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Am 19. März werden zwei Airbus A380 in die USA fliegen. Das größte, technisch fortschrittlichste und umweltfreundlichste Passagierflugzeug der Welt wird so der Ost- und Westküste der Vereinigten Staaten gleichzeitig seinen ersten Besuch abstatten.

Das A380-Entwicklungsflugzeug MSN7 wird im Rahmen des zwölftägigen Commercial Route Proving-Programms, das gemeinsam mit der Lufthansa durchgeführt wird, mit rund 500 Fluggästen an Bord auf dem John F. Kennedy International Airport (JFK) von New York landen. Im gleichen Zeitraum besucht die A380 mit der Seriennummer MSN1 den Los Angeles International Airport (LAX), wo Prüfungen der Flughafentauglichkeit unter Mitwirkung von Qantas Airways auf dem Programm stehen.

MSN7 verfügt über eine komplett eingerichtete Passagierkabine und wird während der kommerziellen Streckenerprobung von der Lufthansa-Basis Frankfurt aus eingesetzt. Nach dem Besuch von JFK wird der Airbus-Superjumbo in Chicago O’Hare landen, um am 20. März nach New York und am 21. März nach Frankfurt zurückzukehren. Ebenfalls als Bestandteil des Route Proving steht am 24. März ein Flug der A380 nach Hongkong auf dem Programm sowie am     25. März eine weitere Atlantiküberquerung, dieses Mal mit Ziel Washington. Auf der Rückreise über Frankfurt nach Toulouse wird zudem am 28. März Zwischenstopp in München eingelegt. Die kommerzielle Streckenerprobung, die immer gemeinsam mit einer Fluggesellschaft durchgeführt wird – in diesem Fall mit der Lufthansa – dient der Feineinstellung der Kabinensysteme im Rahmen einer Reihe planmäßiger Flüge. Diese Flüge unter realistischen Betriebsbedingungen bereiten die Übernahme der A380 in den Liniendienst noch in diesem Jahr vor.

Die A380 wird während des Route Proving von Airbus-Testpiloten und erfahrenen Lufthansa-Piloten geflogen. Eine Kabinenbesatzung der Lufthansa betreut die rund 500 Fluggäste, die bei jedem dieser Langstreckenflüge an Bord sind.

Die A380 mit Seriennummer MSN1 fliegt unterdessen zu Prüfungen der Flughafentauglichkeit nach Los Angeles. Die Airport Compatibility Tests finden in Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Los Angeles International Airport (LAX) und Qantas Airways statt. Sie umfassen Manövrierversuche auf dem Rollfeld, das Andocken am Gate sowie die komplette Bodenabfertigung und Betankung. LAX ist der Flughafen mit dem fünftgrößten Verkehrsaufkommen der Welt und der erste US Airport, den die A380 nach Indienststellung bei Qantas im Liniendienst anfliegen wird. Seit den ersten Flughafentests mit der A380 2005 in Frankfurt hat der Airbus-Superjumbo schon mehr als 40 Flughäfen besucht, und bis 2011 werden mehr als 70 Flughäfen rund um die Welt bereit für den Einsatz der A380 sein.

„Nachdem die A380 zahlreiche Flughäfen in Europa, im Nahen Osten, in Asien, Australien und auch Afrika besucht hat, stellen wir das Flugzeug im Rahmen des Commercial Route Proving nun mit großem Stolz dem amerikanischen Volk vor,“ sagte Mario Heinen, Executive Vice President und Leiter des A380-Programms. „JFK, LAX, Chicago O’Hare und Washington Dulles sind wichtige Zielflughäfen für die A380. Diese Airports können nun bestätigen, dass sie für das Flugzeug gerüstet sind, von dem sie schon bald regelmäßig angeflogen werden.“

„Die niedrige Geräuschentwicklung und geringe Umweltbelastung durch das Flugzeug dürften die Kommunen wie schon an anderen Orten vorher sehr positiv überraschen, während seine wirtschaftlichen Vorteile wie etwa der reduzierte Treibstoffverbrauch von weniger als drei Litern pro Passagier und Kilometer bereits unsere Kunden überzeugt hat. Mein Dank geht auch an Lufthansa für ihre Mitwirkung bei der Streckenerprobung und früheren gemeinsamen Unternehmungen, an Qantas für den Kompatibilitätstest in Los Angeles und an die einzelnen Großflughäfen,“ merkte Heinen weiter an.

Die erste Auslieferung an den Erstbetreiber Singapore Airlines ist für Oktober 2007 geplant. Die A380 hat im Dezember 2006 die gemeinsame Musterzulassung durch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA und die US-Luftfahrtbehörde FAA erhalten. Airbus hat für die A380 bisher Festaufträge und Kaufverpflichtungen für 166 Flugzeuge von 15 Kunden entgegengenommen.

Quelle: eads.net

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