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Seit über 30 Jahren ist die DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) mit ihren Hubschraubern und Ambulanzflugzeugen im Einsatz, um Leben zu retten. Am 10.01.2007 flog die gemeinnützige Luftrettungsorganisation ihren 350.000. Rettungseinsatz.

Am 10. Januar wurde der am Flughafen Dresden stationierte DRF-Hubschrauber von der Leitstelle Meißen zu einem internistischen Notfall gerufen. Nach wenigen Minuten Flugzeit landete der DRF-Pilot den Hubschrauber am Einsatzort in der Nähe von Meißen. Notarzt und Rettungsassistent eilten zum Patienten, einem 65 Jahre alten Mann. Dieser war kaum ansprechbar und nicht in der Lage, auf die Fragen des Notarztes zu antworten. Die Notarzt der DRF diagnostizierte und versorgte eine plötzlich auftretende Fehlregulation des Blutdrucks, die zu einem starken Blutdruckanstieg führte. Da zudem der Verdacht auf eine Durchblutungsstörung des Gehirns bestand, wurde der Patient anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Der DRF-Rettungshubschrauber in Dresden

Der am Flughafen Dresden stationierte DRF-Hubschrauber ist täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Der Rettungshubschrauber mit Funkrufnamen „Christoph 38" wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Darüber hinaus wird er auch zum dringenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken eingesetzt. Er ist mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzt und kann Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern in maximal 15 Minuten erreichen. Sein Einsatzgebiet umfasst dabei die Leitstellenbereiche Dresden, Freiberg, Pirna, Dippoldiswalde, Meißen, Riesa und Hoyerswerda.

Aufgrund der Nähe zur Sächsischen Schweiz (Elbsandsteingebirge) kommt es auch zu Such- und Rettungseinsätzen vermisster oder verletzter Kletterer und Wanderer. Im Winter wird „Christoph 38" vermehrt zu Wintersportunfällen im Erzgebirge alarmiert. Eine größere Anzahl von Seen und Flüssen, wie z. B. der Elbe, führt auch zu Such- und Rettungseinsätzen über Wasser.

Qualität an erster Stelle

Rund 700 Notärzte, 500 Rettungsassistenten, 180 Piloten und 80 Techniker sind für die DRF und ihre Partner im TEAM DRF im Einsatz. An 44 Luftrettungszentren in Deutschland, Österreich und Italien stehen über 50 Hubschrauber für Notfalleinsätze und den Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken bereit. Vier DRF-Ambulanzflugzeuge werden für die weltweite Rückholung von Patienten eingesetzt.

Die DRF verpflichtet sich einer hohen fliegerischen, technischen und medizinischen Qualität. Ihre Hubschrauber sind als mobile Intensivstationen ausgerüstet und mit erfahrenem fliegerischem sowie medizinischem Personal besetzt. Seit August 2004 ist die DRF als eine der ersten Luftrettungsorganisationen in Europa nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.

Die Kosten der Luftrettung

Die Kosten der Luftrettung werden im bundesweiten Durchschnitt nicht vollständig durch die gesetzlichen Krankenkassen getragen. Für einen erheblichen Prozentteil der Kosten muss die DRF selbst aufkommen. Das ist der gemeinnützigen Organisation nur durch die Unterstützung von Förderern und Spendern möglich. In vielen Orten gehen deshalb Beauftragte der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) von Tür zu Tür, um ¬über die Arbeit der gemeinnützigen Luftrettungsorganisation zu informieren und Förderer zu werben. Sie sammeln an den Haustüren kein Geld, tragen Dienstkleidung und können sich ausweisen.

Auslandsreisenden bietet eine DRF-Fördermitgliedschaft die Sicherheit, im Falle eines Unfalls oder einer Erkrankung im Ausland und bei entsprechender medizinischer Indikation kostenlos durch die DRF in eine deutsche Klinik transportiert zu werden. Die Kosten für solche Ambulanzflüge aus dem Ausland nach Deutschland dürfen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Ohne private Vorsorge müssen die Patienten die oft sehr hohen Kosten selbst tragen.

Fragen zur Fördermitgliedschaft beantwortet das DRF-Service-Team montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr unter Telefon: 0711-70072211.

Quelle: drf.de

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