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    Zum Ende des Jahres 2019 möchten wir uns bei allen Lesern bedanken. Ihr habt uns weiter Rekordzahlen beschert, so zählen wir auf http://www.jetjournal.net aktuell ca. 400 Berichte mit knapp 3 Millionen Zugriffen seit dem letzten Umzug. In der Galerie unter mehr...
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Kondensstreifen sind nicht gleich Kondensstreifen. Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten erstmals beschreiben, wie Kondensstreifen nicht nur aus den Abgasen der Triebwerke, sondern unter bestimmten Bedingungen auch über den Tragflächen von Flugzeugen entstehen. Inwieweit diese neue Klasse von Kondensstreifen Einfluss auf den Klimawandel hat, ist unklar, da sie in Klimamodellen bislang nicht berücksichtigt wurde.

Ursache für die anfänglich hauchdünnen Kondensstreifen, die nur unter bestimmten Bedingungen direkt hinter einem Flugzeug in Reiseflughöhe zu beobachten sind, ist der rasante Druckabfall über den Tragflächen eines Flugzeuges. Dadurch sinkt die Temperatur der Luft innerhalb weniger hundertstel Sekunden und es entstehen winzige Eispartikel, vorausgesetzt es befindet sich ausreichend Feuchtigkeit in der Luft. Wissenschaftler des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre in Oberpfaffenhofen konnten den Bildungsmechanismus der aerodynamischen Kondensstreifen nun erstmals schlüssig erklären. "Wir haben ein physikalisches Modell entwickelt, mit dem wir die Beobachtungen von aerodynamischen Kondensstreifen sehr präzise erklären können", sagt Prof. Bernd Kärcher vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre.

Vereinfacht beschreiben die Forscher die Entstehung der aerodynamischen Kondenswolken so: In der gleichförmigen Strömung über den Tragflächen entstehen kleinste Eispartikel in einer einheitlichen Größe, die, wenn ausreichend Wasserdampf in der Atmosphäre vorhanden ist, zunächst gleichförmig weiter wachsen. Dieses gleichmäßige Anwachsen ist auch der Grund für die Regenbogenfarben des Kondensstreifens: Gleich hinter dem Flugzeug sind die Eispartikel noch relativ klein und reflektieren vor allem blaues Licht, je größer die Eispartikel werden – je weiter sie vom Flugzeug entfernt sind – desto langwelliger ist das Licht, das sie reflektieren. Die Farbe der Kondenswolke verändert sich daher von blau über grün und gelb bis rot. Nach etwa 175 Metern erscheint der Kondensstreifen weiß, weil die Eispartikel nach und nach in die Turbulenzen der Wirbelschleppen hinter dem Flugzeug geraten. Dort wachsen die Eispartikel nicht mehr gleichförmig, sie reflektieren aufgrund ihrer unterschiedlichen Größen das Licht diffus in allen Wellenlängen und erscheinen damit weiß.

Mehr Infos unter: dlr.de

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