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Eurocopter und Funkwerk Avionics haben mit einer EC145 erfolgreich einen Hubschrauberflugversuch im Galileo Testbed GATE in Berchtesgaden durchgeführt. Der Flugversuch wurde von der IFEN GmbH, dem Betreiber des GATE, begleitet. Dabei konnten erstmals die Signale des zukünftigen europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo zur Navigation in einem Hubschrauber verwendet werden. In der “Galileo Test- und Entwicklungsumgebung“ GATE simulieren Sendeantennen auf sechs Berggipfeln die Galileo-Signale. In den vergangenen Monaten hatten diese sogenannten „Pseudolites“ einen Upgrade auf die aktuelle Galileo- Signaldefinition erfahren.

Der Flugversuch fand als eine von drei Demonstrationskampagnen in dem europäischen Forschungsvorhaben MAGES statt. Dabei steht MAGES für „Mature Applications of Galileo for Emergency Services“ und ist ein von der Galileo Supervisory Authority (GSA) gefördertes Vorhaben mit dem Ziel, die Vorteile von EGNOS und Galileo für Rettungsdienste zu demonstrieren.

Für die Luftrettung mit Hubschraubern könnte Galileo eines Tages einen Paradigmenwechsel bedeuten, weil dann ein vom amerikanischen Navstar GPS unabhängiges (wenngleich aber kompatibles), zusätzliches Satellitennavigationssystem zur Verfügung steht, welches im Rahmen des Safety Of Life Dienstes außerdem über eine Angabe zu der Zuverlässigkeit des Signals verfügt. Dies könnte in Verbindung mit einem hochzuverlässigen Gelände- und Hindernisdatensystem sowie hochaktuellen Verkehrsdaten die Entwicklung neuartiger Flugverfahren ermöglichen, mit denen bei Rettungshubschraubereinsätzen Außenlandungen nahe des Unfallorts auch bei widrigen Wetterverhältnissen durchführbar werden. Bisher sind solche Landungen an zuvor nicht identifizierten Landeorten nur unter Sichtflugbedingungen möglich. Bei dem Flugversuch in Berchtesgaden wurde dem Testpiloten im Cockpit des EC145-Experimentalhubschraubers ein von Eurocopter entwickeltes Synthetic-Vision-System zur Verfügung gestellt, auf dem die Landschaft unter und um den Hubschrauber perspektivisch dargestellt wurde. Die Positionierung der synthetischen Landschaftsdarstellung erfolgte auf Basis des Galileo Satellitennavigationssystems. Als weitere Navigationshilfe wurde dem Piloten eine spezielle „Tunnel-in-the-Sky“-Symbologie für den geplanten Flugpfad zur Verfügung gestellt, die ihn sicher durch die bergige Landschaft zum Landeort führte. 

Quelle: eads.net

Galerie

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