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Charterverkehre nach China waren gestern. Ab heute offeriert die in Frankfurt-Hahn beheimatete Frachtfluggesellschaft ACG Air Cargo Germany Linienflüge nach Shanghai und Hongkong. “Wir begrüßen sehr, dass die zuständige chinesische Luftfahrtbehörde uns die bereits vor Monaten beantragten Linienrechte jetzt erteilt hat”, reagierte CEO Michael Bock auf die Zustimmung aus Peking. “Dies entlastet uns sehr, da wir jetzt nicht mehr jeden einzelnen Flug extra beantragen müssen”, merkt der Airline-Chef an.

Shanghai wird künftig viermal wöchentlich bedient und Hongkong dreimal. Sämtliche Umläufe beginnen und enden in Frankfurt-Hahn, dem Heimatflughafen der Cargogesellschaft. Die Verkehre stellen in der Regel einen Mix aus Linien- und Charterflügen dar, gliedern sich also in diverse Abschnitte. So legen die Boeing-Frachtjumbos beispielsweise Zwischenstopps in Dubai, Almaty oder anderen Destinationen in Nahost beziehungsweise Zentralasien auf ihren Flügen Richtung China ein. Abhängig ist die jeweilige Verkehrsführung von den Transportwünschen der Kunden. “Diese operationelle Mischung aus Linie und Charter verbessert unseren durchschnittlichen Ladefaktor und reduziert unser finanzielles Betriebsrisiko”, illustriert Geschäftsführer Thomas Homering das auf zwei Säulen basierende Geschäftsmodell der ACG Air Cargo Germany.

Derzeit plant die Gesellschaft, weiteres Cockpit-Personal einzustellen. Gegenwärtig stehen vierzehn Kapitäne und neun Co-Piloten auf der Gehaltsliste der deutschen Frachtfluglinie. Das macht im Schnitt sechs Besatzungen pro Frachtflugzeug B747-400SF. „Unser Ziel ist es, deren Anzahl auf sieben pro Frachter zu erhöhen“, kündigt CEO Bock an. Die höhere Personaldecke ermöglicht es seinen Worten zufolge, künftig auch abgelegene Flughäfen zu bedienen und dort einen Pilotenwechsel vorzunehmen. Außerdem können dadurch potenzielle operationelle Engpässe vermieden werden, etwa verursacht durch Krankheitsfälle.

Insgesamt steigt die von ACG Air Cargo Germany beförderte Frachtmenge ebenso wie die Anzahl der Flugstunden beider B747-400SF kontinuierlich. So beförderte die Airline vergangenen November knapp 8.000 Tonnen und meldet für den Monatszeitraum 781 Flüge. “Auch für den laufenden Dezember”, blickt GF Homering voraus, “sieht die Geschäftslage ausgesprochen günstig aus, so dass unser Ladefaktor weiter steigen dürfte”. Der erste Frachter der ACG Air Cargo Germany hob am 28. Juli zum Jungfernflug ab. Die Flotte besteht gegenwärtig aus zwei geleasten Boeing 747-400SF (Special Freighter). Heimatbasis ist der Flughafen Frankfurt-Hahn, der 24/7 geöffnet ist und damit Flugverkehr rund um die Uhr ermöglicht.

Quelle: ACG Air Cargo Germany

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