Forderungspunkte in der Umsetzung nahezu kostenneutral. Auch die Einbeziehung der Kosten, die aufgrund des Tarifabschlusses in der Altersversorgung entstehen, ist im höchsten Maße unüblich und führt dazu, dass die von der DFS genannten Beträge um etwa 50 % überhöht sind. So-mit bleibt letzten Endes lediglich eine Summe von etwa 15 - 20 Mio. Euro pro Jahr übrig, die strittig ist und für die die DFS einen Arbeitskampf riskiert.

Das Verhalten der DFS ist umso weniger rational nachvollziehbar, als die Notwendigkeit einer Neuordnung des Tarifwesens innerhalb der Deutschen Flugsicherung vor Beginn der Verhandlungen eigentlich zwischen beiden Parteien unstrittig war. Doch trotz der von der GdF stets betonten Bereit-schaft zu Verhandlungen über nahezu alle Aspekte des Forderungspaketes, lehnte die Verhandlungskommission der DFS jegliche Gespräche auf Grund-lage des in sich schlüssigen GdF-Gesamtkonzeptes ab. Als einzigen Grund für diese Totalverweigerung nannten die DFS-Verantwortlichen, dass man sich angesichts der Forderungen der angestrebten "Flexibilität" beraubt sehe, künftig einzelne Mitarbeitergruppen abzukoppeln und bestimmte Ver-gütungsbestandteile anzugreifen. Angesichts dieser Blockadehaltung der DFS sah die GdF nach mehrfacher Sondierung schließlich keine andere Möglichkeit mehr als das Scheitern der Verhandlungen festzustellen. Die GdF erklärte, dass ab sofort mit Arbeitskampfmaßnahmen, selbstverständ-lich unter Beachtung der geltenden Absprachen, gerechnet werden muss.

Somit sind die Weichen auf Eskalation gestellt. Die GdF hat diese Zuspitz-ung zwar nicht gesucht, sie wird sie aber auch nicht um jeden Preis vermei-den. Eine Aufspaltung der DFS-Beschäftigten nach Mitarbeitergruppen wer-den wir ebenso wenig zulassen wie den Versuch, stets größer werdende Vergütungsanteile zu einer freien Verfügungsmasse verkommen zu lassen.

02.01.2007

DFS behauptet: Fluglotsenstreit angeblich rechtswidrig GdF-Anwälte überprüfen „Beweise" und Behauptungen

In einer Pressemeldung der DFS, die am späten Nachmittag des 2. Januar verschickt wurde, vertritt die Geschäftsleitung der Deutschen Flugsicherung GmbH die Ansicht, dass die von der Gewerkschaft der Flugsicherung geplanten Arbeitskampfmaßnahmen rechtlich unzulässig und damit illegal seien. Das DFS-Management erläutert u.a., mehrere Spezialisten seien bei einer Untersuchung des GdF-Forderungspakets zu der Erkenntnis gekommen , „dass ... ein Streik ....rechtswidrig wäre, weil die Forderungen auch in einen ungekündigten Tarifvertrag (gemeint ist der „Manteltarifvertrag" der DFS) hinein wirken. Es versteht sich, dass die Fluglotsen keinerlei rechtswidrige Arbeitskampfmaßnahmen durchführen werden. Die von der DFS vorgebrachten Hinderungsgründe für einen Streik werden zur Zeit von den GdF-Anwälten überprüft.

03.01.2007

Rechtmäßigkeit des Streiks gewährleistet - GdF räumt rechtliche Bedenken der DFS aus

Am späten Nachmittag des gestrigen Tages (2.1.07) erreichte die GdF eine Nachricht der DFS-Geschäftsführung, in der diese ein weiteres Mal rechtliche Bedenken gegen einzelne Elemente des GdF-Forderungspakets geltend machte. Nach „aktueller juristischer Klärung" sei man nun der Auffassung, dass die GdF-Forderungen zur Integration des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes sowie zur Pauschalierung der Zeitzuschläge gegen die aus dem unge-
kündigten Manteltarifvertrag (MTV) folgende Friedenspflicht verstießen.

Des Weiteren wurden Bedenken im Hinblick auf den geforderten Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag (RatSch-TV) geltend gemacht.

Zeitgleich mit der Mitteilung an den GdF-Bundesvorstand verbreitete die DFS unter der Überschrift „Lotsenstreik rechtswidrig" eine Pressemeldung, in welcher die GdF „angesichts der neuen Erkenntnisse" zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert wird. Dies ist insoweit bemerkenswert, weil die DFS bislang die Abgabe eines Angebots strikt verweigerte, was dazu führte, dass bis heute eine reale Verhandlungssituation nicht eingetreten ist. 

In Abstimmung mit der GdF-Verhandlungskommission hat der Bundesvorstand daher entschieden, dass die rechtssichere und geordnete Durchführung des bevorstehenden Streiks oberste Priorität genießt. Der DFS-Geschäftsführung wurde heute Mittag (3.1.07) ein
Schreiben übermittelt, in welchem die rechtlichen Bedenken der DFS - ob begründet oder nicht - in vollem Umfang ausgeräumt werden. Dies bedeutet:

Die GdF verzichtet auf Arbeitskampfmaßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen „Integration des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes in die Vergütungstabelle" und „Pauschalierung der Zeitzuschläge". Sie verzichtet ferner auf eine 24-monatige Laufzeit des neuen
Tarifvertrages und zieht auch die Forderung nach einer linearen Vergütungsanpassung von 4 % für die Zeit vom 01.11.2007 bis 31.10.2008 zurück.

Der bevorstehende Streik dient damit alleinig der Durchsetzung der nachfolgenden Forderungen:

 

  • Lineare Vergütungsanpassung von 4 % für die Zeit vom
    01.11.2006 bis zum 31.10.2007;
  • Integration der operativen Zulage in die Grundvergütung und eine damit verbundene Umstrukturierung der alten Vergütungsgruppen in Vergütungsgruppen mit verschiedenen Gehaltsbändern;
  • Einmalzahlungen für alle Mitarbeiter auf der Basis von € 3.500,00, verrechnet mit einer sich aus der Umstrukturierung ergebenden Ausgleichszahlung von bis zu € 10.450,00.

     

Die GdF hat damit allen rechtlichen Bedenken der DFS Rechnung getragen - allerdings um den Preis einer erheblichen Laufzeitverkürzung zu Lasten der DFS. Im Übrigen setzt di
Gewerkschaft der Flugsicherung ihren Kurs unbeirrt fort. Die Streikvorbereitungen sind abgeschlossen, alle örtlichen Streikleitungen wissen, was sie zu tun haben.

Ohne Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots seitens der DFS wird sie nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Sollte die DFS weiterhin, so wie dies in der jetzigen Tarifrunde bislang der Fall war, machtpolitisch agieren, wird die Antwort der GdF eindeutig sein. Abermalige Winkelzüge wird die Gewerkschaft der Flugsicherung nicht zulassen, auch ihre Geduld ist endlich.
Der Punkt ist erreicht.

05.01.2007

GdF weist Angebot der DFS zurück - Keine Grundlage für Verhandlungen

Nachdem die DFS im Tarifstreit mit der Gewerkschaft der Flugsicherung das erste konkrete Angebot überhaupt abgegeben hatte, prüfte und bewertete der Bundesvorstand der GdF - in enger Abstimmung mit der Verhandlungskommission der GdF - die Vorschläge der DFS . Man kam übereinstimmend zu dem Schluss, dass dieses Angebot keine ausreichende Grundlage zur Wiederaufnahme der gescheiterten Tarifverhandlungen bietet.

Zur Begründung führt die GdF an:

1. Das Angebot, die Einkommen der Mitarbeiter für den Zeitraum vom 01.11.2006 bis zum 31.10.2007 um 3 % zu erhöhen, wäre bei isolierter Betrachtung nur dieses Forderungspunktes eine hinreichende Basis für erneute Verhandlungen.

Das Angebot, die Einkommen der Mitarbeiter für den Zeitraum vom 01.11.2006 bis zum 31.10.2007 um 3 % zu erhöhen, wäre bei isolierter Betrachtung nur dieses Forderungspunktes eine hinreichende Basis für erneute Verhandlungen.

2. Die angebotene Einmalzahlung von € 1.750,00 entspricht bei weitem nicht den Vorstellungen der GdF.

Die angebotene Einmalzahlung von € 1.750,00 entspricht bei weitem nicht den Vorstellungen der GdF.

3. Zur Umstrukturierung der Vergütung macht die DFS keinerlei Anmerkungen und verweist auf spätere Verhandlungen.

Zur Umstrukturierung der Vergütung macht die DFS keinerlei Anmerkungen und verweist auf spätere Verhandlungen.

Damit bleibt der zentrale Punkt des Forderungspaketes unklar. Unter diesen Voraussetzungen ergibt eine Gesamtbewertung des Angebots, dass dieses nicht nur ungenügend, sondern auch unvollständig ist. Nach gescheiterten Verhandlungen ist dies nach Auffassung der GdF keine Basis für deren Wiederaufnahme.

. Unter diesen Voraussetzungen ergibt eine Gesamtbewertung des Angebots, dass dieses nicht nur ungenügend, sondern auch unvollständig ist. Nach gescheiterten Verhandlungen ist dies nach Auffassung der GdF keine Basis für deren Wiederaufnahme.

Hintergründe

Die GdF ist sich darüber im Klaren, daß die Ablehnung des Angebots der DFS von Außenstehenden u.U. nur schwer nachvollzogen werden kann. Schließlich liegen Forderung und Angebot rein zahlenmäßig sehr eng beieinander. Es muß deswegen an dieser Stelle betont werden, daß die Tarifforderung der GdF um ein vielfaches komplexer und umfangreicher ist. Die lineare Erhöhung der Vergütung stellt lediglich einen von fünf geforderten Punkten dar, der zudem als unkritisch zwischen den Tarifpartnern gesehen wird.

Viel wichtiger sind hingegen die Forderung nach einer Integration der sogenannten "Operativen Zulage" in das Grundgehalt, da die DFS im Rahmen der Privatisierung der Flugsicherung aktiv versucht, diese Zulage, die einen erheblichen Teil des Einkommens beträgt, für bestimmte Mitarbeitergruppen künftig zur Disposition zu stellen. Dies erklärt, warum sich die DFS bisher weigert, über diesen Punkt auch nur zu verhandeln.

Eine Umstrukturierung der Vergütung - ebenso wie die Integration der zuvor erwähnten „operativen Zulage" - ist der Kern der GdF-Forderung.

Auch sollte an dieser Stelle erneut erwähnt werden, dass die GdF für sämtliche 5300 Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung verhandelt. Im Gegensatz zu einigen hundert Fluglotsen die - von der DFS immer wieder so gerne zitierten - Spitzengehälter erhalten, handelt es sich dabei zum überwiegenden Teil um normal verdienende Schreibkräfte, Sachbearbeiter, Techniker und andere mehr.

Aber auch die Fluglotsen an den weniger belasteten Standorten erhalten teilweise nur wenig mehr als die Hälfte der immer wieder angeführten Spitzengehälter. Europaweit betrachtet liegen die Einkommen der Fluglotsen im übrigen bestenfalls im oberen Mittelfeld. Ein Beispiel: Die Fluglotsen in Spanien und bei Eurocontrol verdienen zum Teil erheblich mehr als ihre deutschen Kollegen. Auch die Fluglotsen in den USA erzielen Jahreseinkommen von bis zu 160.000 US Dollar, arbeiten dafür allerdings auch länger als in Deutschland üblich.

Angesichts des boomenden Luftverkehrs und der hervorragenden finanziellen Situation der DFS sind deshalb die Forderungen der GdF als angemessen zu bezeichnen. Ein Großteil dieser Punkte betrifft lediglich strukturelle Veränderungen, die keine oder nach Meinung der GdF tragbare Kosten für die DFS verursachen würden. Im Vordergrund steht die Absicherung des derzeitigen Gehaltsniveaus der Mitarbeiter der DFS.

Quelle: gdf.de