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Rettungskräfte probten den Ernstfall an brennendem Flugzeug

Sirenengeheul, Blaulicht, Rauch und Feuer: Am Flughafen Dresden wurde am 16. Juni ein Flugzeugunfall simuliert. Bei der Notfallübung Lilienthal 2007 probte die Flughafen-Feuerwehr gemeinsam mit der Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr Dresden, den Freiwilligen Feuerwehren aus Klotzsche, Langebrück, Weixdorf, Hellerau und Wilschdorf,  der Bundespolizei und vielen Hilfskräften den Ernstfall. Laut den Richtlinien der Internationalen Luftfahrtorganisation ICAO ist der Flughafen verpflichtet, in einem Abstand von höchstens zwei Jahren Notfallübungen durchzuführen.
Das Szenario: Der Pilot eines Passagierflugzeugs aus Hamburg meldet dem Dresdner Tower beim Landeanflug technische Probleme beim Ausfahren des rechten Hauptfahrwerks. Wie sich herausstellt, ist dieses Fahrwerk komplett eingefahren. Der Pilot entschließt sich zu einer Notlandung. Alarmstufe A1 (Full Emergency) wird ausgerufen.

Bei der Notlandung kommt die Dornier 328 mit 16 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern an Bord mit der rechten Tragfläche auf der Start- und Landebahn auf. Trümmer fliegen durch die Luft und zerstören den hinteren Teil des Rumpfes. Durch auslaufendes Kerosin gerät die Dornier in Brand – Alarmstufe 2 (Aircraft Accident) tritt in Kraft. Zwei schwer verletzte Passagiere können das Flugzeug nicht mehr ohne Hilfe verlassen. Andere Fluggäste befinden sich unter den Trümmerteilen. Da es bereits einen anderen großen Notfall in Dresden gibt, können nur die umliegenden Stadtteilfeuerwehren anrücken.

Die Notfallübung Lillienthal 2007 sollte die Zusammenarbeit und das richtige Handeln der Einsatzkräfte bei Versorgung und Transport der Verletzten trainieren. So kann das Risiko für Opfer und Helfer im Katastrophenfall minimiert werden. Außerdem wurden die gültigen Alarm- und Einsatzpläne überprüft sowie die Koordination der verschiedenen Fachdienste und Führungsebenen am Flughafen getestet.

Um das Unfallszenario so realistisch wie möglich zu gestalten, mimten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren die Verletzten. Das Schminken wurde vom Deutschen Roten Kreuz übernommen.

Wegen der Betonierung der neuen Start- und Landebahn ruht am gesamten Wochenende der reguläre Flugbetrieb in Dresden.

 

Quelle: Pressestelle Flughafen Dresden 

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