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Auf Einladung von Bundesrat Samuel Schmid, Chef des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), haben heute sämtliche Standortkantone der heutigen vier Militärjetflugplätze, Bern, Luzern, Freiburg, Waadt und Wallis, am Runden Tisch zum Stationierungskonzept der Luftwaffe teilgenommen. Der Kommandant Luftwaffe a i, Divisionär Markus Gygax, informierte über die Bedürfnisse der Luftwaffe und den Handlungsspielraum für kurzfristige Verlagerungen.

Die rund 22'000 Jet-Flugbewegungen verteilten sich 2007 auf die Hauptstandorte Payerne (11'545), Meiringen (4'434), Sion (4'882) und auf den Ausweichflugplatz Emmen (1'996). Die Jetbewegungen der einzelnen Standorte bleiben 2009 in etwa gleich. Die Gesamtzahl wird mit dem Tiger-Teilersatz nicht abnehmen.

Aufgrund von Forderungen aus den Regionen Meiringen und Sion hat die Luftwaffe mögliche Varianten erarbeitet, mit denen diese beiden Flugplätze kurzfristig während der Sommermonate entlastet werden könnten. Die Varianten wurden den Anwesenden aufgezeigt und diskutiert.

Die Luftwaffe setzt alles daran, Trainings im Sommer ins Ausland zu verlegen. Im Sommer 2009 wird sie an einer Kampagne in Norddeutschland teilnehmen dürfen. Damit kann die Luftwaffe die Flugplatzregionen im nächsten Jahr entlasten. Auslandkampagnen können jedoch für die Zukunft nicht fix eingeplant werden. Deshalb muss eine dauerhafte Entlastung eines Flugplatzes im Sommer durch die andern Flugplätze aufgefangen werden.

Der Flugplatz Sion war bereits in den vergangenen Jahren während der Monate Juli und August kaum durch Kampfjets belegt, dies im Gegensatz zu den andern drei Standorten. Eine Sommerpause von mehr als zwei Monaten stellt den wirtschaftlichen Betrieb eines Jetflugplatzes grundsätzlich in Frage.

In Meiringen ist eine Verlängerung der Sommerpause für Kampfjets auf ebenfalls zwei Monate möglich, wenn die entsprechenden Jetbewegungen nach Emmen verlegt werden können.

Im Hinblick auf die langfristige Verteilung der Flugbewegungen unter Berücksichtigung des Tiger-Teilersatzes überprüft das VBS das Stationierungskonzept und bezieht dabei weitere Standorte zur Entlastung der heutigen Jetflugplätze mit ein. Diese Überprüfung erfolgt parallel zur Evaluation des Tiger-Teilersatzes. Das VBS wird die langfristige Stationierung zusammen mit der Botschaft zur Beschaffung des Tiger-Teilersatzes voraussichtlich im Herbst 2009 vorlegen.

Die erste Phase der Überprüfung des Stationierungskonzepts umfasste die Beurteilung aller Standorte aus operationeller und technischer Sicht. Sie ist mit dem Ergebnis abgeschlossen worden, dass die Militärflugplätze Mollis und Buochs sowie die beiden Landesflughäfen Zürich-Kloten und Genève-Cointrin nicht mehr als zusätzliche Standorte weiter verfolgt werden. Einzig der Militärflugplatz Dübendorf verbleibt somit als möglicher zusätzlicher Standort in der weiteren Überprüfung.

Der Militärflugplatz Buochs behält seinen bisherigen Status als "Sleeping Base". Der Flugplatz Mollis wird demgegenüber definitiv nicht mehr durch die Luftwaffe genutzt.

Im nächsten Schritt werden verschiedene Stationierungsvarianten mit drei, vier und fünf Militärjetflugplätzen in der Schweiz vertieft geprüft. Dabei werden auch die wirtschaftlichen Aspekte einbezogen.

Quelle: vbs.admin.ch