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Gestützt auf die Überlegungen der Kontaktgruppe, die Bundesrat Samuel Schmid anlässlich seines Besuchs in Estavayer-le-Lac eingesetzt hat, und aufgrund der für die nächsten Jahre erwarteten Entwicklungen hat das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) beschlossen, die Prognose der Flugbewegungen von Kampfjets auf dem Flugplatz Payerne von 13 900 auf 11 000 anzupassen. Parallel dazu haben die mit dem Lärmschutz betrauten Dienststellen der Kantone Freiburg und Waadt eine Richtlinie für die Raumplanung erlassen. All dies wird sich positiv auf die Raumplanung der umliegenden Gemeinden auswirken. Ausserdem wird sich der zivile Flugbetrieb an diesem Standort dadurch einfacher entwickeln können.

Massgebend für den Betrieb des Flugplatzes Payerne ist das entsprechende Objektblatt des Sachplans Militär, der derzeit in Vernehmlassung ist. Der Sachplan sah pro Jahr 13 900 Flugbewegungen für Kampfjets vor. Die Kantone Freiburg und Waadt sowie mehrere Gemeinden und Anwohner fochten die ursprünglich vorgesehene Zahl der Flugbewegungen an; diese wurde nun auf der Grundlage der für die kommenden Jahre erwarteten Entwicklungen angepasst. Neu sind maximal 11 000 Flugbewegungen pro Jahr vorgesehen, was im Vergleich zum Entwurf des Sachplans Militär einer Senkung von beinahe 20 % entspricht. Diese Reduktion erklärt sich durch die finanzielle und personelle Situation der Luftwaffe sowie durch den vorzeitigen Einsatz des neuen Schulungsflugzeugs PC-21, das die Kampfjets des Typs Tiger für die Pilotenausbildung ersetzt. Derzeit kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Zahl der jährlichen Flugbewegungen in Payerne langfristig wieder angehoben werden muss. Die Kantone Freiburg und Waadt begrüssen den Entscheid der Schweizer Armee.

Raumplanung und Lärmschutz
Gleichzeitig zum Entscheid des VBS haben die mit dem Lärmschutz betrauten Dienststellen der Kantone Freiburg und Waadt für die Umgebung des Flugplatzes Payerne eine Richtlinie für die Raumplanung erlassen. In dieser Richtlinie sind drei Sektoren definiert: Im ersten Sektor mit Lärmimmissionen von über 63 Dezibel (dB) ist eine Einzonung in die Bauzone grundsätzlich untersagt. Im zweiten Sektor mit Immissionen von 60 bis 63 dB ist eine Einzonung möglich, sofern die erforderlichen Lärmschutz-Massnahmen getroffen werden. Im dritten Sektor schliesslich mit Immissionen von weniger als 60 dB gibt es keine Einschränkungen - vorausgesetzt natürlich, die übrigen raumplanerischen Kriterien für eine Einzonung sind erfüllt.
Von den ersten beiden Sektoren sind, unterschiedlich stark, fünf Freiburger (Bussy, Cugy, Les Montets, Morens, Rueyres-les-Prés) und zwei Waadtländer Gemeinden (Grandcour und Payerne) betroffen.

Zivilluftfahrt
Gegenwärtig laufen zwei Verfahren im Hinblick auf eine Öffnung des Flugplatzes Payerne für die Zivilluftfahrt. Einerseits ist der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt in Vernehmlassung, und andererseits wurde das zivile Betriebsreglement öffentlich aufgelegt. Die Obergrenze für die zivile Aktivität wurde ungeachtet des Luftfahrzeugstyps auf insgesamt 8400 Bewegungen pro Jahr festgelegt. Auf den Lärmbelastungskataster wird dies kaum Auswirkungen haben; die neuen Entscheide werden aber die laufenden Verfahren günstig beeinflussen.

Quelle: vbs.admin.ch

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