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Die Produktion des Kamow Ka-50 wurde vor fünf Jahren wegen mangelnder Finanzierung eingestellt. Jetzt erlebt der spektakuläre Kampfhubschrauber seine Wiedergeburt.

(RIA Novosti). Die Erprobung eines ersten Kampfhubschraubers des Typs Kamow Ka-50 "Schwarzer Hai", der nach einer fünfjähriger Pause im Betrieb Progress gebaut wurde, hat in der Stadt Arsenjew im russischen Fernen Osten begonnen.

Progress will in diesem Jahr noch zwei Maschinen dieser Art montieren. Beim Ka-50 handelt es sich um den ersten Kampf-Einsitzer in der Welt. Die Maschine ging im selben Progress-Betrieb im Jahr 1991 in Serie. Aber vor etwa fünf Jahren musste die Produktion dieser Hubschrauber angesichts fehlender Rüstungsaufträge vorübergehend eingestellt werden.

1990 fasste die damalige sowjetische Regierung den Beschluss, die erste Partie von W-80-Hubschraubern in Arsenjew zu bauen, die bald darauf auf Ka-50 umgetauft wurden. Der Jungfernflug des "Schwarzen Hais" fand am 22. Mai 1991 statt.

International wurde die neuartige Maschine kurz nach dem Zerfall der Sowjetunion bekannt. Im März 1992 referierte Chefkonstrukteur Sergej Michejew zum neuen Hubschrauber bei einem internationalen Symposium in Großbritannien. Im August 1992 wurde das Versuchsmodell Nr. 3 öffentlich bei einer Luftfahrtschau in Schukowski bei Moskau gezeigt. Im September debütierte eine bereits serienmäßig gebaute Maschine auf der internationalen Luftfahrtmesse im britischen Farnborough. Der Hubschrauber war mit der Abbildung eines Wolfes und der Aufschrift "Werewolf" geschmückt. Das schwarz gestrichene fünfte Exemplar der Maschine wurde bereits für den Streifen "Schwarzer Hai" gefilmt. Seitdem hat die Ka-50 ihren zweiten Namen: "Schwarzer Hai". Später wurde noch ein Hubschrauber auf ähnliche Weise neu gestrichen sowie mit der Abbildung eines Hais und der Aufschrift "Blackshark" versehen.

Am 28. August 1995 wurde die Ka-50 per Präsidentenerlass in den Waffenbestand der russischen Armee aufgenommen. Aber die neuen Maschinen konnten die bewährten Mi-24 nicht ersetzen. Eine bedeutende Kürzung der Rüstungsaufgaben führte dazu, dass der Auftraggeber von den im Jahr 2000 geplanten einigen hundert Maschinen bislang nur neun serienmäßig gebaute Ka-50 erhalten hat. Dabei wurden fünf davon der Firma Kamow zu weiteren Erprobungen und zur Entwicklung neuer Modifikationen zurückgegeben.

Insgesamt wurden bislang 14 flugtaugliche Ka-50 gebaut, die beiden Hubschrauber für statische Erprobungen gehören nicht dazu. In Übereinstimmung mit dem 1996 an Progress erteilten Staatsauftrag wurde im Betrieb mit dem Bau von etwa einem Dutzend Maschinen begonnen. Sie sind jetzt in verschiedenen Baustadien konserviert.

Zum ersten Kampfeinsatz kam es bei der Anti-Terror-Operation der russischen Armee in Tschetschenien. Im Dezember 2000 wurde eine Kampfgruppe in das Krisengebiet entsandt, zu der zwei Ka-50 sowie ein Aufklärungs- und Zielortungshubschrauber vom Typ Ka-29 gehörten. Am 6. Januar 2001 setzte der "Schwarze Hai" zum ersten Mal Waffen gegen den Gegner ein. Daraufhin wurden die Vorteile des neuen Hubschraubers bei der Erfüllung komplizierter Kampfaufgaben im Gebirge unter Beweis gestellt.

Ein weiteres Mal wurden die Vorteile der neuartigen Maschine beim Militärmanöver "Rubesch-2004" im August 2004 vor Augen geführt. Bei der Übung der Schnellen Eingreiftruppe der Mitgliedsländer des Sicherheitsbündnisses der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Kirgisien war ein "Schwarzer Hai" im Einsatz. Die Maschine deckte die Landung einer Einheit und vernichtete dann erfolgreich alle Ziele unter Einsatz von Raketen und Kanonen.

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